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Netto
Mit netto (ital. „rein“) wird ein Wert bzw. eine Größe ohne einen bestimmten, meist unerwünschten Anteil des Gesamten (des Brutto) bezeichnet.
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Grundbedeutung von Netto und Brutto
Netto bezeichnet einen Wert oder eine Größe ohne einen bestimmten, meist unerwünschten Anteil des Gesamten, also des Brutto. Dieser abgezogene Anteil kann zum Beispiel Steuern, Abgaben, Kosten-, Volumen- oder Gewichtsanteile umfassen. Kurz gilt: Netto ist ein Teil des Brutto.
Bei Gewichten ist die Tara die Differenz zwischen Brutto und Netto. Es gilt: Netto + Tara = Brutto. Bei Waren bedeutet Nettogewicht das Reingewicht der Ware ohne Verpackung. Entsprechend lautet der Zusammenhang: Inhalt + Verpackung = Gesamtgewicht.
Steuern, Abgaben und Gehalt
Ein Nettopreis ist der Preis ohne eine eventuell noch hinzukommende Mehrwertsteuer oder Umsatzsteuer:
Nettopreis = Bruttopreis − Steuern.
Der Nettoverkaufspreis wird im Rahmen der Zuschlagskalkulation ermittelt. Das Nettogehalt beziehungsweise der Nettolohn ist das Arbeitsentgelt, das nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben übrig bleibt:
Nettolohn = Bruttolohn − Steuern − Sozialabgaben.
Aus Sicht des Geldempfängers ist Netto damit die steuerbereinigte Version; Brutto muss noch um die Steuer bereinigt werden.
Netto bei Zahlungsbedingungen
Formulierungen auf Rechnungen wie „zahlbar innerhalb 10 Tagen netto Kasse“ oder „zahlbar rein netto unmittelbar nach Erhalt der Rechnung“ bedeuten, dass kein Skontoabzug erlaubt ist. Überwiesen werden muss daher der Bruttorechnungsbetrag.
Ein Skonto ist ein freiwilliger Rabatt. Wird er nicht erwähnt, ist er nicht angeboten; der Zusatz „netto“ soll hier lediglich Klarheit schaffen. Zur Vermeidung von Missverständnissen sollte auf das Wort „netto“ in diesem Zusammenhang verzichtet werden.
Bedeutung in der Versicherungswirtschaft
In der Versicherungswirtschaft bedeutet brutto zunächst: vor der Abgabe von Haftungs- oder Schadenteilen an Rückversicherungen. Netto bedeutet nach der Rückversicherung, also den beim Erstversicherer verbleibenden Prämienanteil beziehungsweise den von ihm zu tragenden Schadenanteil. Dieser Anteil wird auch als „für eigene Rechnung (f. e. R.)“ bezeichnet.
Brutto und netto können außerdem vor beziehungsweise nach Versicherungssteuer bedeuten. Ebenso können sie sich auf die Verrechnung von dem Versicherten gutzuschreibenden Überschüssen oder Beitragsrückerstattungen beziehen: brutto vor und netto nach der Verrechnung.
Lebensmittel und Übertragungsraten
Auf Lebensmittelverpackungen bezeichnet die Gewichts- oder Volumenangabe in der Regel die Netto-Nennfüllmenge. Sie gibt also das Produktgewicht oder -volumen ohne den Gewichts- oder Volumenanteil der Verpackung an.
Die Nettodatenrate in einem Datennetz gibt an, mit welcher Rate reine Nutzinformationen ohne Overhead übertragen werden. Overhead umfasst beispielsweise Fehlerschutz- und Korrekturdaten. Die Nettodatenrate wird auch Nutzdatenrate oder Datendurchsatz eines Netzes genannt und meist in MBit/s angegeben. Sie kann erheblich von der häufig zu Werbezwecken angegebenen Bruttodatenrate abweichen, etwa bei WLAN, und zeigt die tatsächlich übertragene Menge an Nutzdaten pro Zeitspanne.
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