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Kabinett Trump II
Das Kabinett Trump II besteht aus den Ministern des seit 20. Januar 2025 amtierenden 47. Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Trump, …
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Einordnung und politische Ausgangslage
Das Kabinett Trump II ist die Regierung des 47. Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Trump. Es besteht aus den Ministern sowie weiteren Amtsträgern der Exekutive mit Kabinettsrang. Es begann am 20. Januar 2025, gehört zur 119. Legislaturperiode und folgte auf das Kabinett Biden. Trump gewann die Wahl 2024 im Electoral College mit 312 von 538 Wahlleuten (58,0 %). Die Regierung wird der Republikanischen Partei zugeordnet und hat 15 Minister.
Im 119. Kongress verfügten die Republikaner über 220 von 435 Sitzen im Repräsentantenhaus (50,6 %) und 53 von 100 Sitzen im Senat (53,0 %). Damit bestand ein „Unified government“: Präsident und Mehrheiten in beiden Kammern des Kongresses gehörten derselben Partei an.
Minister und Kabinettsrang
Präsident ist Donald Trump, Vizepräsident JD Vance; beide sind seit dem 20. Januar 2025 im Amt. Die wichtigsten Ministerämter sind: Außenminister Marco Rubio (seit 21. Januar 2025), Finanzminister Scott Bessent (parteilos, seit 28. Januar 2025), Verteidigungsminister Pete Hegseth (seit 24. Januar 2025), Innenminister Doug Burgum (seit 31. Januar 2025), Handelsminister Howard Lutnick (seit 19. Februar 2025), Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. (parteilos, seit 13. Februar 2025), Verkehrsminister Sean Duffy (seit 28. Januar 2025), Energieminister Chris Wright (seit 4. Februar 2025) und Bildungsministerin Linda McMahon (seit 3. März 2025).
Weitere Minister sind Brooke Rollins für Landwirtschaft, Scott Turner für Wohnungsbau und Stadtentwicklung, Doug Collins für Kriegsveteranen sowie Markwayne Mullin für Innere Sicherheit. Bei einzelnen Ämtern gab es Wechsel: Pam Bondi war vom 4. Februar 2025 bis 2. April 2026 Justizministerin; Todd Blanche ist seit 8. August 2026 im Amt und war zuvor geschäftsführend tätig. Lori Chavez-DeRemer war vom 11. März 2025 bis 20. April 2026 Arbeitsministerin; seither führt Keith Sonderling das Amt geschäftsführend. Kristi Noem war bis 24. März 2026 Ministerin für Innere Sicherheit; danach übernahm Markwayne Mullin.
Kabinettsrang haben außerdem unter anderem Stabschefin des Weißen Hauses Susie Wiles, UNO-Botschafter Mike Waltz, EPA-Leiter Lee Zeldin, OMB-Direktor Russell Vought, Handelsbeauftragter Jamieson Greer, CIA-Direktor John Ratcliffe und Leiterin der Mittelstandsbehörde Kelly Loeffler. Tulsi Gabbard leitete die nationalen Nachrichtendienste vom 12. Februar 2025 bis 30. Juni 2026; anschließend übernahm Bill Pulte die Aufgabe geschäftsführend. Nach Darstellung von Politico beeinflussten nicht das republikanische Parteiestablishment, sondern unter anderem Susie Wiles, Linda McMahon, Donald Trump Jr., JD Vance, Tulsi Gabbard, Elon Musk, Howard Lutnick und Robert F. Kennedy Jr. die Kabinettsbildung.
Kommissarische Amtsführung
Vom Präsidenten nominierte Minister und weitere Personen mit Kabinettsrang müssen zunächst vom US-Senat bestätigt werden. Bis zur Bestätigung führten deshalb kommissarische Amtsinhaber die jeweiligen Behörden.
Beispiele sind Lisa D. Kenna als kommissarische Außenministerin vom 20. bis 21. Januar 2025, David Lebryk als Finanzminister vom 20. bis 28. Januar 2025 und James McHenry als Justizminister vom 20. Januar bis 4. Februar 2025. In weiteren Ressorts übernahmen unter anderem Walter Cruickshank, Gary Washington, Jeremy Pelter, Vince Micone, Dorothy Fink, Matt Ammon, Judith Kaleta, Ingrid Kolb, Denise L. Carter und Todd B. Hunter vorübergehend die Amtsführung.
Auch Positionen mit Kabinettsrang wurden übergangsweise besetzt, etwa die EPA durch James Payne bis 30. Januar 2025, das Office of Management and Budget durch Matthew Vaeth bis 7. Februar 2025, die CIA durch Tom Sylvester bis 23. Januar 2025 und das Amt des UNO-Botschafters durch Dorothy Shea bis 21. September 2025. Bei den nationalen Nachrichtendiensten waren Stacey Dixon vom 20. bis 25. Januar 2025 und anschließend Lora Shiao bis 12. Februar 2025 kommissarisch tätig.
Weitere zentrale Positionen
Zum Executive Office of the President gehören mehrere Berater und Leitungsfunktionen des Weißen Hauses. Stephen Miller ist seit 20. Januar 2025 stellvertretender Stabschef für Politik und zugleich Berater für Innere Sicherheit. Dan Scavino, James Blair, Taylor Budowich, Nicholas Luna und William „Beau“ Harrison sind ebenfalls stellvertretende Stabschefs mit unterschiedlichen Zuständigkeiten. Karoline Leavitt ist Pressesprecherin, Steven Cheung Kommunikationsdirektor und David Warrington Rechtsberater des Weißen Hauses.
Der Nationale Sicherheitsberater Michael Waltz war vom 20. Januar bis 1. Mai 2025 im Amt; seitdem übernimmt Außenminister Marco Rubio diese Funktion kommissarisch. Elon Musk war vom 20. Januar bis 28. Mai 2025 Senior Advisor für Regierungseffizienz und leitete das Department of Government Efficiency vom 20. Januar bis 29. Mai 2025. Weitere genannte Sonderfunktionen sind Steve Witkoff als Sondergesandter für den Nahen Osten, Tom Homan für Grenzschutz, Alice Marie Johnson für Begnadigung und David O. Sacks für KI und Krypto.
Bei weiteren Behörden sind unter anderem Kash Patel seit 21. Februar 2025 Direktor des FBI, Jared Isaacman seit 18. Dezember 2025 Administrator der NASA und Sean Barbabella seit 7. März 2025 Arzt des Präsidenten. Mehrere Stellen waren noch nicht endgültig besetzt: Sara A. Carter war für das Office of National Drug Control Policy, Sean Cairncross als nationaler Cyberdirektor, Crystal Carey beim National Labor Relations Board sowie Scott Kupor für das Office of Personnel Management nominiert, aber noch nicht vom Senat bestätigt.
Zurückgezogene Nominierungen
Donald Trump nominierte zunächst Matt Gaetz für das Amt des Justizministers. Gaetz zog sich nach mehreren gegen ihn erhobenen Vorwürfen zurück.
Elise Stefanik war zuerst als Botschafterin bei den Vereinten Nationen vorgesehen. Trump zog ihre Nominierung wegen der knappen republikanischen Mehrheit im Parlament zurück. Jared Isaacman war von Dezember 2024 bis Mai 2025 als Administrator der NASA nominiert.