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Zwischendominante
Zwischendominanten oder auch Sekundärdominanten sind Akkorde mit dominantischem Charakter, die sich in einen von der Tonika verschiedenen Klang auflösen.
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Definition und Funktion
Zwischendominanten, auch Sekundärdominanten genannt, sind Akkorde mit dominantischem Charakter, die sich nicht in die Tonika, sondern in einen anderen Klang auflösen. Die Tonika ist der Akkord auf der ersten Stufe und das harmonische Zentrum einer Tonart. Dominantischer Charakter bedeutet, dass ein Akkord eine starke Spannung erzeugt, die zu einem bestimmten folgenden Akkord führt.
Zwischendominanten können eine Modulation, also einen Wechsel in eine andere Tonart, oder eine Ausweichung, also eine vorübergehende Hinwendung zu einer anderen Tonart, einleiten. Sie können aber auch nur kurz auftreten, ohne dass daraus ein dauerhafter Tonartwechsel entsteht.
Bildung und Klangwirkung
Eine Zwischendominante lässt sich nicht ausschließlich aus dem leitereigenen Tonmaterial der Grundtonart bilden. Leitereigen sind Töne, die zur jeweiligen Tonleiter gehören. Deshalb erfordert eine Zwischendominante immer mindestens ein Versetzungszeichen, also beispielsweise ein Kreuz oder ein Be.
Häufig erscheint sie als Dominantseptakkord. Das ist ein Dominantakkord mit hinzugefügter kleiner Septime. Seine charakteristische Dissonanz verstärkt die Spannung und macht die angestrebte Auflösung deutlich. Zugleich gehen Zwischendominanten oft chromatisch aus dem vorherigen Akkord hervor: Einzelne Töne werden dabei um einen Halbton verändert. Dies sorgt trotz der tonartfremden Töne für harmonischen Zusammenhalt.
Spezialfälle der Zwischendominante sind die Doppeldominante und die Doppelsubdominante.
Beispiel und Funktionsschreibweise
Ein Beispiel in C-Dur verwendet die Akkordfolge C – A7 – d – G7 – C. Die zugehörigen Funktionen lauten T – (D7) – Sp – D7 – T.
T bezeichnet die Tonika C. Sp bezeichnet die Subdominantparallele d-Moll. Der Akkord A7 ist die Zwischendominante zu d-Moll: Er besitzt dominantischen Charakter und löst sich in den unmittelbar folgenden d-Moll-Akkord auf. Danach führt G7 als reguläre Dominante D7 zurück zur Tonika C.
In der Funktionsschreibweise werden Zwischendominanten gewöhnlich eingeklammert. Die Schreibweise (D7) zeigt daher an, dass sich dieser Dominantseptakkord auf die nächste Funktion bezieht. Der Vergleich der Folgen C – d – G7 – C und C – A7 – d – G7 – C verdeutlicht, dass die eingefügte Zwischendominante A7 zusätzliche Spannung vor dem d-Moll-Akkord erzeugt.
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