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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Doppeldominante

Die Doppeldominante ist die Dominante der Dominante. Es muss also von der V. Stufe des Grundtons aus der Dreiklang auf der V. Stufe gebildet werden.

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Grundidee
  2. 2. Beispiele in Dur und Moll
  3. 3. Bildung in verschiedenen Tonarten
  4. 4. Verwendung und Bestimmung

Grundidee

Die Doppeldominante ist ein Akkord aus der Funktionstheorie. Sie gilt als Spezialfall einer Zwischendominante zur Dominante. Das bedeutet: Sie ist die Dominante der Dominante.

Um sie zu bilden, geht man von der V. Stufe des Grundtons aus, also von der Dominante der Tonart. Auf dieser V. Stufe wird wiederum der Dreiklang auf der V. Stufe gebildet. In C-Dur ist die Tonika C-Dur, die Dominante G-Dur und die Doppeldominante D-Dur.

Beispiele in Dur und Moll

In C-Dur lautet das Beispiel: Tonika C-Dur, Dominante G-Dur, Doppeldominante D-Dur. Eine normale Vollkadenz ist T S D T. Mit Doppeldominante kann daraus die Kadenz T DD D T werden; die Doppeldominante steht dabei an der Stelle, an der sonst die Subdominante steht.

In c-Moll lautet das Beispiel: Tonika c-Moll, Dominante G-Dur, Doppeldominante D-Dur. Die normale Vollkadenz ist t s D t. Mit Doppeldominante entsteht die Kadenz t DD D t.

Bildung in verschiedenen Tonarten

Eine Dominante ist in der Regel ein Durdreiklang. Das gilt auch für Zwischen- und Doppeldominanten. Deshalb enthält die Doppeldominante oft mindestens einen Ton, der nicht zur ursprünglichen Tonleiter gehört. Solch ein Ton heißt nicht leitereigen.

In C-Dur ist die Doppeldominante D-Dur. Dafür wird ein fis benötigt, das in der C-Dur-Skala nicht vorkommt.

In Moll fällt die Doppeldominante noch stärker auf. Die II. Stufe ist dort in der Regel ein verminderter Akkord. Damit daraus ein Durakkord wird, müssen zwei Töne alteriert, also verändert, werden. In c-Moll lauten die Töne der II. Stufe d-f-as. Für die Doppeldominante D-Dur werden f zu fis und as zu a verändert.

Verwendung und Bestimmung

In der Barockmusik wird die Doppeldominante zunächst sparsam, aber an auffälligen Stellen verwendet. Ab der Wiener Klassik gehört sie fest zur Kadenz.

In Musikrichtungen wie Ragtime oder Jazz werden Dominante und Doppeldominante gern mit charakteristischen Dissonanzen verwendet. Dissonanzen sind spannungsreiche Zusatztöne. Bei der Dominante wird häufig die Septime verwendet, bei der Doppeldominante die Septime und die None. Eine typische Kadenz in C-Dur ist: D^{7/9} → G^{7} → C.

Zur Bestimmung kann der Quintenzirkel genutzt werden: Die Doppeldominante findet sich 2 Töne rechts der Tonika auf dem Quintenzirkel.

Lernvideos zu Doppeldominante

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