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Ostfront (Erster Weltkrieg)

Die Ostfront war im Ersten Weltkrieg der Hauptschauplatz der Kriegshandlungen der Mittelmächte Deutschland und Österreich-Ungarn mit Russland.

Inhalt6 Abschnitte
  1. 1. Bedeutung, Raum und Voraussetzungen
  2. 2. Bewegungskrieg und Wendepunkt 1914–1915
  3. 3. Offensiven und Rumäniens Niederlage 1916
  4. 4. Wirtschaftskrise und Revolutionen 1917
  5. 5. Friedensordnung und Zusammenbruch 1918
  6. 6. Verluste und historische Einordnung

Bedeutung, Raum und Voraussetzungen

Die Ostfront war im Ersten Weltkrieg der Hauptschauplatz des Kampfes der Mittelmächte Deutschland und Österreich-Ungarn gegen Russland. Nach Rumäniens Kriegseintritt 1916 reichte sie vom Baltikum bis zum Schwarzen Meer. Anders als an der weitgehend erstarrten Westfront blieb die Kriegführung im Osten wegen der riesigen Entfernungen, der schwachen Verkehrs- und Kommunikationsnetze und der geringeren Truppendichte stärker von Bewegung und großen Frontverschiebungen geprägt. Deutschland konnte zudem aufgrund seiner geografischen Lage vergleichsweise leicht Truppen zwischen den Kriegsschauplätzen verlegen („Innere Linie“).

Deutschland plante für einen Zweifrontenkrieg: Frankreich sollte durch eine fast vollständige Konzentration im Westen schnell besiegt werden, während schwache Kräfte die Ostgebiete verteidigten. Erst danach sollte Russland aktiv bekämpft werden. Ein alternativ gedachter „großer Ostaufmarsch“ wurde im April 1913 endgültig aufgegeben. Am 1. August 1914 erklärte Deutschland Russland den Krieg. Für die zivile Reichsleitung war es wichtig, Russland als Angreifer erscheinen zu lassen, um den deutschen Angriff im Westen politisch zu rechtfertigen und die Sozialdemokratie für einen vermeintlichen Verteidigungskrieg gegen den Zarismus zu gewinnen.

Die deutschen Kriegsziele reichten von einem Verständigungs- oder Separatfrieden bis zur dauerhaften Schwächung und „Dekomposition“ des Russischen Reiches. Nationalistische, autonomistische und separatistische Bewegungen verschiedener Völker sollten unterstützt und neue, an Deutschland gebundene Staaten geschaffen werden. Ab Herbst 1915 förderten deutsche Stellen auch russische Revolutionäre. Die behauptete politische und finanzielle Abhängigkeit der Bolschewiki von Deutschland gilt in der Fachliteratur jedoch als „Mythos“; insbesondere die Höhe deutscher Zahlungen blieb umstritten.

Österreich-Ungarns Armee war politisch in Gemeinsame Armee, k.k. Landwehr und k.u.-Honved gegliedert. Ihre Mobilisierungsstärke betrug rund 1,8 bis 2 Millionen Mann. Unterfinanzierung, Nachwuchsmangel im Offizierkorps und verzögerte Modernisierung schwächten sie. Nur rund 29 % der Wehrpflichtigen leisteten in Friedenszeiten Dienst. Gemeinsame detaillierte Kriegsplanungen mit Deutschland fehlten; Österreich-Ungarn sollte zunächst gegen Russland und Serbien standhalten.

Russland wollte Ostpreußen und einen Teil Westpreußens annektieren sowie über den Bosporus einen freien Mittelmeerzugang gewinnen. Plan Nr. 19 von 1910 sah zur Entlastung Frankreichs eine Offensive gegen Deutschland vor. Die Kompromissplanung teilte die Streitkräfte auf: Zwei Armeen sollten Ostpreußen von Nordosten und Süden angreifen, während die Südwestfront gegen Österreich-Ungarn vorging. Innenpolitisch war das Zarenreich durch Armut, Autokratie und die Folgen der Revolution von 1905 instabil. Die Duma besaß wenig formale Macht, beeinflusste durch die Presse aber die Öffentlichkeit.

Bewegungskrieg und Wendepunkt 1914–1915

Deutschland stellte 1914 im Osten zunächst nur die 8. Armee mit 10 1/2 Infanterie-Divisionen und einer Kavallerie-Division auf. Österreich-Ungarn konzentrierte in Galizien 37 1/2 Infanterie- und 12 Kavallerie-Divisionen. Russland setzte gegen Ostpreußen zunächst 19 Infanterie- und 8 Kavallerie-Divisionen, gegen Galizien 46 Infanterie- und 18 Kavallerie-Divisionen ein. Eine zusammenhängende Front bestand anfangs nicht.

Nach dem russischen Einmarsch in Ostpreußen ab dem 17. August 1914 und der deutschen Niederlage bei Gumbinnen wurden Paul von Hindenburg und Erich Ludendorff an die Spitze der 8. Armee berufen. Diese vernichtete die russische 2. Armee in der Schlacht bei Tannenberg vom 23. bis 31. August fast vollständig und besiegte anschließend die russische 1. Armee an den Masurischen Seen vom 8. bis 10. September. Damit scheiterte der russische Vorstoß gegen Ostpreußen.

Gegen Österreich-Ungarn war Russland erfolgreicher. Nach anfänglichen k.u.k. Siegen bei Kraśnik und Komarów führten Niederlagen und der Verlust Lembergs am 30. August zum allgemeinen Rückzug. Etwa 100.000 Soldaten gerieten in Gefangenschaft; Österreich-Ungarn verzeichnete außerdem 322.000 Tote und Verwundete und verlor große Mengen Material sowie etwa 1.000 Lokomotiven. Die Festung Przemyśl wurde eingeschlossen. Gemeinsame Vorstöße der Mittelmächte gegen Warschau und Iwangorod scheiterten im Oktober. Im November entstand die Kommandobehörde Ober Ost unter Hindenburg und Ludendorff. Ein überraschender deutscher Flankenangriff führte nach der Schlacht um Łódź zur Besetzung der Stadt am 6. Dezember. Ende 1914 hatte sich eine durchgehende, aber weniger stark als im Westen ausgebaute Stellungsfront gebildet.

Deutschland hatte seine Ostgebiete weitgehend behauptet, doch Österreich-Ungarn verlor 1914 insgesamt 1,269 Millionen Tote, Verwundete, Kranke, Gefangene und Vermisste, davon etwa eine Million an der russischen Front. Die Verluste trafen besonders die gut ausgebildeten Vorkriegsverbände und verstärkten die Abhängigkeit von Deutschland.

1915 scheiterte ein russischer Doppelangriff auf Ostpreußen in der Winterschlacht in Masuren. Gleichzeitig verlor Österreich-Ungarn in einer erfolglosen Winteroffensive in den Karpaten über 300.000 Soldaten. Die schlecht ausgebildeten Reserven und der Verlust erfahrener Offiziere schwächten die k.u.k. Armee dauerhaft; ihre Karpatenoffensive war ihre letzte selbstständige Großoperation.

Den Wendepunkt brachte die Schlacht von Gorlice-Tarnów. Eine von deutschen Kräften, besonders der 11. Armee unter August von Mackensen, gestützte Offensive durchbrach die russische Front. Beim „Großen Rückzug“ musste Russland 1915 ganz Polen und große Teile seiner westlichen Grenzgebiete räumen. Es verlor in diesem Jahr 3 Millionen Soldaten, darunter 300.000 Gefallene. Als Hauptproblem galt die Munitionskrise: Von den in Großbritannien und den USA bestellten Geschossen wurden bis Sommer 1916 nur 12 % der verlangten Menge geliefert. Danach erhöhte Russland seine Eigenproduktion um den Faktor 2,5, allerdings auf Kosten wachsender Verschuldung und Inflation.

In den besetzten Teilen Polens, Litauens und Lettlands errichtete Deutschland das Militärverwaltungsgebiet Ober Ost. Landwirtschaft, Verkehr und Arbeit wurden kontrolliert und für die deutsche Kriegswirtschaft genutzt. Zwangsrequirierungen, Zensur und ein deutsches Kulturprogramm prägten die Besatzung. Die politischen Ziele schwankten zwischen Grenzannexionen, abhängigen Monarchien und umfassender Eingliederung ins Deutsche Reich.

Offensiven und Rumäniens Niederlage 1916

Nach der Überwindung der Munitionskrise hielt die russische Führung ihre Armee 1916 wieder für angriffsfähig, untersuchte ihre veralteten Taktiken aber kaum. Die nach herkömmlichem Muster geführte Offensive am Naratsch-See endete mit mehr als 100.000 russischen Verlusten als Debakel. Sie lähmte große Teile der alten militärischen Führung und war deren letzte aktive Großoperation.

General Alexei Brussilow entwickelte dagegen eine neue „Schocktaktik“. Statt Kräfte nach langem Artilleriebeschuss an einem schmalen Abschnitt einzusetzen, ließ er über mehrere hundert Kilometer aus verschiedenen Richtungen angreifen. Die Angriffsgräben wurden möglichst nah an die gegnerischen Stellungen herangeführt, damit die Infanterie nicht wie zuvor fast einen Kilometer im offenen Gelände zurücklegen musste. Die Brussilow-Offensive wurde zur ersten erfolgreichen zaristischen Offensive seit 1914 und brachte die Mittelmächte zeitweilig in eine schwere Krise. Nach den Anfangserfolgen kehrte die russische Führung jedoch zu konventionellen Methoden zurück, wodurch die eigenen Verluste stark stiegen. Im Winter 1916 standen russische Truppen wieder an den Karpaten, ohne dass sich Brussilows Verfahren allgemein durchgesetzt hatte.

Rumänien trat 1916 auf russischer Seite in den Krieg und sollte Österreich-Ungarn ausschalten. Seine zahlenmäßig starke, aber schlecht ausgerüstete und geführte Armee drang zunächst in Siebenbürgen ein. Die Donau-Armee unter Mackensen und die deutsche 9. Armee unter Erich von Falkenhayn drängten sie jedoch zurück. Anfang Dezember fiel Bukarest; bis Jahresende kontrollierten die Mittelmächte fast ganz Rumänien. Russland musste zusätzliche Truppen an die rumänische Front schicken und wurde dadurch in Galizien und Wolhynien geschwächt. Im September 1916 setzte Deutschland außerdem eine gemeinsame Oberste Heeresleitung der Mittelmächte durch, in der der deutsche Kaiser endgültig entschied.

Wirtschaftskrise und Revolutionen 1917

Russland schied nicht hauptsächlich wegen einer unmittelbaren militärischen Niederlage aus dem Krieg aus, sondern infolge wirtschaftlicher, sozialer und politischer Zerrüttung. Die Geldmenge stieg während des Krieges um mehr als 800 %, weil Kriegsanleihen wenig Käufer fanden und der Staat seine Ausgaben durch neues Papiergeld finanzierte. Die Inflation senkte die Reallöhne und verteuerte Textilien gegenüber 1913 um 300 %, Eisenwaren um bis zu 1000 %.

Die Nahrungsmittelkrise beruhte nach den im Artikel genannten Zahlen weniger auf zu geringer Produktion als auf schlechter Verteilung. Für 1917 werden eine Getreideernte von 62,391 Millionen Tonnen, nach Saatgut und Vorjahresreserven eine verfügbare Menge von 62,129 Millionen Tonnen, ein Gesamtverbrauch von 53,611 Millionen Tonnen und ein Überschuss von 8,518 Millionen Tonnen angegeben. Große Güter zogen sich aus der Produktion zurück, während Kleinbauern wegen Inflation, Zwischenhandel und fehlender attraktiver Waren weniger Getreide verkauften. Nur 15 % statt der früher üblichen 25 % gelangten auf den freien Markt. Gleichzeitig wuchs der Bedarf der Städte durch Flüchtlinge.

Im harten Winter 1916/17 breiteten sich Streiks und Unruhen aus. Beim Massenaufruhr vom 18. Februar jul. / 3. März 1917 greg. verweigerten Soldaten teilweise den Schießbefehl, schlossen sich den Demonstranten an und bewaffneten sie. Die Duma bildete gegen den Willen des Zaren ein provisorisches Komitee. Die Armeeführung drängte Nikolaus II. zum Rücktritt. Danach bestanden eine bürgerlich-liberale provisorische Regierung und Arbeiter- und Soldatenräte, die Sowjets, nebeneinander.

Deutschland ermöglichte Lenin die Reise aus dem Schweizer Exil nach Petrograd und hoffte, dass die seit 1914 gegen den Krieg auftretenden Bolschewiki einen Separatfrieden schließen würden. Die Behauptung, Lenin habe 40 Millionen Goldmark erhalten, wird im Artikel nur als Gerücht bezeichnet. Seine Aprilthesen vom 4. April jul. / 17. April 1917 greg. forderten eine bolschewistische Revolution und sofortigen Frieden ohne Annexionen und Kontributionen.

Die von Kriegsminister Alexander Kerenski veranlasste Kerenski-Offensive brach rasch zusammen; Desertionen und informelle Waffenstillstände nahmen zu. Nachdem die provisorische Regierung die Lebenslage nicht verbessert und den Krieg fortgesetzt hatte, gewannen die Bolschewiki an Einfluss. Unter Leo Trotzki übernahm das Petrograder Militärische Revolutionskomitee die Garnison. In der Nacht zum 25. Oktober besetzten die Bolschewiki wichtige Punkte Petrograds, stürmten den Regierungssitz im Winterpalais und übernahmen die Macht. Lenin forderte am 9. November jul. / 22. November 1917 greg. die Truppen auf, Waffenstillstände auszuhandeln. Anschließend begann der Russische Bürgerkrieg, in den auch Truppen der Entente eingriffen.

Friedensordnung und Zusammenbruch 1918

Nach einer Waffenruhe vom 5. Dezember und einem längerfristigen Waffenstillstand vom 15. Dezember 1917 zwangen die Mittelmächte Sowjetrussland nach der Operation Faustschlag zum Frieden von Brest-Litowsk im März 1918. Russland wurde auf seine vorpetrinischen europäischen Grenzen zurückgedrängt. Deutschland wollte Osteuropa vor allem durch politisch und wirtschaftlich abhängige Satellitenstaaten beherrschen. Ergänzungsverträge vom 27. August verpflichteten Russland unter anderem zu sechs Milliarden Goldmark Reparationen und zur Anerkennung Georgiens.

Die ukrainische Zentralna Rada schloss am 9. Februar Frieden mit den Mittelmächten. Deutsche und österreichisch-ungarische Truppen besetzten anschließend die Ukraine; deutsche Verbände nahmen zudem die Krim, das Donezbecken und Rostow ein. Am 28. April setzten deutsche Offiziere die Rada-Regierung ab, am folgenden Tag entstand unter Pawlo Skoropadskyj ein von Deutschland abhängiges Hetmanat. Bis Anfang November wurden 34.745 Waggonladungen Lebensmittel, Getreide und Rohstoffe ausgeführt.

Rumänien schied mit dem Frieden von Bukarest vom 7. Mai aus dem Krieg aus. Seine Ölfelder wurden für 90 Jahre an deutsche Gesellschaften verpachtet; landwirtschaftliche Exporte sollten nur nach Deutschland und Österreich-Ungarn gehen. Österreich-Ungarn erhielt Karpatengebiete und Bulgarien die südliche Dobrudscha, während Rumänien Bessarabien zugesprochen wurde. Verträge banden auch Finnland und Georgien an Deutschland. Im Baltikum wurde ein deutsch dominiertes Vereinigtes Baltisches Herzogtum angestrebt; in Litauen wurde ein württembergischer Graf als König Mindaugaus II. eingesetzt.

Zur Entscheidung im Westen verlegte Deutschland zwischen Ende 1917 und November 1918 insgesamt 63 Divisionen aus dem Osten an die Westfront. Dennoch standen am 21. März 1918 noch 53 deutsche Divisionen und 13 selbstständige Brigaden mit mehr als einer Million Mann im Osten. Bis Anfang Oktober sank die Stärke auf etwas mehr als 500.000 Mann. Disziplinverfall, Desertion und Befehlsverweigerung nahmen zu; in mehreren Städten kam es zu bewaffneten Zusammenstößen zwischen Soldaten und Offizieren. Am 13. November 1918, zwei Tage nach dem Waffenstillstand von Compiègne, annullierte Sowjetrussland den Vertrag von Brest-Litowsk. Die deutsche Vorherrschaft im Osten zerfiel, und die Region blieb durch Bürgerkrieg, nationale Staatsgründungen und Aufstände bis 1920/21 vielerorts Kriegsgebiet. Der Separatfrieden hatte den Mittelmächten wegen des Kriegseintritts der USA keinen entscheidenden Gesamtsieg ermöglicht.

Verluste und historische Einordnung

Wegen mangelhafter Statistiken sind die russischen Verluste unsicher. Historiker schätzen etwa 1,3 Millionen Tote. Von ungefähr neun Millionen Kriegsgefangenen des Weltkriegs wurden fünf Millionen an der Ostfront gefangen. Rund 2,1 Millionen Soldaten der Mittelmächte gerieten in russische Gefangenschaft, darunter die Mehrheit aus Österreich-Ungarn sowie etwa 140.000 Deutsche und rund 80.000 Türken und Bulgaren. In Russland starben wegen Seuchen und mangelhafter Versorgung ungefähr 20 % der Gefangenen, die höchste Rate unter den kriegführenden Mächten. Zwischen 2,4 und 3,1 Millionen russische Soldaten gerieten in die Gefangenschaft der Mittelmächte; dort lag die Gesamtsterberate der Gefangenen bei etwa 5 bis 8 %.

Die Ostfront wurde in der westlichen Erinnerung lange von Bildern der Westfront wie Verdun, Somme und Grabenkrieg verdrängt. Politische Hindernisse, der Kalte Krieg, schwer zugängliche Archive und der Vorrang der Russischen Revolution in der sowjetischen Geschichtsschreibung verstärkten diese Vernachlässigung. Norman Stones The Eastern Front 1914–1917 von 1975 war eine frühe umfassende Darstellung. Stone betonte die Bedeutung der Ostfront und erklärte Russlands Schwächen eher mit veralteter Verwaltung, Versorgungsproblemen und ineffizienter Armeeführung als mit allgemeiner wirtschaftlicher Rückständigkeit.

Neuere Forschungen untersuchen stärker die deutsche Besatzungsherrschaft in Ober Ost. Vejas Gabriel Liulevicius legte 2002 mit Kriegsland im Osten eine umfassende westliche Darstellung vor und fragte nach möglichen Verbindungen zwischen den Erfahrungen der deutschen Militärverwaltung und späteren nationalsozialistischen Vorstellungen. Diese Kontinuitätsthese ist umstritten; außerdem wurde seine einseitige, überwiegend aus Quellen höherer Militärs bestehende Grundlage kritisiert. Die Forschung hebt insgesamt hervor, dass die Ostfront wegen ihrer beweglichen Kriegführung, ihrer Besatzungsregime, der Revolutionen und der Auflösung der Vielvölkerstaaten Russland und Österreich-Ungarn für die europäische Epochenzäsur von zentraler Bedeutung war.

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