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Wicked – Die Hexen von Oz (Musical)

Wicked – Die Hexen von Oz ist ein Musical. Die Musik und die Texte des Musicals stammen von Stephen Schwartz und es basiert auf dem Buch von Gregory Maguire …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Werk, Grundlage und Bedeutung
  2. 2. Zentrale Figuren und Konflikte
  3. 3. Handlung
  4. 4. Aufführungen, Musik und Verfilmung

Werk, Grundlage und Bedeutung

Wicked – Die Hexen von Oz (Originaltitel: Wicked – The Untold Story Of The Witches Of Oz) ist ein englischsprachiges Musical mit Musik und Liedtexten von Stephen Schwartz sowie einem Buch von Winnie Holzman. Es dauert etwa drei Stunden und wurde am 28. Mai 2003 im Curran Theatre in San Francisco uraufgeführt. Seit Oktober 2003 wird es am Gershwin Theatre am Broadway in New York gespielt.

Das Musical erzählt die Vorgeschichte zum Film Der Zauberer von Oz von 1939: Im Mittelpunkt steht Elphaba, die später als Böse Hexe des Westens gilt. Es beruht auf Gregory Maguires Bestseller Wicked – Die Hexen von Oz. Die wahre Geschichte der Bösen Hexe des Westens, dem ersten Band der Tetralogie The Wicked Years. Maguires Bücher greifen die Welt und Rahmenhandlungen von L. Frank Baums Oz-Erzählungen auf, erzählen sie aber aus Sicht bekannter oder neuer Nebenfiguren und deuten Motive und Handlungen neu. Anders als die Kinderbücher und das Musical richten sich die Bücher eher an Erwachsene.

Wichtig ist der Gegensatz zwischen öffentlichem Ruf und tatsächlichem Handeln: Elphaba wird durch Propaganda als böse dargestellt, obwohl sie sich gegen Unterdrückung einsetzt. Intelligente, sprechende Tiere werden im Wicked-Universum durch die Schreibweise „TIERE“ von gewöhnlichem Vieh unterschieden.

Zentrale Figuren und Konflikte

Elphaba Thropp ist die grünhäutige, ältere Tochter des Gouverneurs von Munchkinland. Sie ist wegen ihres Aussehens und ihrer Zauberkräfte Außenseiterin, besitzt aber starke moralische Grundsätze. Sie setzt sich für die Rechte der TIERE ein, pflegt ihre gehbehinderte Schwester Nessarose und lehnt die Machtangebote des Zauberers ab. Die Rolle wird von einer Mezzosopranistin gesungen.

Galinda, später Glinda, ist wohlhabend, beliebt und zunächst verwöhnt. Sie verletzt Elphaba anfangs mit Anspielungen und sucht Anerkennung. Gleichzeitig entwickelt sie echte Freundschaft zu Elphaba. Sie schließt sich zunächst dem Zauberer an, wird später jedoch „Glinda die Gute“ und erneuert die Regierung von Oz. Die Partie ist für Sopranistin geschrieben.

Fiyero ist ein beliebter, zunächst sorgloser Schüler. Durch Elphaba erkennt er, dass Schönheit und Vergnügen nicht das Wichtigste sind; er liebt sie schließlich. Der Zauberer von Oz besitzt keine Magie, hält seine Stellung aber durch Täuschung, Angst und Manipulation. Madame Akaber, Leiterin der Schule Glizz, wird seine Vertraute und verfolgt Elphaba. Der ZIEGENBOCK Dr. Dillamond unterrichtet Geschichte und warnt vor dem Verlust der Sprachfähigkeit der TIERE.

Nessarose, Elphabas jüngere Schwester, sitzt im Rollstuhl und wird später zur grausamen Herrscherin von Munchkinland, der „Bösen Hexe des Ostens“. Moq liebt ursprünglich Galinda, täuscht Nessarose jedoch Liebe vor und bleibt aus Pflichtgefühl bei ihr.

Handlung

Zu Beginn feiert ganz Oz den angeblichen Tod Elphabas. Glinda erinnert sich an die gemeinsame Zeit an der Universität Glizz: Elphabas Magie wird von Madame Akaber bemerkt, während Elphaba und Galinda als unfreiwillige Zimmergenossinnen zunächst verfeindet sind. Dr. Dillamond berichtet Elphaba, dass TIERE ihre Sprache verlieren. Als Fiyero an die Schule kommt, organisiert Galinda eine Feier und bringt Moq dazu, Nessarose einzuladen. Elphaba wird dort wegen eines schwarzen Hutes verspottet, doch Galinda stellt sich überraschend zu ihr. Die beiden werden Freundinnen.

Als Dr. Dillamond von Soldaten abgeführt wird, befreit Elphaba mit Fiyero ein eingesperrtes Löwenbaby. In der Smaragdstadt erfüllt Elphaba für den Zauberer einen Zauber: Sie verleiht seinen Affen Flügel. Dann erkennt sie, dass er die Affen als Spione gegen die TIERE einsetzen will und selbst keine Magie besitzt. Sie verweigert ihm die Zusammenarbeit. Madame Akaber erklärt sie zur „Bösen Hexe“, während Elphaba sich entscheidet, gegen den Zauberer zu kämpfen. Glinda bleibt wegen ihres Bedürfnisses nach Beliebtheit zurück.

Jahre später verbreiten der Zauberer und Madame Akaber weiter Propaganda gegen Elphaba; Glinda wird als gute Hexe dargestellt und ist mit Fiyero verlobt. Elphaba verzaubert Nessaroses Schuhe so, dass diese laufen kann. Als Nessarose daraufhin Moq nicht mehr bei sich halten kann, verzaubert sie sein Herz; Elphaba rettet ihn nur, indem sie ihn in Zinn verwandelt. Moq wird zum Zinnmann.

Elphaba weist ein neues Angebot des Zauberers zurück, nachdem sie Dr. Dillamond leidend vorfindet. Fiyero hilft ihr bei der Flucht; beide werden ein Paar. Nach Nessaroses Tod durch Dorothys fliegendes Haus fällt Elphaba in eine Falle. Fiyero ermöglicht ihre Flucht, wird gefangen genommen und als „lebende Vogelscheuche“ zurückgelassen. Elphaba versucht ihn mit einem Zauber zu schützen.

Dorothy, der Zinnmann und der inzwischen erwachsene Löwe werden gegen Elphaba geschickt. Elphaba und Glinda vergeben einander. Dorothy schüttet scheinbar Wasser über Elphaba, die jedoch durch eine Falltür entkommt. Fiyero hat durch Elphabas Zauber als Vogelscheuche überlebt. Glinda erkennt anhand eines grünen Elixiers, dass der Zauberer Elphabas Vater ist. Sie vertreibt ihn, lässt Madame Akaber einsperren und wird neue Herrscherin. Elphaba und Fiyero verlassen Oz heimlich; Glinda erfährt zu ihrer Sicherheit nicht, dass Elphaba lebt.

Aufführungen, Musik und Verfilmung

Die deutschsprachige Erstaufführung durch Stage Entertainment war am 15. November 2007 im Palladium Theater in Stuttgart. Michael Kunze übersetzte die Liedtexte, Ruth Deny die Dialoge. Weitere deutsche Stationen waren Oberhausen (8. März 2010 bis 2. September 2011) und Hamburg (5. September 2021 bis 14. August 2022). In der Schweiz wurde die englische Originalfassung am 15. November 2017 im Theater 11 in Zürich erstmals gezeigt. Die erste österreichische Neuinszenierung hatte am 3. Oktober 2025 im Stadttheater Baden Premiere.

Zu den prägenden Liedern zählen „Defying Gravity“ („Frei und schwerelos“) am Ende des ersten Akts, „Popular“ („Heißgeliebt“), „No Good Deed“ („Gutes tun“) und das Versöhnungsduett „For Good“ („Wie ich bin“). In „Defying Gravity“ endet der Kampfschrei im Original mit dem Riff Ab4-Eb5-Db5-Eb5-Db5. Manche Darstellerinnen erreichen F5 oder G5; wegen Tonhöhe und geforderter Lautstärke besteht eine Gefahr für die Stimmbänder. Fällt im Finale des ersten Akts der Hebemechanismus aus oder wird nicht genutzt, nennen Fans dies eine „No-Fly-Show“.

2004 gewann Wicked Tony Awards für die Beste Hauptdarstellerin in einem Musical (Idina Menzel als Elphaba), das Beste Kostümdesign (Susan Hilferty) und das Beste szenische Design (Eugene Lee). Die „Broadway Cast“-CD erhielt 2005 einen Grammy als Bestes Musical-Album.

Jon M. Chu verfilmte das Musical als zweiteiteilige Produktion mit Cynthia Erivo als Elphaba und Ariana Grande als Glinda. Die Teile Wicked und Wicked: For Good beziehungsweise Wicked: Teil 2 erschienen laut Artikel 2024 und 2025. Idina Menzel und Kristin Chenoweth, die Hauptdarstellerinnen der Originalfassung, haben kleine Nebenrollen als Wiz-o-Mania-Superstars.

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