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Vollständiger/Vollkommener Wettbewerb - Volkswirtschaftslehre (veraltet)
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 38 Zeilen
- Mooooiiiiin Leute, Wir gehen mal von einer vereinfachten Sache aus:
- Ihr habt bock auf Vodka und jeder Vodka ist gleich! Er sieht gleich aus, schmeckt gleich, riecht gleich, sorgt für die gleichen Kopfschmerzen. Es gibt also keinen Unterschied zwischen jeder
- Vodka-Sorte! Vodka ist also homogen. Ganz easy! Ihr fragt euch aber, wo ihr den Vodka kaufen sollt, da der Vodka doch überall gleich ist
- und 1.726.341 Verkäufer ihn anbieten! Wenn das nämlich der Fall ist, seid ihr Mitwirkende im vollständigen Markt!
- Ganz so einfach ist es dann doch nicht! Es müssen natürlich noch andere Faktoren gelten, damit ein vollständiger Wettbewerb vorliegt!
- Allgemein gesagt liegt der vollständige Wettbewerb dann vor, wenn der Markt transparent ist und es genügend Marktteilnehmer gibt, welche anbieten bzw. nachfragen.
- Kurz gesagt gibt es auf einem Markt viele Käufer, die ein bestimmtes Gut nachfragen und viele Verkäufer, die das bestimmte Gut anbieten, wobei kein einzelner Verkäufer
- einen signifikanten Einfluss auf den Marktpreis hat. Gibt es viele Verkäufer, ist der Wettbewerb riesig und man hat kaum Möglichkeiten, auf
- den Markt einzuwirken, mal abgesehen davon, dass man sich selbst um den Erfolg bringen kann, wenn man teurer als die Konkurrenz ist. Bietet man günstiger als die Konkurrenz an,
- dann kann es wohl sein, dass man mehr Käuferinnen und Käufer ansprechen kann, aber unterm Strich iz ohne Moos nix los!
- Das Modell des vollständigen Wettbewerbs oder auch vollkommener Wettbewerb bzw. vollständige Konkurrenz und ach weiß Gott was es noch für Begriffe dafür gibt, ist durch verschiedene
- Annahmen charakterisiert: Zum einen Homogenität: Das gehandelte Gut muss in jeder Hinsicht
- wie Qualität, Farbe, Geschmack oder Verpackung gleich sein und darf keine Unterschiede aufweisen! Zum Anderen haben auf vollkommenen Märkten die Nachfrager und Anbieter keine Präferenzen:
- Es muss dem Käufer völlig bums sein, von wem und wo er die benötigte Ware kauft. Dem Verkäufer ebenfalls, an wen und wohin er seine Produkte verkauft.
- Zu unterscheiden dabei sind persönliche, sachliche, räumliche und zeitliche Präferenzen. Persönliche Präferenzen wären so etwas wie persönliche Bindungen an den Geschäftsinhaber,
- sehr freundlichen Bedienungen usw. Sachliche Präferenzen sind zum Beispiel Garantieleistungen des Herstellers oder bessere Ausstattungen
- eines Produktes. Räumliche Präferenzen sind zum Beispiel, wenn man den Supermarkt, der neben dem eigenen
- Haus ist vorzieht, statt dem Supermarkt in der Stadt. Also Standortvorteile! Zu Guter Letzt sind Zeitliche Präferenzen kürzere Zahlungsfristen oder lieferungen,
- die früher ankommen! All diese Dinge gibt es in einem vollkommenen Wettbewerb nicht!
- Des Weiteren sind alle Marktteilnehmer, also Anbieter und Nachfrager perfekt informiert. Das heißt es herrscht vollkommene Markttransparenz!
- Es gibt noch tausend weitere Eigenschaften eines vollkommenen Wettbewerbs, aber das würde jetzt den Rahmen sprengen!
- Wir können noch kurz ohne weitere Erklärung aufzählen, dass es jedem Einzelnen gestattet ist in den Markt einzutreten; dass alle Marktteilnehmer unendlich schnell auf Veränderungen reagieren,
- und dass es keine Eingriffe durch den Staat oder andere Wirtschaftssubjekte gibt. Wenn jetzt einer dieser allen genannten Annahmen nicht zutreffen sollte, dann spricht man von
- einem unvollkommenen Markt oder Wettbewerb, was auch immer! Wie kommt es aber jetzt zur Preisbildung bei vollständigem Wettbewerb? Gaaaaanz einfach:
- Angenommen, ihr wollt euch wie in der Einleitung gesagt mit Vodka weghauen! Die Grenzkosten für ne Pulle Vodka liegen bei stabilen 10 Euro. Ein Unternehmen namens “Würgereiz
- ist geiler als Geiz” versucht Gewinne zu erzielen und bietet das Gut für 10,20 Euro am Markt an.
- An dieser Stelle ist es für einen Konkurrenten nämlich TheSimpleVoddi möglich, das Gut zu einem günstigeren Preis anzubieten, da bis zum Grenzkostenpreis noch ein marginaler
- Gewinn erzielt wird. Weil alle Nachfrager stets alle angebotenen Preise kennen, werden sie das Gut nicht für
- 10,20 Euro, sondern beim zweiten Unternehmen für den günstigeren Preis kaufen. Allerdings können die Anbieter das Gut auch nicht für 9,99 Euro anbieten, weil sie dann
- einen Verlust erleiden würden. Daher gilt bei vollkommener Konkurrenz immer: Preis = Grenzkosten. Kritik wird an diesem Modell schon lange ausgeübt. Vor allem weil dieses sehr realitätsfern
- sei. Zumeist treffen die oben genannten Annahmen nicht zu! Beispielsweise setzen viele Kunden auf die große Produktvielfalt und Produktdifferenzierung!
- Wenn immer ein und dasselbe Produkt angeboten wird, werden die Bedürfnisse von verschiedenen Verbrauchen nicht gestillt.
- Daneben gibt es noch viele Markteintrittsbarrieren, da manche Unternehmen in ihren Technologien fortschrittlicher sind als Andere.
- Was solltet ihr euch behalten? Das Modell des vollständigen Wettbewerbs ist ein theoretisches Modell und wir in der
- Realität wahrscheinlich nie vorkommen. Allgemein liegt der vollständige Wettbewerb dann vor, wenn der Markt transparent ist und
- es genügend Marktteilnehmer gibt, welche anbieten bzw. nachfragen. Zudem müssen einige Dinge gegeben sein: Das wären einmal:
- Homogenität Keine Präferenzen der Marktteilnehmer vollkommene Markttransparenz freier Markteintritt
- Unendlich schnelle Reaktion auf Verhaltensänderungen Keine staatlichen Eingriffe
Zum Nachlesen
Vollständige KonkurrenzUnter vollständiger Konkurrenz produzieren viele kleine Anbieter die nachgefragte Menge, wobei die Grenzkosten den Durchschnittskosten entsprechen.
Vollkommener MarktDer vollkommene Markt ist in der Volkswirtschaftslehre ein theoretisches Modell eines homogenen Marktes. Situation bei vollständiger Konkurrenz: ein Polypol …
Homogenität (Wirtschaft)Vollkommene Märkte · Marktteilnehmer verhalten sich rational im Sinne der Gewinn- oder Nutzenmaximierung, · keine Qualitätsunterschiede der Handelsobjekte, · keine …
MarktgleichgewichtAls Marktgleichgewicht bezeichnet man in der Wirtschaftswissenschaft die Marktentwicklung auf einem Markt, in der die Menge des Angebots gleich der …