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Bariton

folgende Stimmfächer: Lyrischer Bariton. Bariton-Sänger ist auf der Liste berühmter Sängerinnen und Sänger klassischer Musik aufgeführt. Er verbindet tenorale …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Grundlagen und Tonumfang
  2. 2. Unterteilungen der Stimmlage
  3. 3. Bariton in der Oper
  4. 4. Musical und Popmusik
  5. 5. Barbershop-Gesang

Grundlagen und Tonumfang

Der Bariton ist die mittlere männliche Gesangs-Stimmlage zwischen Tenor und Bass. Ein Sänger dieser Stimmlage wird „Bariton“ oder seltener „Baritonist“ genannt. Die Stimmlage ist wichtig, weil sie in Chor, Oper, Musical, Popmusik und Barbershop-Gesang eigene Aufgaben und Rollen hat.

Der Tonumfang der Bruststimme eines Baritons reicht ungefähr von G bis g’ und umfasst damit etwa zwei Oktaven. Mit der Kopfstimme erreicht der Bariton den Ton b'. Auch bei Musikinstrumenten gibt es Varianten in Baritonlage, zum Beispiel das Baritonsaxophon.

Unterteilungen der Stimmlage

Peter-Michael Fischer unterteilt die Stimmlage Bariton in Tenorbariton, Baritontenor, Bariton mittel und Bassbariton. Für die ersten drei Stimmlagen nennt er eine statistische Häufigkeit von 60 %, für den Bassbariton 15 %.

Tenoral gefärbte Baritone werden nach dem Sänger Jean-Blaise Martin auch als Bariton-Martin bezeichnet. „Tenoral gefärbt“ bedeutet, dass eine Baritonstimme Anteile einer Tenorstimme in Klangfarbe oder Höhe zeigt.

Bariton in der Oper

In der Oper wird der Bariton in verschiedene Stimmfächer eingeteilt. Ein Stimmfach beschreibt, welche Art von Stimme für bestimmte Rollen geeignet ist.

Der lyrische Bariton, auch Spielbariton genannt, hat eine große Höhe sowie eine leichte und bewegliche Stimme. Beispiele sind die Titelrolle in „Der Barbier von Sevilla“ von Gioacchino Rossini und Papageno in „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart.

Der Heldenbariton hat eine schwere, gewaltige Stimme mit guter Tiefe. Beispiele sind Wotan in „Rheingold“, „Walküre“ und „Siegfried“ von Richard Wagner, Scarpia in „Tosca“ von Giacomo Puccini und die Titelrolle in „Boris Godunow“ von Modest Mussorgski.

Der Kavalierbariton zeichnet sich durch gutes Legato und eine tragfähige Mittellage aus. Legato bedeutet, dass Töne gebunden und fließend gesungen werden. Wichtige Beispiele sind die Titelrolle in „Don Giovanni“ von Wolfgang Amadeus Mozart, Escamillo in „Carmen“ von Georges Bizet, die Titelrolle in „Eugen Onegin“ von Pjotr Tschaikowski, der Zar in „Zar und Zimmermann“ von Albert Lortzing sowie Giorgio Germont in „La Traviata“ und Graf Ankarström in „Maskenball“, jeweils von Giuseppe Verdi.

Gelegentlich wird auch das Fach des Charakterbaritons genannt, meist für Nebenrollen. Es deckt sich aber weitgehend mit dem Fach des Heldenbaritons.

Musical und Popmusik

Im Musical kommt der Bariton vor allem als hoher Bariton vor. Solche Stimmen singen Rollen wie den Grafen von Krolock in „Tanz der Vampire“, Javert in „Les Misérables“, Pilatus oder Petrus in „Jesus Christ Superstar“, Franz-Joseph und Lucheni in „Elisabeth“ oder die Titelrolle in „Dracula“. Für tiefere Baritone gibt es Rollen wie Richter Turpin oder die Titelrolle in „Sweeney Todd“.

Eine Musicalvariante ist der Baritenor. Er verbindet tenorale und baritonale Elemente in Stimmfarbe und Stimmumfang. Dadurch kann er ähnlich wie der hohe Bariton auch tiefe Tenorpartien übernehmen.

In der Popmusik werden zahlreiche Sänger als typische Baritone genannt, darunter Dean Martin, Frank Sinatra, Neil Diamond, Dave Gahan, Heino, Elvis Presley, Johnny Cash, Jim Morrison, Eddie Vedder, Tom Jones, Leonard Cohen, Ian Curtis, Nick Cave und Alex Kapranos.

Barbershop-Gesang

Im Barbershop-Gesang ergänzt der Bariton die Akkorde in der sogenannten closed harmony. Closed harmony bedeutet, dass die Stimmen eng beieinanderliegen und gemeinsam Akkorde bilden.

Dabei entstehen in der untemperierten, reinen Intonation sehr schwierig zu singende Linien. Diese Art des Singens erfordert ein sehr gutes Gehör, damit in den Akkorden auch die Obertöne zum Klingen gebracht werden.

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