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Homophonie (Musik)
Homophonie, auch in der Schreibweise Homofonie (griechisch homophōnía, „Gleichklang“), ist die Bezeichnung für eine mehrstimmige musikalische Satzweise, …
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Grundbegriff
Homophonie, auch Homofonie geschrieben, bezeichnet in der Musik eine mehrstimmige Satzweise. Dabei wirken mehrere Stimmen zusammen, ohne dass alle Stimmen gleich selbständig geführt werden. Entscheidend ist: Entweder bewegen sich die Stimmen rhythmisch weitgehend gemeinsam, oder eine Hauptmelodie wird von anderen Stimmen begleitet.
Homophonie steht im Gegensatz zur Polyphonie. In einem polyphonen Tonsatz sind die einzelnen Stimmen rhythmisch selbständiger; manchmal entwickeln mehrere Stimmen ein eigenes melodisches Leben.
Formen
Es gibt zwei charakteristische Ausprägungen der Homophonie:
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Beim Akkordsatz, auch homophoner Satz genannt, sind alle Stimmen rhythmisch gleich oder fast gleich gebildet. Man nennt das homorhythmisch. Die Musik erscheint dadurch vor allem als Folge von Akkorden. Ein typisches Beispiel ist der vierstimmige Choralsatz.
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Beim Melodiesatz gibt es eine melodische Hauptstimme, meist die Oberstimme. Diese wird akkordisch oder durch Nebenstimmen begleitet, die zusammen ein Akkordgefüge bilden.
Entstehung und Bedeutung
Die notierte Homophonie kam im Frühbarock um 1600 auf. Sie steht im Zusammenhang mit der Entstehung der Oper. Ein wichtiger Grund war die bessere Verständlichkeit des gesungenen Textes: In polyphoner Musik war der Text für die Menschen oft schwerer zu verstehen.
Aus einer Homophonie, die nicht mehr kontrapunktisch und noch nicht tonartlich gebunden war, entwickelte sich der monodische Stil. Dazu gehört auch der Generalbass.
Moderne Musik
Aus musiktheoretischer Sicht sind große Teile der modernen Musik ebenfalls homophon. Als Beispiel nennt der Artikel die Rockmusik: Dort begleitet häufig eine Rhythmusgruppe aus Bass, Schlagzeug, Rhythmusgitarre und Keyboard die führenden Melodiestimmen von Leadgitarre und Gesang.