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Donald Trump
Donald John Trump [ˈdɑn.əld dʒɑn tɹɐmp] (* 14. Juni 1946 in Queens, New York City) ist ein US-amerikanischer Politiker der Republikanischen Partei.
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Person, Karriere und politische Bedeutung
Donald John Trump (* 14. Juni 1946 in Queens, New York City) ist ein US-amerikanischer Unternehmer, ehemaliger Fernsehmoderator und Politiker der Republikanischen Partei. Er war von 2017 bis 2021 der 45. und ist seit dem 20. Januar 2025 der 47. Präsident der Vereinigten Staaten. Nach Grover Cleveland ist er damit der zweite US-Präsident, der nach einer Abwahl später erneut gewählt wurde. Trump gilt als einer der umstrittensten Politiker der US-Geschichte. Gegen ihn wurden als erstem Präsidenten zwei Amtsenthebungsverfahren eingeleitet; außerdem ist er der erste strafrechtlich verurteilte ehemalige US-Präsident.
Trump wuchs als viertes von fünf Kindern des Immobilienunternehmers Fred C. Trump und der aus Schottland eingewanderten Mary Anne MacLeod in wohlhabenden Verhältnissen auf. Nach dem Besuch der New York Military Academy studierte er von 1964 bis 1966 an der Fordham University und anschließend an der Wharton School der University of Pennsylvania. 1968 erwarb er einen Bachelorabschluss in Wirtschaftswissenschaft. Vom Vietnamkriegsdienst wurde er nach mehreren Zurückstellungen aus medizinischen Gründen befreit; Trump nannte später Fersensporne als Grund.
Trump war dreimal verheiratet: mit Ivana Zelníčková, Marla Maples und seit 2005 mit Melania Knauss. Er hat fünf Kinder. Ivanka Trump und ihr Ehemann Jared Kushner gehörten während seiner ersten Präsidentschaft zu seinen wichtigsten Beratern. Trump wurde presbyterianisch erzogen und bezeichnet sich seit 2020 als nicht konfessionsgebundenen Christen.
Sein als Trumpismus bezeichneter Politikstil verbindet Populismus, Konservatismus, Autoritarismus, Nationalismus, Protektionismus, Wirtschaftsliberalismus und Isolationismus. Kennzeichnend sind einfache, konfrontative Sprache, persönliche Angriffe, die direkte Ansprache seiner Anhänger über soziale Medien und die Darstellung als Gegner politischer Eliten.
Unternehmer, Marke und Vermögen
Trump arbeitete seit dem Studium im Immobilienunternehmen seines Vaters und übernahm 1971 die Geschäftsführung von Trump Management, später The Trump Organization. Das Unternehmen verwaltete damals etwa 14.000 Mietwohnungen. 1973 wurde ihm systematische Benachteiligung afroamerikanischer Mietinteressenten vorgeworfen; das Verfahren endete 1975 mit einem Vergleich.
Seinen Aufstieg in Manhattan begann Trump mit der Umwandlung des Commodore Hotels in das 1980 eröffnete Grand Hyatt. Möglich wurde das Projekt durch Kontakte, Kredite und Bürgschaften seines Vaters sowie eine außergewöhnliche Steuerbefreiung. Der 1983 fertiggestellte Trump Tower machte seinen Namen international bekannt. Das von einem Ghostwriter verfasste Buch The Art of the Deal wurde 1987 ein Bestseller und stärkte das Bild Trumps als besonders erfolgreicher Geschäftsmann.
In Atlantic City betrieb Trump mehrere Casinos. Seine verlustreichen Projekte, eine Fluggesellschaft und hohe Kreditlasten führten 1990 zu Verbindlichkeiten von 3,2 Milliarden US-Dollar. Gläubiger gewährten weitere Kredite, weil sie den Wert der Marke Trump erhalten wollten. Die Casinogesellschaft Trump Entertainment Resorts meldete zwischen 2004 und 2014 dreimal Konkurs an. Ab 1995 wurden erhebliche Verluste auf Aktionäre verlagert, während Trump bis 2009 insgesamt 44 Millionen US-Dollar Managementvergütung erhielt.
Neue Bekanntheit erlangte er ab 2004 als Star der Realityshow The Apprentice. Sein Ausspruch „You're fired“ wurde zum Markenzeichen. Der Fernseherfolg trug wesentlich zu seinem späteren politischen Aufstieg bei. Daneben vergab Trump Lizenzen für Immobilien, Kleidung, Parfüms und andere Produkte. Die Trump University verkaufte von 2005 bis 2010 Immobilienseminare für bis zu 34.995 US-Dollar. Nach Betrugsvorwürfen stimmte Trump 2016 einer Zahlung von 25 Millionen US-Dollar an ehemalige Teilnehmer zu.
Trumps Vermögensangaben blieben umstritten. Während er 2015 mehr als zehn Milliarden US-Dollar angab, lagen externe Schätzungen deutlich niedriger. Recherchen der New York Times zufolge erhielt er aus dem Vermögen seines Vaters insgesamt mehr als 400 Millionen US-Dollar. Veröffentlichte Steuerunterlagen zeigten für 2015 bis 2020 stark schwankende Ergebnisse und insgesamt 1,1 Millionen US-Dollar Einkommensteuer. Seit 2024/25 bauten Trump und seine Familie zudem Geschäfte mit Kryptowährungen auf, darunter World Liberty Financial, den Stablecoin USD1 und den Meme-Coin $TRUMP; daraus entstanden neue Vorwürfe möglicher Interessenkonflikte.
Aufstieg zum Präsidenten und erste Amtszeit
Trump unterstützte über Jahrzehnte Politiker beider großer Parteien und wechselte mehrfach seine Parteiregistrierung. Seit 2012 ist er wieder Republikaner. Vor seiner Präsidentschaft vertrat er teilweise Positionen links des republikanischen Mainstreams, etwa zur Krankenversicherung, zu Steuern und zum Schwangerschaftsabbruch. Später rückte er deutlich nach rechts.
Am 16. Juni 2015 erklärte Trump seine Präsidentschaftskandidatur. Unter den Slogans „Make America Great Again“, „America First“ und „Drain the Swamp“ versprach er unter anderem eine Mauer an der Grenze zu Mexiko, die Abschiebung von elf Millionen Menschen ohne Aufenthaltsrecht, zeitweise ein Einreiseverbot für Muslime, protektionistische Handelspolitik und die Aufhebung von „Obamacare“. Der Wahlkampf war durch Verschwörungserzählungen, rassistische und sexistische Äußerungen sowie persönliche Angriffe geprägt. Obwohl Hillary Clinton 48,18 Prozent und Trump 46,09 Prozent der Wählerstimmen erhielten, gewann Trump am 8. November 2016 mit der Mehrheit im Wahlmännerkollegium.
Seine erste Amtszeit begann am 20. Januar 2017. Innenpolitisch setzte Trump eine Steuerreform mit deutlichen Entlastungen für Unternehmen und Vermögende, Deregulierung und einen protektionistischen Wirtschaftskurs durch. Seine Versuche, „Obamacare“ abzuschaffen, scheiterten. Er verhängte Einreisebeschränkungen für mehrere mehrheitlich muslimische Staaten, trennte im Rahmen einer Nulltoleranzpolitik Tausende Migrantenkinder von ihren Eltern und verfolgte einen „Law and Order“-Kurs. Seine Regierung zog die USA aus dem Pariser Klimaabkommen zurück, förderte fossile Energieträger und verkleinerte Schutzgebiete.
Außenpolitisch stellte Trump nationale Interessen unter „America First“ in den Mittelpunkt. Er erkannte Jerusalem als Hauptstadt Israels an, zog die USA aus dem Atomabkommen mit Iran zurück, verschärfte den Konflikt mit China und ließ 2017 Syrien mit Marschflugkörpern angreifen. Mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un traf er sich dreimal; eine überprüfbare Denuklearisierung wurde nicht erreicht. Seine Regierung lieferte der Ukraine Panzerabwehrraketen. Zugleich belasteten seine Haltung zu Russland, seine Kritik an Verbündeten und Zweifel an der NATO die traditionellen Bündnisse.
Trump ernannte Neil Gorsuch, Brett Kavanaugh und Amy Coney Barrett an den Supreme Court. Dadurch entstand eine konservative Mehrheit von 6:3, die 2022 das seit rund 50 Jahren bestehende landesweite Recht auf Schwangerschaftsabbruch aufhob. Die COVID-19-Gefahr spielte Trump 2020 trotz interner Warnungen bewusst herunter. Seine Personalpolitik war von ungewöhnlich hoher Fluktuation, zahlreichen unbesetzten Stellen und der Beschäftigung von Familienangehörigen geprägt.
Wahlniederlage, Kapitol und Amtsenthebungen
Das erste Amtsenthebungsverfahren entstand 2019 aus Trumps Versuch, den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu Ermittlungen gegen Joe Biden und dessen Sohn Hunter zu bewegen. Dabei soll bereits zugesagte Militärhilfe von fast 400 Millionen US-Dollar als Druckmittel zurückgehalten worden sein. Das Repräsentantenhaus klagte Trump wegen Machtmissbrauchs und Behinderung des Kongresses an. Im Februar 2020 sprach ihn der Senat frei; für eine Verurteilung wären 67 Stimmen erforderlich gewesen.
Bei der Präsidentschaftswahl 2020 verlor Trump gegen Joe Biden. Er erkannte das Ergebnis nicht an und behauptete ohne Belege, die Wahl sei gestohlen worden. Am 6. Januar 2021 griffen Anhänger Trumps das Kapitol an, während der Kongress den Wahlsieg Bidens bestätigen sollte. Das Repräsentantenhaus leitete wegen Anstiftung zum Aufruhr ein zweites Amtsenthebungsverfahren ein. Im Senat stimmten 57 Mitglieder für und 43 gegen eine Verurteilung; die notwendige Zweidrittelmehrheit wurde erneut verfehlt. Ein Untersuchungsausschuss des Kongresses kam 2022 zu dem Schluss, Trump habe den Angriff initiiert, um sich verfassungswidrig an der Macht zu halten.
Nach seinem Ausscheiden verbreitete Trump die Wahlbetrugsbehauptung als „Big Lie“ weiter. Sie prägte große Teile der Republikanischen Partei; laut einer CNN-Umfrage vom April 2021 glaubten 70 Prozent der befragten Republikaner an einen gestohlenen Wahlsieg. Trump bekämpfte innerparteiliche Kritiker und unterstützte Kandidaten, die seine Darstellung übernahmen. Zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine äußerte er wechselnde Positionen, lobte zunächst Putins Vorgehen und erklärte später, den Krieg durch Gebietsabtretungen oder Verhandlungen schnell beenden zu können. Nach seinem erneuten Amtsantritt 2025 gab er auch der Ukraine und Selenskyj eine Mitschuld, was von europäischen Politikern und den Vereinten Nationen als Täter-Opfer-Umkehr kritisiert wurde.
Vorwürfe und Gerichtsverfahren
Seit den 1970er-Jahren beschuldigten mindestens 26 Frauen Trump öffentlich der Vergewaltigung, sexuellen Nötigung oder Belästigung; Trump bestreitet die Vorwürfe. In einem Zivilprozess stellte eine Jury 2023 fest, dass er E. Jean Carroll sexuell missbraucht und verleumdet hatte, und sprach ihr fünf Millionen US-Dollar zu. Wegen weiterer verleumderischer Äußerungen wurde er 2024 zu zusätzlichen 83,3 Millionen US-Dollar verurteilt.
Die New Yorker Generalstaatsanwältin warf Trump und seinem Unternehmen vor, Immobilienwerte von 2011 bis 2021 betrügerisch um Milliarden erhöht zu haben, um bessere Kredit- und Versicherungsbedingungen zu erhalten und Steuern zu sparen. Im Februar 2024 wurden Trump und seine Unternehmen zu 355 Millionen US-Dollar zuzüglich Zinsen verurteilt; außerdem durfte Trump drei Jahre lang kein Unternehmen in New York führen. Die Trump Organization selbst war bereits 2022 in 17 Anklagepunkten wegen Steuerbetrugs schuldig gesprochen und 2023 zu 1,6 Millionen US-Dollar verurteilt worden.
Im Zusammenhang mit einer Zahlung von 130.000 US-Dollar an Stormy Daniels wurde Trump 2023 wegen der Fälschung von Geschäftsunterlagen angeklagt. Am 30. Mai 2024 befand ihn eine Jury in allen 34 Anklagepunkten für schuldig. Damit wurde erstmals ein ehemaliger US-Präsident strafrechtlich verurteilt. Trump kündigte Rechtsmittel an.
Weitere Strafverfahren betrafen die Aufbewahrung geheimer Regierungsunterlagen in Mar-a-Lago, die Behinderung der Amtsübergabe nach der Wahl 2020 und die versuchte Wahlbeeinflussung in Georgia. Im Dokumentenverfahren wurde Trump 2023 in 37 Punkten angeklagt; eine Bundesrichterin stellte das Verfahren im Juli 2024 ein. Im Verfahren zur Amtsübergabe entschied der Supreme Court am 1. Juli 2024, Präsidenten genössen für offizielle, aber nicht für inoffizielle Handlungen Immunität. In Georgia wurde Trump mit 18 weiteren Personen wegen einer mutmaßlichen Verschwörung zur Veränderung des Wahlergebnisses angeklagt. Die laufenden und abgeschlossenen Verfahren wurden von Trump als politische Verfolgung dargestellt.
Wahl 2024 und Rückkehr ins Präsidentenamt
Trump kündigte im November 2022 seine Kandidatur für 2024 an. Versuche, ihn wegen seiner Beteiligung am Aufstand vom 6. Januar 2021 auf Grundlage des 14. Verfassungszusatzes von Vorwahlen auszuschließen, scheiterten am 4. März 2024 vor dem Supreme Court. Am 15. Juli wurde Trump mit JD Vance als Kandidat für das Vizepräsidentenamt offiziell nominiert. Sein Programm hieß Agenda 47. Unterstützung erhielt er unter anderem von evangelikalen Gruppen, der Heritage Foundation, Großspendern und Elon Musk.
Am 13. Juli 2024 schoss Thomas Matthew Crooks bei einer Wahlkampfveranstaltung in Butler, Pennsylvania, auf Trump. Trump wurde am rechten Ohr verletzt, ein Besucher getötet und mindestens zwei weitere schwer verletzt; der Secret Service erschoss den Täter. Bei einem weiteren mutmaßlichen Attentatsversuch am 15. September auf Trumps Golfplatz in Florida blieb Trump unverletzt.
Im November 2024 gewann Trump die Wahl gegen die Demokratin Kamala Harris. Da die Republikaner zugleich Mehrheiten in Senat und Repräsentantenhaus erreichten, erhielt seine zweite Regierung bis mindestens 2027 günstige Voraussetzungen zur Umsetzung ihrer Politik. Zum Kabinett nominierte Trump unter anderem Marco Rubio, Pete Hegseth, Pam Bondi, Scott Bessent und Linda McMahon; Susie Wiles wurde Stabschefin.
Während des Übergangs verlangte Trump von europäischen NATO-Staaten Verteidigungsausgaben von fünf Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts. Er drohte Kanada mit Zöllen von 25 Prozent und sprach von einem möglichen Beitritt als 51. Bundesstaat. Außerdem erhob er Ansprüche auf Kontrolle über Grönland und den Panamakanal und schloss wirtschaftlichen oder militärischen Druck nicht aus. Am 20. Januar 2025 trat er seine zweite Amtszeit als 47. Präsident an.