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Liste von Zeitstufen in Mitteleuropa

Zum klassischen Schema der Periodisierung der Geschichte nach Christoph Cellarius (1638–1707) zählen die Großepochen Altertum, Mittelalter und Neuzeit.

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Überblick und Einteilung
  2. 2. Urgeschichte: Steinzeit und Bronzezeit
  3. 3. Antike und Eisenzeit
  4. 4. Mittelalter
  5. 5. Neuzeit

Überblick und Einteilung

Die Liste von Zeitstufen in Mitteleuropa nennt Ären und Epochen für den mitteleuropäischen Raum. Sie ordnet die Menschheitsgeschichte grob in einen historischen Zeitraum, der durch die Verwendung von Schriften gekennzeichnet ist, und einen schriftlosen, prähistorischen Zeitraum. Dieser ältere Bereich heißt Vorgeschichte; ab der Menschwerdung wird auch von Urgeschichte gesprochen. Mit jüngeren Zeiten befasst sich die Historische Archäologie, mit älteren Zeiten die Ur- und Frühgeschichte.

Ein klassisches Schema der Periodisierung stammt von Christoph Cellarius (1638–1707) und unterscheidet die Großepochen Altertum, Mittelalter und Neuzeit. Der Begriff Steinzeit und ihre Dreiteilung wurde 1836 von Christian Jürgensen Thomsen eingeführt. Die Untergliederung der Jungsteinzeit beruht auf Arbeiten von Jens Lüning.

Der Artikel ist als Liste aufgebaut und weist selbst darauf hin, dass er nicht hinreichend mit Belegen ausgestattet ist. Für Prüfungen ist daher wichtig: Die genannten Zeiträume sind Orientierungshilfen, teils mit ungefähren Datierungen wie „ca.“ oder mehreren möglichen Anfangs- und Enddaten.

Urgeschichte: Steinzeit und Bronzezeit

Die Urgeschichte umfasst im Artikel vor allem die Steinzeit und die Bronzezeit. Die Steinzeit reicht bis 2200 v. Chr. und wird in Altsteinzeit, Mittelsteinzeit und Jungsteinzeit gegliedert.

Die Altsteinzeit beginnt mit dem Altpaläolithikum, das auf „vor 1 Million bis 300.000/200.000 Jahren“ datiert wird. Es folgt das Mittelpaläolithikum, „vor 300.000/200.000 bis etwa 40.000 Jahren“; hier nennt die Liste den Neandertaler und die Levallois-Technik, eine Technik zur Herstellung von Steinwerkzeugen. Das Jungpaläolithikum reicht von 43.000 bis 9700 v. Chr.; genannt werden das Auftreten des Cro-Magnon-Menschen und Kulturen wie Aurignacien, Gravettien, Pavlovien, Solutréen, Magdalénien und Hamburger Kultur.

Die Mittelsteinzeit heißt Mesolithikum. Sie gliedert sich in Frühmesolithikum, 9600/7000 bis 6500 v. Chr., und Spätmesolithikum, ca. 7000/6500 bis 5500/4500 v. Chr.

Die Jungsteinzeit heißt Neolithikum. Ihr Beginn liegt je nach Einordnung zwischen 5800 und 4000 v. Chr., ihr Ende zwischen 3300 und 1800 v. Chr. Zum Frühneolithikum gehören die Linearbandkeramische Kultur ab 5700 v. Chr. und weiter nördlich die Trichterbecherkultur von 4200 bis 2800 v. Chr. Zum Mittelneolithikum gehören unter anderem die Hinkelstein-Gruppe etwa von 5000 bis 4800 v. Chr., die Großgartacher Kultur in der ersten Hälfte des 5. Jahrtausends v. Chr., die Rössener Kultur zwischen 4790 und 4550 v. Chr., die Lengyel-Kultur ab 5000 v. Chr. und die Stichbandkeramik etwa zwischen 4900 und 4500 v. Chr. Das Spätneolithikum wird auf 3500 bis 2800 v. Chr. datiert. Das Endneolithikum reicht von ca. 2800 bis 2200 v. Chr.; hierzu zählt die Schnurkeramische Kultur.

Die Bronzezeit reicht ungefähr von 2200 v. Chr. bis 800 v. Chr. Die Frühe Bronzezeit umfasst unter anderem Adlerberg-Gruppe und Neckar-Gruppe. In der Mittleren Bronzezeit treten Hügelgräber auf; hierzu zählen Lüneburger Gruppe und Rhein-Main-Gruppe. Zur Späten Bronzezeit nennt der Artikel unter anderem Nordischen Kreis, Lausitzer Kultur, Urnenfelderkultur und Niederrheinische Grabhügelkultur.

Antike und Eisenzeit

Die Antike wird im Artikel auf ca. 800 v. Chr. bis 500 n. Chr. datiert. Innerhalb dieses Bereichs steht zunächst die Eisenzeit. Sie gliedert sich in die Hallstattkultur von 800 bis 450 v. Chr. und die La-Tène-Zeit von 450 bis 30 v. Chr.

An die Eisenzeit schließen römisch geprägte Zeitstufen an. Die Römische Kaiserzeit dauert von 27 v. Chr. bis 284 n. Chr. Die Spätantike beginnt mit dem Amtsantritt von Diokletian 284 n. Chr. und reicht bis zum Einfall der Langobarden in Italien 568. Damit überlappt die Spätantike teilweise mit dem Übergang zum Mittelalter, das in der Liste ungefähr ab 500 angesetzt wird.

Mittelalter

Das Mittelalter wird im Artikel mit ca. 500 bis 1500 angegeben. Es wird in Frühmittelalter, Hochmittelalter und Spätmittelalter gegliedert.

Zum Frühmittelalter gehören die Merowinger, datiert auf um 500 bis 751, die Karolinger von 751 bis 911 und die Ottonen von 919 bis 1024. Zu den Karolingern nennt die Liste die Karolingische Renaissance und die Eingliederung des Stammesherzogtums Sachsen in das Fränkische Reich.

Zum Hochmittelalter zählen die Salierzeit von 1024 bis 1125 und die Stauferzeit von 1138 bis 1254. Für die Stauferzeit nennt der Artikel auch einen architekturgeschichtlichen Wandel: Gotik beziehungsweise zunächst der Rheinische Übergangsstil lösen die Romanik ab, von der Mitte des 12. Jahrhunderts bis um 1500.

Das Spätmittelalter reicht ca. von 1250 bis 1500. Als wichtiges Ereignis nennt die Liste den Schwarzen Tod von 1346 bis 1353.

Neuzeit

Die Neuzeit beginnt laut Liste ab 1500 und reicht bis heute. Innerhalb der frühen Neuzeit, 1500 bis 1800, nennt der Artikel mehrere wichtige Zeitabschnitte: Maximilian I. von 1486 bis 1519 mit Reichsreform und Entstehung der Renaissance, die Reformation ab 1517, die Gegenreformation ab 1545, den Dreißigjährigen Krieg von 1618 bis 1648 und den Absolutismus von 1648 bis 1789. Zum Absolutismus wird auch das Zeitalter der Aufklärung genannt.

Der Artikel verbindet einige Zeitstufen mit Stilrichtungen. Zur Reformation werden Manierismus von 1520 bis 1600 und Barock 1600 bis ca. 1760/1670 genannt. Zum Absolutismus gehören Rokoko von etwa 1720 bis etwa 1780 und Klassizismus etwa zwischen 1770 und 1840.

Weitere Abschnitte der Neuzeit sind die Franzosenzeit von 1794 bis 1815 und das Zeitalter der Restauration von 1815 bis 1830. Zur Restauration nennt die Liste die Stilrichtung Biedermeier von 1815 bis 1848.

Die Industrielle Revolution beginnt laut Artikel ab 1835 und wird mit Kohle, Stahl, Dampfkraft, Eisenbahn und Straßenbau verbunden. Außerdem nennt die Liste Stilrichtungen wie Historismus von 1870 bis 1914 und Jugendstil ab 1895. Für das 20. Jahrhundert werden die Goldenen Zwanziger von 1924 bis 1929, die Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945 und die Epoche des Kalten Krieges von 1947 bis 1989 genannt. Seit 1958 führt die Liste außerdem „Europäisierung und Multikulturalismus“ bis heute auf.

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