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Containment-Politik
Truman in der nach ihm benannten Truman-Doktrin am 12. März 1947 als offizielle Linie der amerikanischen Außenpolitik verkündet. Umsetzung. Bearbeiten. Als …
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Grundidee der Containment-Politik
Die Containment-Politik, auch Eindämmungspolitik genannt, war seit 1947 die Politik der USA gegenüber der UdSSR. Sie prägte den Kalten Krieg. Ihr Ziel war, die Ausbreitung von Kommunismus und Stalinismus zu verhindern oder einzudämmen. Dabei sollte sowjetischer Einfluss durch politischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Gegendruck begrenzt werden.
Entstehung nach dem Zweiten Weltkrieg
In der Endphase des Zweiten Weltkriegs entstanden Spannungen zwischen den Westalliierten und der Sowjetunion über die Friedensordnung in Europa. Die USA und Großbritannien beriefen sich auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Die Sowjetunion strebte dagegen eine Einflusssphäre sozialistischer Satellitenstaaten an, also formal eigenständiger Staaten, die tatsächlich von ihr abhängig waren.
In Osteuropa entstanden sozialistische oder kommunistische Regime: in Polen, Albanien und Bulgarien 1944, in Ungarn 1945 sowie in der Tschechoslowakei und Rumänien 1948. Finnland musste im Waffenstillstand von Moskau 1944 große Gebiete an die Sowjetunion abtreten, die Beziehungen zum Deutschen Reich abbrechen und 1948 ein „Freundschafts- und Kooperationsabkommen“ mit der Sowjetunion schließen.
Truman-Doktrin und Kennans Konzept
Präsident Harry S. Truman setzte den sowjetischen Expansionsbestrebungen ein außenpolitisches Konzept entgegen, das als „anti-imperialistisch“ bezeichnet wurde. Außenminister George C. Marshall ließ dafür unter George F. Kennan einen außenpolitischen Planungsstab arbeiten.
Kennan stellte die Politik im Juli 1947 in Foreign Affairs vor. Sein Artikel „The Sources of Soviet Conduct“ erschien unter dem Pseudonym „X“ und wird deshalb auch X-Artikel genannt. Kennan betonte die inhärenten Schwächen des Sowjetsystems. Wenn die USA ihre eigenen Stärken nutzten und eine Führungsrolle übernähmen, könnten sie den russischen Expansionstendenzen ausreichend Gegendruck entgegensetzen.
Bereits am 12. März 1947 hatte Truman in der Truman-Doktrin die aktive Unterstützung anderer Staaten gegen drohende kommunistische Umsturzversuche zur offiziellen Linie der US-Außenpolitik erklärt.
Umsetzung im Kalten Krieg
Ein zentraler Bestandteil war der Marshallplan. Er sollte europäische Länder wirtschaftlich stärken, eine handstreichartige Übernahme Westeuropas durch die Sowjetunion verhindern und die dauerhafte Zusammenarbeit europäischer Staaten fördern. Der Nordatlantikpakt, der am 24. April 1949 in Kraft trat, war der sicherheitspolitische Teil dieser Politik.
Unter Berufung auf die Truman-Doktrin unterstützten die USA die Royalisten im Griechischen Bürgerkrieg, Südkorea im Krieg gegen den kommunistischen Norden und Frankreich im Indochinakrieg. Auch Entwicklungsländer erhielten gezielte US-Wirtschaftshilfe, die jedoch nicht denselben wirtschaftlich positiven Effekt wie in Europa hatte.
In China scheiterte das Containment: George C. Marshall, George F. Kennan, Dean Acheson und Truman kamen zu dem Schluss, dass die korrupte und reformfeindliche Militärdiktatur Chiang Kai-sheks sich auch mit amerikanischer Hilfe nicht gegen die kommunistischen Bürgerkriegsarmeen durchsetzen könne. China und die US-Politik in Lateinamerika zeigen zudem, dass die USA zur Eindämmung der „kommunistischen Gefahr“ bereit waren, Diktaturen zu unterstützen.
Veränderungen und spätere Anwendung
In der Ära Eisenhower wurde die Containment-Politik fortgesetzt und radikalisiert. Das eher defensive Prinzip wurde zugunsten der aggressiveren Rollback-Politik verändert, die sowjetisch-kommunistischen Einfluss zurückdrängen sollte. Tatsächlich entstand in der Eisenhower-Ära ein Mischkonzept aus Containment und Rollback.
Nach dem Ende des Kalten Krieges wurde Containment zur Einhegung Saddam Husseins eingesetzt. Sanktionen sollten eine Aufrüstung des Staates verhindern; Flugverbotszonen sollten die Anwendung von Gewaltmitteln im eigenen Land erschweren. Die Wirksamkeit der Sanktionen wurde unterschiedlich beurteilt.
Auch gegen die Islamische Republik Iran wurden wegen ihres Atomprogramms Sanktionen verhängt. Sie sollten das Land vom Bau einer Atombombe abhalten. Wolfgang Ischinger wies darauf hin, dass bei einer solchen Strategie stets die Gefahr bestehe, dass rote Linien „ausgetestet“ würden. Anfang 2016 wurden die Sanktionen aufgrund von Zusicherungen Irans aufgehoben.