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Wettbewerb (Wirtschaft)
Für die klassischen Liberalen gibt es zwei konträre Marktformen: freie Konkurrenz und Monopol. Der Unternehmer hat in der Marktwirtschaft das Ziel, seine …
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Begriff und Bedeutung des Wettbewerbs
Wettbewerb ist in der Wirtschaft ein antagonistisches Marktverhalten: Mindestens zwei Anbieter oder Nachfrager stehen sich gegenüber und versuchen, ihre Ziele zu Lasten des jeweils anderen durchzusetzen. Anbieter streben Gewinnmaximierung an, Nachfrager Nutzenmaximierung. Jeder Marktteilnehmer setzt dabei mindestens einen Aktionsparameter ein, um seinen Zielerreichungsgrad zu verbessern, etwa den Preis, die angebotene Menge oder die Produktqualität.
Ein typisches Beispiel ist eine Preissenkung: Kann ein Anbieter dadurch ein Produkt verkaufen, erzielt er einen höheren Zielerreichungsgrad als ein Anbieter, dessen Preis unverändert bleibt und der deshalb keinen Verkauf erreicht. Wettbewerb betrifft vor allem Anbieter untereinander; Rivalität bezeichnet dagegen den Wettbewerb zwischen Gütern und Dienstleistungen. Anbieter und Nachfrager stehen in einer Komplementaritätsbeziehung, weil der Anbieter verkaufen und der Nachfrager kaufen möchte. Der Anbieter strebt eine maximale Produzentenrente, der Nachfrager eine maximale Konsumentenrente an.
Obwohl Wettbewerb das Kernelement der Marktwirtschaft ist, gibt es keine einheitliche Definition. Allgemein bezeichnet er das Verhalten mehrerer Personen, bei dem eine Person etwas zu gewinnen versucht, was auch eine andere zur gleichen Zeit gewinnen möchte. In der Wirtschaft kann Wettbewerb nur bei Wettbewerbsfreiheit entstehen. Dazu gehören insbesondere freier Marktzutritt und freie wirtschaftliche Betätigung. Fehlt Wettbewerb auf einem Markt, besteht beispielsweise ein Monopol. Ein Monopolist kann Marktpreise sowie andere Liefer- und Zahlungsbedingungen autoritär vorgeben. Wettbewerb koordiniert dagegen die Entscheidungen von Anbietern und Nachfragern auf nicht-autoritäre Weise und setzt dadurch deren Freiheitsrechte voraus.
Wettbewerb setzt freie Märkte und Wettbewerbsfähigkeit der Marktteilnehmer voraus. Für funktionierenden Wettbewerb werden häufig private Eigentumsrechte, Gewerbefreiheit, Niederlassungsfreiheit, Vertragsfreiheit, eine funktionsfähige Justiz, ein funktionsfähiges Preis- und Währungssystem, Markttransparenz und Marktoffenheit genannt. In der Praxis bestehen jedoch meist private oder staatliche Wettbewerbsbeschränkungen, etwa durch Kartelle oder Monopole.
Arten und Funktionen
Nach der Art des Marktverhaltens wird zwischen marktkonformem und marktfeindlichem Verhalten unterschieden. Marktkonformes Verhalten umfasst zunächst Anpassungen:
- Bei der Mengenanpassung wird die angebotene oder nachgefragte Menge an einen gegebenen Marktpreis angepasst, etwa beim Einkauf im Supermarkt.
- Bei der Preisanpassung wird der Preis an eine gegebene Menge angepasst, etwa bei einer Auktion.
Zu den Marktstrategien gehören:
- Bei der autonomen Strategie wird die Reaktion anderer Marktteilnehmer nicht berücksichtigt, etwa bei Monopolpreisen.
- Bei der konjekturalen Strategie wird die vermutete Reaktion anderer Marktteilnehmer bei der eigenen Entscheidung berücksichtigt, etwa beim bargaining in Tarifverhandlungen.
- Bei der Überlegenheitsstrategie wird eine vorab bekannte Reaktion anderer Marktteilnehmer eingeplant, beispielsweise bei einer Preisoffensive des Marktführers.
Marktfeindliches Verhalten umfasst Verdrängungswettbewerb, bei dem Konkurrenten letztlich zum Marktaustritt gezwungen werden, Wirtschaftskartelle, die den Wettbewerb ausschalten, Konzerne, die ihre Marktmacht steigern, sowie Boykotte und Streiks beziehungsweise Aussperrungen. Der Artikel ordnet auch Streiks und Aussperrungen als marktfeindlich ein, obwohl sie nach erfolglosen Tarifverhandlungen als systemkonform mit der Marktwirtschaft angesehen werden müssen.
Nach den Voraussetzungen eines Marktes unterscheidet man vollkommenen und unvollkommenen Wettbewerb. Vollkommener Wettbewerb liegt theoretisch vor, wenn keine Präferenzen zwischen Anbietern und Nachfragern bestehen, vollkommene Markttransparenz und homogene Handelsobjekte vorhanden sind und alle Marktteilnehmer unendlich schnell reagieren. Anbieter verfolgen dabei Gewinnmaximierung, Verbraucher Nutzenmaximierung. Fehlt mindestens eine dieser Voraussetzungen, liegt unvollkommener Wettbewerb vor. Die Modelle dienen der Analyse von Marktstrukturen; die meisten Märkte sind praktisch unvollkommen.
Nach dem eingesetzten Aktionsparameter gibt es Preis-, Qualitäts-, Mengen- und Servicewettbewerb. Beim Preiswettbewerb ist der Preis entscheidend. Beim Qualitätswettbewerb wird die Produkt- oder Dienstleistungsqualität durch Produktdifferenzierung, Produktentwicklung oder Produktinnovation verändert. Beim Mengenwettbewerb ist das Absatzvolumen, beim Servicewettbewerb der Kundendienst der Aktionsparameter. Entsprechende Strategien sind Preisführerschaft, Qualitätsführerschaft, Marktführerschaft und Kundenbindung. Eine Preisstrategie strebt ein günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis an.
Der Wettbewerb erfüllt mehrere volkswirtschaftliche Funktionen: Die Verteilungsfunktion verteilt Einkommen nach der im Markt durchgesetzten Leistung. Die Steuerungsfunktion belohnt Unternehmen, deren Angebot den Präferenzen der Nachfrager entspricht, durch Marktanteile; Grenzanbieter scheiden aus. Die Allokationsfunktion sorgt für einen möglichst effizienten Einsatz der Produktionsfaktoren. Die Innovationsfunktion fördert technische Fortschritte, kostengünstige Produktinnovationen und bessere Qualität. Die Anreizfunktion treibt Unternehmen zu ständigen Verbesserungen von Marktpreis und Produktqualität. Die Anpassungsfunktion ermöglicht Reaktionen auf Angebots- und Bedarfsverschiebungen durch Änderungen von Produktionsprogrammen, Technik, Verfahren und Kapazitäten. Güterangebot und Güternachfrage werden durch Wettbewerb am Markt bestimmt.
Messung, Marktmacht und Wettbewerbsrecht
Wettbewerb selbst lässt sich quantitativ nicht unmittelbar messen. Ein wichtiges Hilfsmittel ist deshalb die Messung der Unternehmenskonzentration mithilfe der Konzentrationsrate. Sie summiert die Marktanteile der n größten Unternehmen. Üblicherweise liegt n zwischen eins und fünf; die Konzentrationsrate wird als CR_n beziehungsweise CR_N bezeichnet.
Agieren auf einem Markt fünf Unternehmen mit jeweils 20 % Marktanteil, ergibt sich für die zwei größten Unternehmen:
CR₂ = 0,2 + 0,2 = 0,4.
Der Wettbewerb ist umso schwächer, je weniger Marktteilnehmer vorhanden sind (absolute Konzentrationsrate) oder je ungleichmäßiger das Marktvolumen verteilt ist (relative Konzentrationsrate). Als Orientierung gelten: Bei 000 % bis 040 % besteht hoher Wettbewerb, wobei 0 % dem vollkommenen Wettbewerb im Polypol entspricht; 040 % bis 070 % kennzeichnen mittleren Wettbewerb, typisch für ein Oligopol; 070 % bis 100 % stehen für geringen Wettbewerb. Bei 100 % fehlt Wettbewerb wegen eines Monopols. Perfekter Wettbewerb liegt in der Tabelle vor, wenn CR_n = n/N beträgt.
Zentrale Vorschrift des deutschen Wettbewerbsrechts ist das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Es enthält keine Legaldefinition des Wettbewerbsbegriffs. Das Wettbewerbsrecht soll verhindern, dass Marktteilnehmer oder Dritte den Wettbewerb behindern, verzerren oder durch Verstöße gegen gute Sitten und Lauterkeit als unlauteren Wettbewerb beeinträchtigen. Verstöße führen zu Wettbewerbswidrigkeit; Wettbewerbsbehörden überwachen die Einhaltung.
Nach § 18 Abs. 4 beziehungsweise Abs. 6 GWB liegt eine marktbeherrschende Stellung vor, wenn YCR₁ mehr als 40 % beträgt, CR₂ oder CR₃ mehr als 50 % beträgt oder CR₄ oder CR₅ mehr als zwei Drittel beträgt. Eine Weiterentwicklung ist der Herfindahl-Index (HHI):
HHI = ∑₁ⁿ sᵢ².
Dabei ist sᵢ der Marktanteil des Unternehmens i in Prozent. Ein HHI unter 1000 bedeutet geringfügige Marktkonzentration, 1000 ≤ HHI ≤ 1800 moderate Marktkonzentration und HHI > 1800 hohe Konzentration. Wettbewerbsbehörden wie das Bundeskartellamt und die Federal Trade Commission verwenden den HHI unter anderem bei Übernahmen und Fusionen. In moderat konzentrierten Märkten gelten Zusammenschlüsse mit einem HHI-Anstieg von mehr als 100 Punkten als schwerwiegend bedenklich, in hoch konzentrierten Märkten genügt bereits ein Anstieg um 50 Punkte. Unterhalb dieser Schwellen ist ein Einschreiten gegen die geplante Übernahme oder Fusion unwahrscheinlich.
Wettbewerbstheorie und wirtschaftliche Wirkungen
In klassisch-liberaler Sicht führt das eigennützig-rationale Streben nach maximalem Gewinn durch den Marktmechanismus der „unsichtbaren Hand“ zugleich zu steigendem Gemeinwohl und zur günstigsten Güterversorgung. Als grundlegende Marktformen gelten freie Konkurrenz und Monopol. Niedrige Marktzutritts- und Marktaustrittsschranken sind für Wettbewerb besonders wichtig. Unter diesen Bedingungen können vorübergehende Monopolgewinne eine Signalwirkung für potenzielle Anbieter haben und dadurch neue Konkurrenz anziehen. Im Wettbewerb um Geschäftsabschlüsse setzt sich grundsätzlich das günstigste Angebot durch; die Konkurrenten schmälern sich gegenseitig die Gewinne, indem sie bei Preis, Qualität oder Verkauf günstigere Bedingungen anbieten.
John Maurice Clark versteht Wettbewerb als nie abgeschlossenen Prozess aus Vorstößen von Pionierunternehmen und Verfolgungsaktionen von Nachahmern. Vorübergehende Machtpositionen der Vorreiter sind in diesem Modell nicht nur hinnehmbar, sondern sogar erwünscht, weil sie wirtschaftliches Wachstum und technischen Fortschritt ermöglichen.
Die evolutorische Wettbewerbstheorie von Wolfgang Kerber entwickelt dieses dynamische Modell weiter. Sie überträgt die Elemente Variation und Selektion aus der Evolution auf Anbieter und Nachfrager und verbindet sie mit unvollständigem Wissen. Anbieter testen mit ihren Produkten, was Nachfrager wünschen. Die Nachfrager wählen aus und belohnen das beste Angebot durch den Kauf. Anbieter mit geringerem Erfolg verändern ihr Angebot, indem sie beispielsweise den Preis senken oder die Qualität verbessern. Dieser „wissenschaffende Prozess des Wettbewerbs“ erweitert die Kenntnis der Anbieter über Kundenpräferenzen und kann die Bedürfnisbefriedigung verbessern. Die Theorie berücksichtigt sowohl Anbieter als auch Nachfrager und kann auch in der Wettbewerbspolitik, etwa bei der Fusionskontrolle der EU-Kommission, angewendet werden.
Niklas Luhmann sieht einen Nutzen der Konkurrenz darin, Risiken zu strukturieren. Bei Intransparenz, komplexen wirtschaftlichen Zusammenhängen und fehlenden Informationen kann die Beobachtung von Konkurrenten eine praktikable Orientierung sein. Bei wenigen oder stark synchronisierten Konkurrenten besteht jedoch die Gefahr, dass deren Strategien einander ähneln. Dann kann Konkurrenz Risiken nicht mehr vermindern, sondern selbst zur Risikoquelle werden.
Die Spieltheorie modelliert Wettbewerb mathematisch. Sie kann vergangenes Wettbewerbsgeschehen erklären und als Vorhersageinstrument untersuchen, in welcher Spielart ein Wettbewerb stattfindet und welche Ressourcen und Strategien dort am besten eingesetzt werden.
Konkurrenz hat Kosten und Nutzen. Sie kann unwirtschaftlich wirken, wenn Anbieter oder Nachfrager einen negativen Kreislauf aus eigener Kraft nicht aufhalten können; dies wird mit Marktversagen und Grenzanbietern verbunden. Zur Beurteilung von Konkurrenz und koordinierter Kooperation werden unter anderem Optimierungsrechnung und Spieltheorie herangezogen, wobei auch wirtschaftspolitische Überzeugungen eine Rolle spielen. Im marktwirtschaftlichen Modell führt Wettbewerb durch Preisbildung zu einer Pareto-optimalen Allokation der Ressourcen. Er kann Verbrauchern bessere Produkte zu niedrigeren Preisen verschaffen und dadurch Konsumentenrente sowie Wohlfahrtsgewinn erhöhen. Außerdem fördert er Innovation und schnelle Anpassung, etwa durch die Konkurrenz privater Unternehmen bei DSL, deren Datenraten die Leistung von ISDN um Größenordnungen übertreffen.
Wettbewerbsintensität, Strategien und Wettbewerbsvorteile
Wettbewerbsintensität bezeichnet den Grad der wechselseitigen Abhängigkeit der Konkurrenten. Sie kann beispielsweise daran gemessen werden, wie schnell ein Vorsprung eines Konkurrenten aufgeholt wird. Wichtige Modelle stammen von Alfred E. Ott, Almarin Phillips, Erhard Kantzenbach und Michael E. Porter. Nach Porters Five-Forces hängt die Intensität von fünf Triebkräften ab: den Mitbewerbern innerhalb der Branche, potenziellen neuen Mitbewerbern, der Marktmacht der Lieferanten, der Marktmacht der Abnehmer und den Ersatzprodukten, die das eigene Produkt oder die Dienstleistung überflüssig machen können.
Eine Wettbewerbsstrategie ist ein Verhalten, das an das wettbewerbliche Umfeld angepasst ist und einen Wettbewerbsvorteil erreichen soll. Dazu gehören Verdrängungskämpfe und Preiskriege. Auch ein nicht abgesprochenes allgemeines Stillhalten kann kartellähnliche Verhältnisse erzeugen. Kartelle und andere Wettbewerbsbeschränkungen beseitigen den Wettbewerbscharakter des Marktes, indem sie Konditionen, nicht nur Preise, koordinieren. Marketingmaßnahmen können ebenfalls der Wettbewerbsvermeidung dienen, wenn sie eine Alleinstellung (USP, unique selling proposition) schützen sollen, etwa durch Patentschutz, Gebietsschutz, Alleinvertriebsabreden oder Vertriebsbindung.
Im praktischen Geschäft konkurrieren beim einzelnen Kaufprozess meist nur wenige Anbieter; für den potenziellen Kunden stehen im Allgemeinen kaum mehr als fünf Teilnehmer zur Auswahl (evoked set). Stammkunden vergleichen wegen ihrer starken Kundenbindung oft überhaupt nicht und ziehen Mitbewerber erst bei Unzufriedenheit mit dem Stammlieferanten in Betracht. Auf der Nachfragerseite entsteht Wettbewerb, wenn ein knappes Gut nachgefragt wird. Er kann beispielsweise durch offene oder verdeckte Auktionen oder durch schnelle Zusagen bei einem vom Anbieter festgelegten Preis organisiert werden.
Wettbewerbsvorteile können auf Preisvorteilen oder besonderer Produkt- beziehungsweise Dienstleistungsqualität beruhen. Preis-, Qualitäts- und Mengenwettbewerb sind dabei nie völlig unabhängig voneinander. Termintreue, Freundlichkeit, Zuverlässigkeit, Warenverfügbarkeit, große Auswahl und Kulanz können Qualitätsvorteile darstellen und Kundenbindung schaffen. Besonderes Vertrauen in solche Merkmale wird gelegentlich, nicht ganz treffend, als starke Marke bezeichnet, unabhängig von einem rechtlichen Markenschutz.
Handelsunternehmen erzielen Vorteile häufig durch Informationsmanagement: durch schnellere und genauere Informationsbeschaffung sowie durch gezielte Informationsabgabe an Absatz-, Beschaffungs-, Konkurrenz- und internen Markt. Außerdem können Handelskooperationen Vorteile schaffen. Aus Einkaufsgemeinschaften und Einkaufsgenossenschaften entwickelten sich Marketinggemeinschaften mit Gemeinschaftseinkauf, Eigenmarken, gemeinsamer Werbung und kooperativer Mitarbeiterschulung. Handelsunternehmen stehen dabei zugleich in Gruppenwettbewerb und in verschiedenen Formen des Individualwettbewerbs.
Neben der klassischen Aufteilung eines bestehenden Marktes untersucht die neuere Theorie auch endogenes Marktwachstum. Durch einen stärkeren Fokus auf die Nachfrageseite, die Analyse wertschaffender Faktoren für Käufer und die Kombination von Elementen verschiedener Märkte können neue Angebote und Nachfragepotenziale entstehen. Dadurch wird das klassische Nullsummenspiel außer Kraft gesetzt.
Abgrenzung zum sozialistischen Wettbewerb
Der sozialistische Wettbewerb war in sozialistischen Staaten eine Methode, um die Arbeitsmotivation der Werktätigen zu verbessern und gesetzte Arbeitsnormen zu erfüllen oder zu übererfüllen. Er sollte nach der damaligen Vorstellung nicht auf dem Sieg des Stärkeren über den Schwächeren beruhen, sondern auf der kameradschaftlichen Hilfe des Fortgeschrittenen gegenüber den Zurückbleibenden. Ziel war ein allgemeiner Aufschwung, besonders auf wirtschaftlichem Gebiet.
Nach § 34 Abs. 1 des Arbeitsgesetzbuchs der DDR vom Juni 1977 organisierten die Gewerkschaften den sozialistischen Wettbewerb als „umfassendsten Ausdruck des Schöpfertums der Werktätigen bei der Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft“. Die Teilnahme galt für jedes Arbeitskollektiv und jeden Werktätigen als ehrenvolle Verpflichtung.
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