Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand
Mitten in Europa – Deutsche Geschichte
Deutsche Geschichte ist eine Dokumentationsserie des Produzenten Rüdiger. Besonderen aus dem Jahr 1989. Dokumentation Erscheinungsjahre 1989–1990 Länge
Inhalt4 Abschnitte
Überblick und Bedeutung
„Mitten in Europa – Deutsche Geschichte“ ist eine deutsche Dokumentationsserie des Produzenten Rüdiger Proske aus den Jahren 1989–1990. Sie behandelt die europäische Geschichte und legt dabei einen besonderen Schwerpunkt auf die deutsche Geschichte. Die Serie umfasst 19 Folgen in zwei Staffeln; jede Folge dauert etwa 30 Minuten. Harald Pages führt als Erzähler durch die Sendungen.
Die Erstausstrahlung begann am 8. Januar 1989 beim Fernsehsender Sat.1. Die Serie verfolgt die geschichtliche Entwicklung von den Kelten, frühen germanischen Kulturen und dem Römischen Reich bis zur deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990.
Inhaltlicher Aufbau
Die erste Folge beginnt mit den Kelten, frühgermanischen Kulturen und dem Römischen Weltreich. Die zweite Folge behandelt das Reich der Franken. Ab der dritten Folge konzentriert sich die Serie hauptsächlich auf die deutsche Geschichte.
Als wichtiger Ausgangspunkt wird die Entwicklung nach dem Tod Karls des Großen dargestellt: Sein Reich litt zunehmend unter den Raubzügen der Wikinger, Araber und Ungarn. Zugleich waren seine Erben untereinander zerstritten. Sie teilten das Reich zunächst 843 n. Chr. durch den Vertrag von Verdun und später erneut 880 n. Chr. durch den Vertrag von Ribemont. Nach der Darstellung der Serie entstand aus dem Ostteil schließlich das Reich der Deutschen. Anschließend verfolgt sie die deutsche Geschichte Schritt für Schritt bis zur Wiedervereinigung 1990.
Behandelte Epochen
Die 19 Folgen sind weitgehend chronologisch geordnet:
• „Das römische Erbe“: 50 v. Chr.–375 n. Chr. • „Das Reich der Franken“: 375–814 • „Der Beginn der deutschen Geschichte“: 814–1150 • „Die Zeit der frühen Staufer“: 1150–1215 • „Die Mitte Europas in Bewegung“: 1215–1346 • „Krisen und Reichtum des Mittelalters“: 1346–1378 • „Herbst des Mittelalters“: 1378–1517 • „Habsburgische Weltreich und Reformation“: 1480–1521 • „Kampf um den Glauben“: 1521–1555 • „Religion und Staatsraison“: 1545–1648 • „Zeitalter des Absolutismus“: 1648–1740 • „Untergang des alten Reiches“: 1740–1806 • „Die Geburt der deutschen Nation“: 1806–1849 • „Der Weg zum Nationalstaat“: 1849–1892 • „Das wilhelminische Deutschland“: 1888–1914 • „Die Weimarer Republik“: 1918–1933 • „Im Banne von Verführung und Gewalt“: 1933–1939 • „Katastrophe und Neubeginn“: 1942–1961 • „Die deutsche Geschichte geht weiter“: 1961–1990
Einige Zeiträume überschneiden sich, etwa bei den Folgen über Reformation, Glaubenskämpfe und Staatsraison sowie beim Übergang zum wilhelminischen Deutschland. Zwischen einzelnen Folgen bleiben außerdem Jahre ungenannt, beispielsweise 1914–1918 und 1939–1942.
Produktion und Begleitmaterial
Hergestellt wurde die Serie von der Projekt Studio Rüdiger Proske GmbH. Regie führten Tobias Hoffmann und Gondrand de Bruycker. An der Produktion wirkten außerdem die Wissenschaftler Hartmut Boockmann als Mittelalterexperte, Heinz Schilling als Experte der Frühen Neuzeit und Hagen Schulze als Neuzeitexperte mit. Die Musik stammt von Werner Fischhötter und Karsten Günther; Falko Ahsendorf war unter anderem für die Kamera verantwortlich. Im Vor- und Abspann wurde auf die Unterstützung durch mehrere Großunternehmen hingewiesen, darunter Hoesch und Bosch.
Nach ihrer ersten Ausstrahlung 1989 wurde die Serie nicht wiederholt. Die letzte Folge wurde 1990 nachproduziert. Zuschauer konnten zu den Sendungen Begleithefte bestellen. Diese erschienen später unter dem Titel „Die Deutsche Geschichte“ erneut in vier Bänden. Für diese Neuauflage wurde der letzte Band aktualisiert, sodass er den Zeitraum von 1961 bis 2000 abdeckt. Zeitweise vertrieb das Deutsche Filmzentrum die Serie auf Video.