Zum Inhalt springen
L

Das Video kommt von YouTube: erst beim Abspielen verbindet sich die Seite mit YouTube (Google).

#gis – Einführung in die Funktionstheorie

Hochschule für Musik und Theater München18:34 1.514 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 85 Zeilen
Herunterladen
  1. [Musik] Einführung in die
  2. Funktionstheorie die Funktionstheorie ist eine Methode zur Analyse der Harmonik in tonaler Musik die Anfänge liegen bei Hugo riann er lebte von
  3. 1849 bis 1919 Wilhelm mer und Dieter de laamot haben die Theorie später weiterentwickelt neben der
  4. Funktionstheorie gibt es auch andere Methoden zur Beschreibung der Harmonik in
  5. Generalbass und die Stufentheorie die Stufentheorie zeigt welcher tonleiterton der Grundton des
  6. Akkords ist und welche relation die Akkorde zueinander haben die Funktionstheorie aber bestimmt die Funktion also die Aufgabe oder die
  7. Rolle die die Akkorde in der Musik haben anders als in der Stufentheorie mit sieben Stufen gibt es in der Funktionstheorie nur drei Funktionen
  8. Tonika Subdominante und dominante man bezeichnet die Funktionen mit den
  9. Anfangsbuchstaben t S und D die Funktion der toniker ist Stabilität sie hat kein Bedürfnis nach Auflösung die Funktion der dominante ist
  10. es zur Tonika zu führen sie hat ein starkes Bedürfnis nach Auflösung zur Tonika hin die Funktion der Subdominante ist es
  11. zur dominante zu führen sie kann aber auch direkt zur Tonika zurückführen das Standardschema ist die vollständige Kadenz aus
  12. tsdt auch nur TDT oder TST sind möglich die Tonika am Anfang kann auch fehlen diese Kadenzen kommen extrem häufig in der Musik vor oder
  13. vereinfacht Musikstücke bestehen aus mehreren solcher Kadenzen hintereinander wie verhalten sich diese Funktionen zu den Stufen der
  14. Stufentheorie die Tonika entspricht der ersten Stufe die Subdominante der vierten Stufe und die dominante der fünften
  15. Stufe man nennt diese drei Akkorde Hauptfunktionen die anderen Stufen der Tonart sind mit den Hauptfunktionen
  16. verwandt und übernehmen deren Funktion man nennt sie Nebenfunktionen sehen wir uns drei Beispiele an die alle das Schema
  17. tsdt verwenden eine standardkadenz in cdur das bekannte cdur präud von Bach und ein Koral von
  18. Bach in der standardkadenz werden die Hauptfunktionen als Dreiklänge in Grundstellung
  19. [Musik] präsentiert sehr ähnlich klingt das bekannte zedur Präludium von Bach
  20. [Musik] nach der Stufentheorie ist der zweite Akkord aber ein sekundakkord der zweiten Stufe die zweite Stufe übernimmt also
  21. die Funktion der Subdominante im Koral oh Welt ich muss dich lassen hören wir gleich zweimal hintereinander
  22. das Modell [Musik]
  23. tsdt fast alle Akkorde sind Hauptfunktionen nur der dritte Akkord ist nach der Stufentheorie ein ord der siebten Stufe er hat hier die Funktion
  24. der dominante er klingt also [Musik] dominantisch wir haben also gesehen nicht nur die erste vierte und fünfte
  25. Stufe übernehmen die Funktionen Tonika Subdominante und dominante schauen wir uns nun an wie die anderen Stufen die Hauptfunktionen ersz
  26. könen bei den Bezeichnungen der Funktionen unterscheidet man das Tongeschlecht durch Groß und Kleinschreibung z.B bezeichnet ein
  27. großes T eine durtonicaa in cur ein kleines t bezeichnet die moltonika in cmol zu jeder Hauptfunktion kann man parallelklänge und gegenklänge bilden in
  28. du sind par und gegenklang mollklänge in Moll sind sie durklänge sie haben also das andere Tongeschlecht als die
  29. Hauptfunktion den Begriff paralleltonart kennt man aus dem Quintenzirkel wie dort liegt der Grundton des parallelklangs in Dur eine
  30. kleine Terz unter dem Grundton der Hauptfunktion in Moll liegt er eine kleine Herz über dem Grundton der Hauptfunktion parallelklang und
  31. Hauptfunktion haben zwei gemeinsame Töne der Grundton des gegenklangs liegt jeweils eine große Terz in der anderen Richtung auch gegenklang und
  32. Hauptfunktion haben zwei gemeinsame Töne parallel und gegenklang bekommen die Buchstaben P und G auch hier unterscheidet man Dur und Moll
  33. durch Groß und Kleinschreibung das T zeigt an dass der Klang zur Dur oder zur moltoniker
  34. gehört wir haben also gesehen in du ist die tonikerparallele die sechste Stufe und der toniker gegenklang die dritte Stufe sie übernehmen so die Funktion der
  35. tonik in Moll ist die tonik parallele die dritte Stufe und der toniker gegenklang
  36. die sechste Stufe Parallelen und gegenklänge gibt es zu allen Hauptfunktionen also auch zur
  37. Subdominante und zur dominante in Dur ist die subdominantparallele die zweite Stufe und der subdominant gegenklang die sechste Stufe
  38. wir sehen also manche Akkorde können verschiedene Funktionen einnehmen in diesem Fall muss man auch auf den Kontext achten in dem der Akkord
  39. erklingt er entscheidet ob eine sechste Stufe wie eine tonik parallele oder wie ein subdominant gegenklang klingt die
  40. dominantparallele ist die dritte Stufe der dominant gegenklang ist hier h Moll also kein Leiter eigener Dreiklang
  41. dominant gegenklänge sind aber sehr selten viel häufiger kommt die leitereigene siebte Stufe vor diese ist aber ein verminderter Dreiklang sie kann
  42. deshalb nicht als parallel oder gegenklang erklärt werden wir kommen darauf später noch einmal zurück in Moll kommt die fünfte Stufe
  43. eigentlich nur als duakkord vor von der Moll varariante der dominante kann man aber die dritte und die siebte Stufe ableiten diese können so die Funktion
  44. der dominante übernehmen die siebte Stufe als dominant parallele und die dritte Stufe als dominant
  45. gegenklang die subdominantparallele ist in mol die sechste Stufe der subdominant gegenklang ist kein leitereigener
  46. Dreiklang er kommt meistens als sexakkord vor diese ernirigte zweite Stufe ist vor allem als neapolitanaer
  47. bekannt sie wird deshalb selten als subdominant gegenklang bezeichnet sondern mit dem Funktion Symbol
  48. SN wir können jetzt fast alle leitereigenen Dreiklänge den drei Funktionen zuordnen die zweite Stufe in Moll und
  49. die siebte Stufe in du sind verminderte Dreiklänge man kann sie also nicht als parallel oder gegenklang erklären damit wir ihre Funktion
  50. bestimmen können müssen wir uns zuerst anschauen wie man in der Funktionstheorie Ziffern verwendet anders als die Ziffern im
  51. Generalbass und in der Stufentheorie beziehen sich die Ziffern in der Funktionstheorie immer auf den Grundton des
  52. Akkordes deshalb schreibt man bei allen Umkehrungen eines setakkordes die Ziffer 7 oben an das
  53. funktionssymbol die basöne bezeichnet man mit einer z unter dem funktionssymbol wichtig sind auch die Veränderungen der Subdominante denken
  54. wir nun in cedur nach der Stufentheorie ist der Akkord fad eine zweite
  55. Stufe als Quint se Akkord der Grundton ist d die Bezifferung bezieht sich aber auf den Baston
  56. nach der Funktionstheorie ist f der Grundton des Akkordes der Ton D ist dann eine hinzugefügte sechste eine sogenannte six
  57. auti s56 bedeutet also Subdominante mit Sixt ajuti eine Variante dieses Akkordes haben wir schon gesehen der zweite Kord
  58. des cedur präudiums ist eine Subdominante mit Sixt ajute hier liegt die Quinte im
  59. Bass auch den sechstakkord der zweiten Stufe beschreibt man in der Regel als eine Subdominante bei der die sechste statt der Quinte
  60. erklingt die zweite Stufe in Dur kann also nicht nur subdominantpallele sein sondern auch als S6 bezeichnet
  61. werden so können wir nun auch die zweite Stufe in Moll als Subdominante mit sechste statt Quinte beschreiben hier liegt die sechste im
  62. Bass nun fehlt nur noch die Funktion der siebten Stufe in du im Koral oh Welt ich muss dich lassen haben wir schon gehört dass sie
  63. dominantisch klingt wenn wir die siebte Stufe mit einem dominantbtakkord vergleichen finden wir alle Töne der siebten Stufe
  64. auch im dominantbtakkord deshalb erklärt die Funktionstheorie die siebte Stufe als einen
  65. dominanteptakkord bei dem der eigentliche Grundton fehlt den fehlenden Grundton zeigt man an indem man das funktionssymbol durchstreicht man nennt
  66. eine dominante ohne Grundton verkürzte dominante setakkorde der siebten Stufe sind in der Funktionstheorie also verkürzte Set
  67. nonakkorde diese kommen besonders häufig mit der kleinen n vor deshalb gibt es für dieses komplizierte funktionssymbol eine
  68. Abkürzung man nennt den Akkord DV das V bezeichnet den akkordtyp einen verminderten
  69. setakkord jetzt haben wir die Funktionen von allen leitereigenen Dreiklängen bestimmt wenn akkordtöne alteriert sind heißt das auch Erweiterung der
  70. Tonalität die häufigste Erweiterung ist die sogenannte zwischendominante in dieser Kadenz in cdur folgt auf einen adur septakkord ein
  71. dmol Dreiklang in dmol ist adur die dominante man hat aber hier nicht das Gefühl dass demol die neue Tonart ist die Kadenz moduliert also nicht nach
  72. demol der demol Dreiklang klingt immer noch wie eine subdominantparallele sie weicht nur kurz nach dmol
  73. aus der adueptakkord kommt also aus der Tonart der subdominantparallele dort hat er die Funktion der
  74. dominante deshalb nennt man ihn hier zwischendominante zur subdominantparallele Funktionssymbole die in Klammern stehen beziehen sich
  75. immer auf das folgende Funktion Symbol man kann zwischendominanten zu allen leitereigenen Dreiklängen bilden
  76. die Dur oder mollreiklänge sind [Musik] die zwischendominante zur dominante ist
  77. so wichtig dass Sie eine eigene Bezeichnung erhalten hat sie heißt
  78. doppeldominante eine andere Erweiterung der Tonalität sind Klänge die man aus der sogenannten varianttonart übernimmt die varianttonart ist die Tonart mit dem
  79. gleichen Grundton aber dem anderen Tongeschlecht Stücke in Moll Enden z.B häufig mit einer verdurten Tonika man nennt diese auch Tonika mit
  80. pikardischer Terz hören wir uns als Beispiel das Ende des bachkorals hilft mir Gotts Güte
  81. Preisen an [Musik] in durstücken kommen vor allem vermollte subdominanten immer wieder
  82. vor z.B im Trio der ersten Klaviersonate von Franz Schubert wir fassen noch einmal zusammen in der Funktionstheorie werden alle Akkorde den
  83. drei Hauptfunktionen Tonika Subdominante und dominante zugeordnet sie erscheinen in unterschiedlichen
  84. Formen f F alle anderen leiteeigenen Dreiklänge kann man als parallel oder gegenklänge der Hauptfunktionen erklären zu allen parallel und
  85. gegenklängen können zwischendominanten gebildet werden

Zum Nachlesen