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Pam Bondi
Pamela Jo „Pam“ Bondi (* 17. November 1965 in Tampa, Florida) ist eine US-amerikanische Juristin und Politikerin. Vom 4. Februar 2025 bis 1.
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Überblick und Ausbildung
Pamela Jo „Pam“ Bondi (* 17. November 1965 in Tampa, Florida) ist eine US-amerikanische Juristin und Politikerin der Republikanischen Partei. Sie war von 2011 bis Januar 2019 Attorney General von Florida, also die oberste Justizvertreterin dieses Bundesstaats, und als erste Frau in dieses Amt gewählt worden. Danach arbeitete sie unter anderem als Lobbyistin und als Anwältin für Donald Trump.
Bondi wuchs in Temple Terrace und Tampa in Florida auf. Ihr Vater Joseph Bondi war zunächst Stadtratsmitglied und später Bürgermeister von Temple Terrace. 1987 schloss sie an der University of Florida ein Studium der Strafjustiz mit dem Bachelor ab. 1990 erwarb sie an der Stetson Law School in Gulfport den Juris Doctor, den berufsqualifizierenden juristischen Abschluss; 1991 wurde sie als Rechtsanwältin in Florida zugelassen. Bis 2000 gehörte sie der Demokratischen Partei an, dann wechselte sie zur Republikanischen Partei.
Staatsanwältin und Attorney General von Florida
Während des Jurastudiums absolvierte Bondi ein Praktikum bei der Staatsanwaltschaft des Hillsborough County. Anschließend war sie dort 18 Jahre Staatsanwältin und wurde als Anklägerin in Mordprozessen bekannt. Sie vertrat unter anderem die Anklage im Todesfall Martin Lee Anderson.
Bei der Wahl 2010 gewann Bondi nach einer republikanischen Vorwahl, in der sie auch von Sarah Palin unterstützt wurde, gegen den Demokraten Daniel Saul Gelber. Ihre Amtszeit begann im Januar 2011. In der ersten Amtszeit leitete sie eine erfolglose Klage Floridas und 26 weiterer Bundesstaaten gegen das US-Gesundheitsministerium unter Barack Obama. Gegenstand war die individuelle Versicherungspflicht des Patient Protection and Affordable Care Act (ACA); die Kläger hielten sie für verfassungswidrig.
2014 wurde sie gegen den Demokraten George Henry Sheldon wiedergewählt. 2018 beteiligte sich Florida mit 19 weiteren republikanisch geführten Bundesstaaten an einer Klage gegen ACA-Regelungen. Diese untersagten Versicherungen, Menschen mit Vorerkrankungen höhere Beiträge zu berechnen oder ihnen den Versicherungsschutz vollständig zu verweigern.
In Bondis zweiter Amtszeit ereigneten sich der Angriff auf den Pulse Nightclub in Orlando 2016 und der Amoklauf an der Marjory Stoneman Douglas Highschool 2018, zwei der tödlichsten Massenschießereien in Floridas Geschichte. Nach Orlando erklärte sie, die LGBT-Community schützen zu wollen. Nach der Schulschießerei forderte sie die Todesstrafe und setzte sich mit Gouverneur Rick Scott für ein höheres Mindestalter beim Kauf von Schusswaffen ein. Sie trat regelmäßig bei Fox News auf und wurde 2018 zusätzlich Co-Moderatorin von The Five. Im Vorwahlkampf 2015/2016 unterstützte sie Donald Trump statt Marco Rubio und verwies auf ihre langjährige Bekanntschaft mit Trump sowie dessen Führungsqualitäten.
Tätigkeiten für Trump und als US-Justizministerin
Weil sie nicht erneut gewählt werden konnte, schied Bondi im Januar 2019 aus dem Amt in Florida aus und wechselte zur Lobbyfirma Ballard Partners, die enge Verbindungen zu Donald Trump hatte. Sie war als registrierte Lobbyistin für Katar tätig, gehörte in Trumps erster Amtszeit der Opioid and Drug Abuse Commission an und vertrat Trump im ersten Amtsenthebungsverfahren 2019 und 2020. Ein Sonderstatus als Regierungsangestellte erlaubte ihr laut Artikel, zugleich für die Regierung und als Lobbyistin zu arbeiten. Im Dezember 2020 berief Trump sie in den Stiftungsrat des John F. Kennedy Center for the Performing Arts.
Bei der Republican National Convention 2020 behauptete Bondi, eine Präsidentschaft Joe Bidens würde Familienmitgliedern wie Hunter Biden nutzen; der Artikel bewertet die dabei herangezogenen Umstände als unzutreffend. Nach der Wahl 2020 vertrat sie Trump gerichtlich in Pennsylvania. Ein Gericht erlaubte Wahlbeobachtern im Philadelphia County, aus geringerem Abstand zu beobachten. 2023 sagte sie bei Fox News, „Ankläger angeklagt würden“ („prosecutors will be prosecuted“), und führte die Anklage gegen Trump auf einen „Deep State“ zurück. Bis 2025 hatte sie eine leitende Position beim America First Policy Institute, einer Pro-Trump-Denkfabrik.
Trump nominierte Bondi am 21. November 2024 als United States Attorney General, nachdem Matt Gaetz auf die Ernennung verzichtet hatte. Der Senat bestätigte sie, und sie wurde am 5. Februar 2025 vereidigt. Der einleitende Artikeltext nennt ihre Amtszeit vom 4. Februar 2025 bis 1. April 2026; zugleich heißt es, Trump habe ihre Entlassung am 2. April 2026 auf Truth Social erklärt. Er kündigte eine Position in der Privatwirtschaft für sie an. Der Artikel nennt als vermuteten Zusammenhang auch ihren Umgang mit den Epstein-Akten.
Kontroversen und Privates
Der Artikel schildert mehrere Vorwürfe und Kontroversen. Seit 2010 erregten Kontakte zu Scientology und von Scientologen organisierte Spendenaktionen für Bondis Wahlkämpfe Aufmerksamkeit. Bondi erklärte, die Gruppe wolle ihr beim Vorgehen gegen Menschenhandel helfen. 2011 setzten laut Artikel zwei Anwälte, die gegen Lender Processing Services ermittelten, nach Druck aus Bondis Umfeld ihre Arbeit nieder; danach erhielt Bondi Wahlkampfspenden des Unternehmens. Sie bestritt einen Zusammenhang im Sinne eines Quid pro quo, also einer Gegenleistung für die Spenden.
2013 veranlasste sie Gouverneur Rick Scott, eine Hinrichtung wegen einer Spendenveranstaltung zu verschieben. Ebenfalls 2013 erhielt ihr Wahlkampfkonto 25.000 US-Dollar von der Donald J. Trump Stiftung, nachdem ihr Büro mindestens 22 Betrugsbeschwerden zur Trump University erhalten hatte. Bondi entschied später, Florida werde sich nicht einer Klage des New Yorker Attorney General Eric Schneiderman anschließen. Die IRS stellte fest, dass die Spende gesetzeswidrig war; Bondi und ihre Wahlkampforganisation wurden jedoch weder bestraft noch strafrechtlich belangt. Bondi bestritt bereits zuvor einen Zusammenhang zwischen der Spende und der Einstellung eines Betrugsverfahrens gegen Trump.
Während der Auszählung der Präsidentschaftswahl 2020 behauptete sie ohne belastbare Fakten groß angelegten Wahlbetrug in Georgia, Pennsylvania und Wisconsin zu Lasten Trumps. Im ersten Amtsenthebungsverfahren erhob sie Korruptionsvorwürfe gegen Joe und Hunter Biden in der Ukraine. Der Artikel erwähnt außerdem Treffen Bondis mit Lev Parnas im Jahr 2018; Parnas wurde 2019 wegen des Verdachts festgenommen, illegale ausländische Gelder an republikanische Politiker weitergeleitet zu haben.
Im Februar 2026 wurde Bondis Auftritt vor dem Kongress wegen ihres Umgangs mit den Epstein-Akten kritisiert. Der Artikel berichtet, sie habe Aussagen verweigert und später Fehler eingeräumt, weil unter ihrer Führung Namen und Fotos von Epstein-Opfern veröffentlicht, Namen einflussreicher mutmaßlicher Komplizen aber geschwärzt worden seien. In ihrem Privatleben war sie 1990 für 22 Monate verheiratet und von 1996 bis 2002 ein zweites Mal. 2012 berichtete die Presse über eine Verbindung mit einem verwitweten Augenarzt.