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Melania Trump
Ultraschallgeräte für die Pränataldiagnostik und ein Allrad-Fahrzeug für die Hebamme angeschafft wurden – ihre einzige bekannte Aktivität in Slowenien seit …
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Person und Hintergrund
Melania Knauss Trump, geboren als Melanija Knavs am 26. April 1970 in Novo Mesto in der damaligen SR Slowenien (SFR Jugoslawien), ist ein ehemaliges slowenisch-US-amerikanisches Fotomodell. Sie ist mit Donald Trump verheiratet und dadurch First Lady der Vereinigten Staaten. Sie erhielt 2006 die US-Staatsbürgerschaft. Damit ist sie die erste First Lady, für die Englisch eine Fremdsprache ist.
Sie wuchs in Sevnica im Südosten Sloweniens auf. Ihre Mutter Amalija († 2024) arbeitete bis 1997 als Erstellerin von Schnittmustern in der Kleiderfabrik Jutranjka; ihr Vater Viktor Knavs war unter anderem Chauffeur und Autoverkäufer und gründete 1991 die Firma Knaus-Haus. Melania hat eine ältere Schwester (* 1968) und einen älteren Halbbruder (* 1965) aus einer früheren Beziehung ihres Vaters.
Weil Jutranjka vor allem Kinderkleidung herstellte und ihre Mutter Models auswählte und betreute, trat Melanija schon früh als Model auf. Nach eigenen Angaben lief sie 1975 im Alter von fünf Jahren bei einer Modenschau in Ljubljana. Fotos als Jutranjka-Model erschienen ab Januar 1977 in der Zeitschrift Maneken. Nach acht Jahren Elementarschule besuchte sie die Sekundarschule für Gestaltung und Fotografie in Ljubljana. Ein 1989 begonnenes Architekturstudium an der Universität Ljubljana brach sie im ersten Jahr nach zwei nicht bestandenen Prüfungen ab.
Modelkarriere und Familie
1987 machte sie mit 16 Jahren ihr erstes Fotoshooting mit dem slowenischen Modefotografen Stane Jerko. 1992 teilte sie beim Wettbewerb Look of the Year der Illustrierten Jana den zweiten Platz; dadurch erhielt sie Einladungen zu Shootings in Mailand. Sie arbeitete anschließend als Laufsteg-Model unter der eingedeutschten Namensform Melania Knauss in Mailand, Paris und Madrid, mindestens einmal auch in Düsseldorf. 1993 nahm sie zudem an Modeschauen in Mailand für Designer wie Gucci teil.
1995 holte der Agent Paolo Zampolli sie nach New York. Dort wohnte sie in Manhattan, arbeitete hauptsächlich für dessen Agentur und war vor allem in der Werbung tätig. Nach Artikelangabe soll sie bis zu 1.500 Dollar täglich verdient haben. 1998 wurde sie Hauptmodel einer Camel-Kampagne, blieb dabei aber namentlich anonym.
Im September 1998 lernte sie auf einer Party Donald Trump kennen, der 24 Jahre älter ist. Danach erhielt sie deutlich mehr Modelaufträge, erschien auf Titelblättern bedeutender Modezeitschriften und trat mit Trump in Talkshows sowie in The Apprentice auf. Aufmerksamkeit erregte insbesondere eine Fotoserie für die britische GQ-Ausgabe vom Januar 2000, die in Trumps Boeing 727 entstand und sie auch unbekleidet zeigte.
Am 22. Januar 2005 heirateten Donald Trump und Melania Knauss in Palm Beach, Florida. Ihr gemeinsamer Sohn Barron wurde am 20. März 2006 geboren. Melania Trump brachte 2010 bei QVC eine Schmuck- und Armbanduhrenkollektion heraus. Eine 2012 beworbene Hautpflegelinie, Melania Caviar Complexe C6, kam nicht auf den Markt.
Wahlkampf 2016 und öffentliche Kontroversen
Im Präsidentschaftswahlkampf 2016 hielt sich Melania Trump zunächst eher im Hintergrund, begleitete ihren Mann aber zu wichtigen Terminen. Im März verbreiteten Unterstützer von Ted Cruz ein Nacktfoto aus dem GQ-Shooting von 2000, offenbar um konservative mormonische Wähler in Utah anzusprechen. Donald Trump reagierte auf Twitter mit unvorteilhaften Bildern von Heidi Cruz und drohte weitere „Enthüllungen“ an.
Ihr einziger größerer Auftritt auf dem Nominierungsparteitag der Republikaner am 18. Juli 2016 führte zu Plagiatsvorwürfen: Teile ihrer Rede ähnelten fast wortgleich einer Rede Michelle Obamas aus dem Jahr 2008. Paul Manafort wies die Vorwürfe zunächst zurück. Zwei Tage später übernahm eine Mitarbeiterin des Wahlkampfteams Verantwortung, entschuldigte sich und erklärte, sie habe beim Überarbeiten versehentlich Textteile aus Obamas Rede übernommen.
2016 wurde auch bekannt, dass das auf ihrer früheren Website behauptete abgeschlossene Studium in Design und Architektur nicht zutraf, da sie ihr Studium im ersten Jahr abgebrochen hatte. Die Associated Press berichtete außerdem, sie habe im September und Oktober 1995 vor Erteilung eines notwendigen H-1B-Arbeitsvisums an zehn Fotoshootings teilgenommen und mehr als 20.000 Dollar verdient. Ein von ihr beauftragter Anwalt widersprach und erklärte, sie sei erst im August 1996 eingereist; auf Nachfragen von Associated Press antwortete er nicht.
Die Existenz ihres Halbbruders machte die Journalistin Julia Ioffe 2016 öffentlich. Viktor Knavs hatte die Vaterschaft lange bestritten, unterlag jedoch vor dem obersten Appellationsgericht Sloweniens. Melania Trump bestritt die Existenz zunächst und räumte sie nach Vorlage gerichtlicher Unterlagen ein. Ioffe erhielt danach antisemitische Hassbotschaften und Todesdrohungen; Melania Trump sagte, die Journalistin sei zu weit gegangen und habe die Reaktionen „provoziert“.
Erste Amtszeit als First Lady
Melania Trump war vom 20. Januar 2017 bis 2021 die 47. First Lady der Vereinigten Staaten. Sie war nach Louisa Adams die zweite außerhalb der USA geborene First Lady, aber die erste, die nicht von Geburt an Amerikanerin war. Außerdem war sie nach Jacqueline Kennedy die zweite First Lady römisch-katholischer Konfession.
Bis zum Ende des Schuljahres blieb sie mit Barron zunächst in New York; in dieser Zeit übernahm ihre Stieftochter Ivanka weitgehend die traditionelle Rolle der First Lady. Am 11. Juni 2017 zogen Melania und Barron Trump ins Weiße Haus. Bereits im Mai 2017 hatte sie Donald Trump auf dessen erster Auslandsreise als Präsident begleitet.
Im Februar 2017 verklagte sie Mail Media und MailOnline wegen eines zuvor verbreiteten und später entschuldigten Gerüchts über einen angeblichen Escort-Service der Agentur Paolo Zampollis. Zunächst führte die Klage auch behauptete entgangene Geschäftsmöglichkeiten in Produktkategorien an, was ethisch kritisiert wurde. In einer veränderten Klageschrift wurde stattdessen seelisches Leid geltend gemacht; der Streitwert blieb bei 150 Mio. Dollar. Im April 2017 endete das Verfahren mit einem Vergleich und knapp drei Millionen Dollar Schadensersatz. Laut Artikel war sie damit die erste First Lady, die eine Verleumdungsklage angestrengt hat.
2019 wurde nahe Sevnica eine Holzstatue zu ihren Ehren errichtet. Sie wurde am 4. Juli 2020 mutwillig in Brand gesteckt und später abgebaut; der Täter wurde nicht gefasst.
Spätere Wahlkampf- und Amtszeit
Im September 2024 gab Melania Trump nach zwei Jahren ihr erstes Interview und warb bei Fox & Friends für ihr Buch Melania. Dabei unterstützte sie Donald Trumps Wahlkampf und wiederholte dessen Aussagen zur Lage in den USA, zur Grenze und zu seiner ersten Präsidentschaft. In Melania: A Memoir, erschienen am 8. Oktober 2024, plädiert sie für das Recht auf Abtreibung und dafür, dass Frauen bei dieser Entscheidung das letzte Wort haben. Dies steht im Gegensatz zu Donald Trumps eher restriktiver Haltung und löste innerhalb der Republikanischen Partei kontroverse Reaktionen aus.
Mit Beginn von Donald Trumps zweiter Präsidentschaft im Januar 2025 wurde sie erneut First Lady. Im März 2025 forderte sie den Kongress auf, das Take it Down-Gesetz zu verabschieden, das Internetpornografie bei Verletzung von Persönlichkeitsrechten kriminalisiert. Zwei Monate später unterzeichneten Donald und Melania Trump das Gesetz. Beim USA-Russland-Gipfel 2025 übergab Donald Trump Wladimir Putin einen Brief seiner Frau, in dem sie zum Schutz von Kindern in Kriegsgebieten aufrief.
Im August 2025 ließ sie Hunter Biden auffordern, seine Behauptung zurückzunehmen, sie und Donald Trump hätten sich über Jeffrey Epstein kennengelernt. Im Januar 2026 erschien der Dokumentarfilm Melania von Brett Ratner. Amazon finanzierte ihn mit 40 Mio. Dollar, davon gingen 28 Mio. Dollar an Trump; weitere 35 Mio. Dollar waren für die Vermarktung vorgesehen. Im März 2026 übernahm sie als erste First Lady den Vorsitz des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen; behandelt wurden Kinder, Technologie und Bildung in Konfliktsituationen.