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Tonsatz

Spezielle Satztypen sind unter anderem der Vierstimmiger Satz, Kanon und Fuge. Den verschiedenen Besetzungen von Musikstücken entsprechend werden ferner …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Begriff und Bedeutung
  2. 2. Historische Satzlehre
  3. 3. Satztechniken und Satztypen
  4. 4. Besetzungen und strenger Satz

Begriff und Bedeutung

Tonsatz, kurz auch Satz, bezeichnet in der Musiktheorie – besonders in der Harmonielehre – das Anordnen oder „Setzen“ von Tönen beziehungsweise Noten in mehrstimmigen Musikwerken. Wird beispielsweise eine Melodie für mehrere Stimmen eingerichtet, entsteht ein mehrstimmiger Satz.

Tonsatz ist ein handwerklicher Teil von Komposition und Arrangement. Er wird in der Satzlehre behandelt und gehört zum Musikstudium. Bei Stellenbezeichnungen an deutschsprachigen Musikhochschulen, etwa „Lehrauftrag für Tonsatz“ oder „Professur für Tonsatz“, kann der Begriff stellvertretend für die Gesamtheit der künstlerisch-wissenschaftlichen Fächer im Bereich Musiktheorie stehen.

Historische Satzlehre

Die historische Satzlehre ist ein Spezialgebiet der Musiktheorie. Sie erforscht historische Kompositionstechniken anhand von Quellen und Musikwerken und macht sie für die heutige Praxis didaktisch nutzbar. Als akademisches Fach ist sie an Universitäten und Musikhochschulen vertreten, besonders an Instituten für Alte Musik.

Satztechniken und Satztypen

Traditionelle Tonsatzlehren unterscheiden hauptsächlich zwei Techniken:

  • Homophone Satztechnik: Die Stimmen sind vor allem harmonisch aufeinander bezogen.
  • Polyphone Satztechnik: Mehrere eigenständige Stimmen werden miteinander verbunden.

Zu den speziellen Satztypen gehören unter anderem der vierstimmige Satz, der Kanon und die Fuge.

Besetzungen und strenger Satz

Je nach Besetzung eines Musikstücks unterscheidet man unter anderem Vokal-, Lied-, Chor-, Instrumental-, Streichquartett- und Orchestersatz. Diese Satzarten berücksichtigen die jeweiligen klanglichen und spieltechnischen Besonderheiten.

Der sogenannte strenge Satz wurde aus methodischen Gründen in Harmonielehren unterrichtet, kommt in tatsächlichen Kompositionen aber kaum vor. Hugo Distler bezeichnete einen solchen strengen Tonsatz als „Harmonielehresatz“.

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