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Präsident der Europäischen Zentralbank

Der Präsident ist Vorsitzender des EZB-Direktoriums, welches die Geschäfte der EZB führt und sich um die Durchführung der Beschlüsse des EZB-Rates kümmert.

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Amt und Bedeutung
  2. 2. Wahl und Amtszeit
  3. 3. Streit um den ersten Präsidenten
  4. 4. Präsidenten und Vizepräsidenten
  5. 5. Gehalt

Amt und Bedeutung

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) leitet die Institution, die für den Euro und die Geldpolitik in der Eurozone der Europäischen Union verantwortlich ist. Das Amt besteht seit dem 1. Juni 1998; erster Amtsinhaber war Wim Duisenberg. Amtssitz ist Frankfurt am Main.

Der Präsident führt den Vorsitz im EZB-Direktorium. Dieses leitet die Geschäfte der EZB und setzt die Beschlüsse des EZB-Rates um. Außerdem vertritt der Präsident die Bank nach außen, beispielsweise beim G-20-Gipfel. Er gehört dem Rat der EZB und dem Erweiterten Rat der EZB an. Seine Stellvertretung übernimmt der Vizepräsident.

Wahl und Amtszeit

Der Präsident wird vom Europäischen Rat gewählt. In den Angaben des Artikels wird außerdem eine Ernennung durch den Präsidenten der Europäischen Kommission mit Zustimmung des Europäischen Rates genannt. Die reguläre Amtszeit beträgt acht Jahre; eine Wiederwahl ist ausgeschlossen.

Amtierende Präsidentin ist Christine Lagarde aus Frankreich. Sie trat ihr Amt am 1. November 2019 an; ihre Amtszeit endet am 31. Oktober 2027.

Streit um den ersten Präsidenten

Die erste Besetzung des Amtes war politisch umstritten. Deutschland unterstützte Wim Duisenberg, während die französische Regierung Jean-Claude Trichet bevorzugte. Der französische Präsident Jacques Chirac erklärte, Frankreich sei die Leitung der EZB als Gegenleistung für deren Ansiedlung in Frankfurt zugesagt worden. Bundeskanzler Helmut Kohl widersprach.

Als Kompromiss erhielt Duisenberg zunächst mit Christian Noyer einen französischen Vizepräsidenten und sagte zu, nur einen Teil seiner Amtszeit zu absolvieren, damit anschließend Trichet folgen könne. Nach seiner Wahl betonte Duisenberg, dass ihn diese Zusage nicht binde, und lehnte zunächst einen Rücktritt ab. Dennoch schied er aus Altersgründen ungefähr zur Mitte seiner Amtszeit aus.

Präsidenten und Vizepräsidenten

Bisher gab es vier Präsidenten der EZB:

• Wim Duisenberg aus den Niederlanden: 1. Juni 1998 bis 31. Oktober 2003 • Jean-Claude Trichet aus Frankreich: 1. November 2003 bis 31. Oktober 2011 • Mario Draghi aus Italien: 1. November 2011 bis 31. Oktober 2019 • Christine Lagarde aus Frankreich: seit 1. November 2019; vorgesehenes Ende am 31. Oktober 2027

Auch die Vizepräsidenten werden im Artikel aufgeführt:

• Christian Noyer aus Frankreich: 1. Juni 1998 bis 31. Mai 2002 • Loukas Papadimos aus Griechenland: 1. Juni 2002 bis 31. Mai 2010 • Vítor Constâncio aus Portugal: 1. Juni 2010 bis 31. Mai 2018 • Luis de Guindos aus Spanien: seit 1. Juni 2018; vorgesehenes Ende am 31. Mai 2026

Noyer wurde ausnahmsweise nur für vier Jahre ernannt, damit das Ende seiner Amtszeit mit dem erwarteten Rücktritt Duisenbergs zusammenfiel. Seit Loukas Papadimos beträgt die Amtszeit der Vizepräsidenten acht Jahre.

Gehalt

Die Angaben zum Gehalt sind im Artikel nicht einheitlich: In der Übersicht wird ein Jahresgehalt von 421.308 Euro genannt. Der eigene Abschnitt zum Gehalt beziffert dagegen das Grundgehalt im Jahr 2025 auf knapp 216.000 Euro. Der Unterschied kann anhand des vorliegenden Textes nicht weiter aufgelöst werden.

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