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Truman-Doktrin
Ziel der Doktrin war es, die Expansion der Sowjetunion aufzuhalten, und Regierungen im Widerstand gegen den Kommunismus zu unterstützen. US-Präsident Harry S.
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Kern der Truman-Doktrin
Die Truman-Doktrin ist eine außenpolitische Erklärung des US-Präsidenten Harry S. Truman vom 12. März 1947 vor dem US-Kongress. Die USA sollten danach „freien Völkern beizustehen, die sich der angestrebten Unterwerfung durch bewaffnete Minderheiten oder durch äußeren Druck widersetzen“.
Ihr Ziel war, die Expansion der Sowjetunion aufzuhalten und Regierungen beim Widerstand gegen den Kommunismus zu unterstützen. Konkret sagten die Vereinigten Staaten Griechenland wirtschaftliche und militärische Hilfe im Griechischen Bürgerkrieg zu; auch die Türkei sollte Unterstützung erhalten. Die Doktrin beendete die amerikanische Kriegskoalition mit der Sowjetunion, markierte den Beginn des Kalten Krieges und leitete das finanzielle Engagement der USA in der Containment-Politik ein. Containment bedeutet Eindämmung: Der kommunistische Machtbereich sollte sich nicht weiter ausbreiten.
Vorgeschichte und unmittelbarer Anlass
Ein wichtiger Anlass waren die Vorgänge im Iran. Seit August 1941 hatten alliierte Truppen den neutralen Iran gemeinsam besetzt, um einen Korridor für westliche Waffenlieferungen an die Sowjetunion im Krieg gegen den NS-Staat zu schaffen. Nach dem Krieg entstand daraus eine macht- und interessenpolitische Konfrontation zwischen USA und Sowjetunion.
Stalin hielt sich nicht an den auf der Konferenz von Teheran 1943 gefassten Beschluss, sowjetische Truppen nach Kriegsende aus dem Iran abzuziehen. Die Irankrise wurde zur ersten politischen Krise des neu geschaffenen Sicherheitsrats der Vereinten Nationen; im Mai 1946 zog Stalin die Truppen schließlich ab. Die Unterstützung der kommunistischen Tudeh-Partei sowie aserbaidschanischer und kurdischer Autonomiebewegungen und die Ausrufung sowjetfreundlicher Satelliten-Republiken provozierten die USA zu einer atomaren Drohung.
Besonders betroffen waren Türkei, Griechenland und Iran; rückblickend werden auch Deutschland und Österreich genannt. Die Türkei stand seit 1945 unter Druck der UdSSR, die unter anderem territoriale Forderungen stellte. In Griechenland kämpften seit 1946 die konservative Regierung und eine aus dem antifaschistischen Widerstand hervorgegangene, kommunistisch dominierte Rebellenarmee. Als Großbritannien seine Intervention im Frühjahr 1947 aus finanziellen Gründen beendete, unterstützten die USA die monarchistische Partei.
Weltpolitischer Anspruch
Truman verband die Hilfe für Griechenland und die Türkei mit einem globalen Führungsanspruch: Die USA sollten die „freien Völker der Welt“ gegen „totalitäre Regime“ schützen. Freiheit und Totalitarismus wurden dabei als zwei gegensätzliche Lebensformen dargestellt. Dies signalisierte die Aufgabe der Zusammenarbeit mit der Sowjetunion und die Vorbereitung auf eine lange Konfrontation der Systeme; schon einen Monat später sprach man vom „Kalten Krieg“.
Die Doktrin erhob einen universellen Anspruch und stand am Beginn der amerikanischen Eindämmungspolitik gegenüber der UdSSR. Am 27. September 1947 erläuterte Stalins Mitarbeiter Schdanow auf der Gründungsversammlung der Kominform die Zwei-Lager-Theorie; daraus entwickelte sich schließlich der Kalte Krieg.
Bedeutung für die US-Außenpolitik
Mit den Argumenten der Truman-Doktrin wurden auch der Marshallplan und das US-amerikanische Engagement im Koreakrieg begründet. Sie löste den außenpolitischen Aspekt der Monroe-Doktrin endgültig ab und rechtfertigte Interventionen der USA in inneren Konflikten anderer Staaten, etwa im Griechischen Bürgerkrieg, im Koreakrieg und in Vietnam.
Die Eindämmung des kommunistischen Machtbereichs zugunsten der „freien Welt“ wies den USA faktisch die Rolle einer globalen Ordnungsmacht zu. Das stand im Gegensatz zum Isolationismus, der in der Zwischenkriegszeit die Politik geprägt hatte. Auch nach dem Ende des Kalten Krieges spielte dieser globale Anspruch im „Krieg gegen den Terror“ eine große Rolle.
Zentrale Aussagen der Rede
Truman erklärte, fast jede Nation müsse zwischen zwei Lebensformen wählen, oft nicht frei. Die eine beruhe auf dem Willen der Mehrheit und umfasse freie Institutionen, repräsentative Regierung, freie Wahlen, persönliche Freiheit sowie Rede-, Religions- und Schutz vor politischer Unterdrückung. Die andere werde einer Mehrheit gewaltsam durch eine Minderheit aufgezwungen und stütze sich auf Terror, Unterdrückung, Zensur, manipulierte Wahlen und den Entzug persönlicher Freiheiten.
Unter Beistand verstand Truman vor allem wirtschaftliche und finanzielle Hilfe als Grundlage wirtschaftlicher Stabilität und geordneter politischer Verhältnisse. Veränderungen des Status quo – des bestehenden Zustands – sollten nicht durch Zwang oder politische Infiltration unter Verletzung der Charta der Vereinten Nationen erfolgen. Die Unterstützung freier und unabhängiger Nationen sollte nach seiner Darstellung zugleich die Prinzipien der Vereinten Nationen verwirklichen und den Weltfrieden sichern.
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