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Liste der deutschen Oberbürgermeister
Diese Liste zeigt die amtierenden deutschen Bürgermeister, die die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister (OB) tragen. Die Amtsbezeichnung ist meist an den …
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Gegenstand und zentrale Aussage
Die Liste erfasst die amtierenden deutschen Bürgermeister, die die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister (OB) tragen. Die Bezeichnung hängt je nach Land meist vom Status der Stadt als kreisfreie Stadt oder von ihrer Einwohnerzahl ab. Die Regelungen sind jedoch nicht einheitlich. Deshalb kann auch eine Kleinstadt einen Oberbürgermeister haben: Klingenthal wird als Beispiel mit 7211 Einwohnern genannt. Umgekehrt hat nicht jede Großstadt mit mehr als 100.000 Einwohnern einen Oberbürgermeister. Das betrifft besonders Nordrhein-Westfalen, wo Großstädte einem Kreis angehören können; als Beispiel wird Neuss mit 153.767 Einwohnern genannt.
Die Tabelle zu den deutschen Großstädten umfasst 80 Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern. Stand dieser Parteiauswertung ist der 01.05.2026: 40 Stadtoberhäupter gehören der SPD an, 25 der CDU/CSU, 6 den Grünen, 2 der FDP und 1 der Linken. 6 Oberbürgermeister sind parteilos. Die Großstädte sind in der ursprünglichen Tabelle farblich rot hervorgehoben.
Die einzelnen Ländertabellen nennen jeweils Name, Geburtsjahr, Stadt, Partei oder Wählergruppe, Amtsantritt, letztes Wahlergebnis, letzte Wahl und gegebenenfalls Anmerkungen. Wahlergebnisse werden als Prozentsätze angegeben; außerdem wird teilweise zwischen erstem und zweitem Wahlgang unterschieden.
Regelungen nach Ländern
Die Amtsbezeichnung und die reguläre Amtszeit richten sich nach folgenden landesrechtlichen Kriterien:
- Baden-Württemberg: Stadtkreise und Große Kreisstädte; 8 Jahre; 105 aufgeführte Städte.
- Bayern: kreisfreie Städte und Große Kreisstädte; 6 Jahre; 54 Städte.
- Brandenburg: kreisfreie Städte; 8 Jahre; 4 Städte.
- Bremen: nur Bremerhaven; der OB wird von der Bremerhavener Stadtverordnetenversammlung gewählt; eine Amtszeit ist in der Übersicht nicht angegeben; 1 Stadt.
- Hessen: kreisfreie Städte und Gemeinden mit mehr als 50.000 Einwohnern; 6 Jahre; 12 Städte.
- Mecklenburg-Vorpommern: kreisfreie Städte und große Kreisstädte, also ehemalige Kreisstädte, ohne Wismar; 7–9 Jahre. Die Dauer wird in der Hauptsatzung geregelt; 5 Städte.
- Niedersachsen: kreisfreie Städte, Hannover, Göttingen und große selbständige Städte; 8 Jahre; 17 Städte.
- Nordrhein-Westfalen: kreisfreie Städte sowie Aachen, das diesbezüglich als kreisfreie Stadt gilt; 5 Jahre; 23 Städte. In der Übersicht steht außerdem: Es gab 2009 keine Stichwahl.
- Rheinland-Pfalz: kreisfreie Städte und Große kreisangehörige Städte; 8 Jahre; 20 Städte.
- Saarland: Städte mit mehr als 35.000 Einwohnern; 10 Jahre; 6 Städte.
- Sachsen: kreisfreie Städte und Große Kreisstädte; 7 Jahre. Im zweiten Wahlgang können mehr als zwei Bewerber antreten; 54 Städte.
- Sachsen-Anhalt: kreisfreie Städte und Städte mit mehr als 25.000 Einwohnern; 7 Jahre; 17 Städte.
- Schleswig-Holstein: kreisfreie Städte ohne Lübeck sowie die Großen kreisangehörigen Städte Norderstedt und Elmshorn; 6–8 Jahre. Die Dauer wird in der Hauptsatzung geregelt; 5 Städte.
- Thüringen: kreisfreie Städte und Große kreisangehörige Städte; 6 Jahre; 11 Städte.
Besondere Fälle und zeitlicher Stand
In Baden-Württemberg und Sachsen wird bei einigen Oberbürgermeistern das Jahr genannt, in dem die Stadt zur Großen Kreisstadt erhoben wurde. Dadurch erhielt der bereits amtierende Bürgermeister die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. In Baden-Württemberg heißen kreisfreie Städte Stadtkreise.
Lübeck verwendet traditionell nicht die Bezeichnung Oberbürgermeister, sondern Bürgermeister. Diese Tradition teilt die Hansestadt mit dem kleineren Wismar. Auch Berlin, Hamburg und die Stadtgemeinde Bremen benutzen den Titel Oberbürgermeister nicht, weil ihre Stadtoberhäupter zugleich die Landesregierung leiten. Die Bezeichnungen lauten Regierender Bürgermeister in Berlin, Erster Bürgermeister in Hamburg sowie Bürgermeister und Präsident des Senats in Bremen.
Die Liste ist, soweit nicht anders angegeben, auf dem Stand vom November 2025. Daneben enthält die Parteitabelle den ausdrücklich genannten Stand 01.05.2026, und mehrere Ländertabellen führen Wahlen und Amtsantritte des Jahres 2026 auf. Diese unterschiedlichen Datumsangaben gehören zum jeweiligen Datenstand der Tabellen.
Ausgewählte Einträge aus Baden-Württemberg und Bayern
Baden-Württemberg stellt mit 105 Einträgen die größte Gruppe der Übersicht. Die Tabelle reicht alphabetisch von Aalen bis Winnenden und enthält sowohl parteigebundene als auch zahlreiche parteilose Oberbürgermeister. Beispiele sind Frederick Brütting (SPD), Aalen, Amtsantritt 2021, 71,2 % im Jahr 2021, und Frank Nopper (CDU), Stuttgart, Amtsantritt 2021, 42,3 % bei der Wahl 2020. Martin Ansbacher (SPD) trat 2024 in Ulm an und erzielte bei der Wahl 2023 55,1 %. Thomas Jung wurde 2026 in Baden-Baden im zweiten Wahlgang mit 57,3 % gewählt; Oliver Marzian wurde 2026 in Eislingen/Fils im zweiten Wahlgang mit 51,8 % gewählt. In mehreren Anmerkungen wird ein Wechsel der Amtsbezeichnung oder der Parteizugehörigkeit festgehalten, etwa bei Matthias Henne, der seit 2022 Oberbürgermeister ist, Volker Kieber, der seit 2025 diese Amtsbezeichnung trägt, und Boris Palmer, der bis 2023 den Grünen angehörte.
Bayern umfasst 54 Städte. Die Tabelle enthält unter anderem Michael Fritz (FW) in Amberg, Thomas Deffner (CSU) in Ansbach, Florian Freund (SPD) in Augsburg, Dominik Krause (Grüne) in München, Marcus König (CSU) in Nürnberg und Martin Heilig (Grüne) in Würzburg. Viele bayerische Wahlen fanden 2026 statt; beispielsweise erhielten Florian Freund 56,6 %, Dominik Krause 56,4 %, Marcus König 55,5 % und Martin Heilig bei seiner Wahl 2025 64,8 %. Die Tabelle erläutert regionale Wählergruppen und Abkürzungen: BBV steht für Brucker Bürgervereinigung, WGK für Wählergemeinschaft Kulmbach, UBV für Unabhängige Bürgervereinigung und PWG für Parteifreie Wählergemeinschaft.
Weitere Länder und regionale Verteilung
Brandenburg führt vier Oberbürgermeister auf: Daniel Keip in Brandenburg an der Havel, Tobias Schick in Cottbus, Axel Strasser in Frankfurt (Oder) und Noosha Aubel in Potsdam. Die ersten beiden gehören der SPD an, Strasser und Aubel sind parteilos. In Bremen ist ausschließlich Melf Grantz für Bremerhaven aufgeführt; er ist SPD-Mitglied, seit 2011 im Amt und wurde 2022 von der Stadtverordnetenversammlung gewählt.
In Hessen werden zwölf Städte genannt. Beispiele sind Alexander Hetjes (CDU) in Bad Homburg vor der Höhe, Hanno Benz und Mike Josef (beide SPD) in Darmstadt beziehungsweise Frankfurt am Main, Sven Schoeller (Grüne) in Kassel sowie Gert-Uwe Mende (SPD) in Wiesbaden, der 2025 im zweiten Wahlgang 58,1 % erhielt. Mecklenburg-Vorpommern umfasst Greifswald mit Stefan Fassbinder (Grüne), Neubrandenburg mit dem parteilosen Nico Klose, Rostock mit Eva-Maria Kröger (Die Linke), Schwerin mit Sebastian Ehlers (CDU) und Stralsund mit Alexander Badrow (CDU).
Niedersachsen führt 17 Städte auf, darunter Braunschweig mit Thorsten Kornblum (SPD), Hannover mit Belit Onay (Grüne), Göttingen mit Petra Broistedt (SPD), Osnabrück mit Katharina Pötter (CDU) und Wolfsburg mit Dennis Weilmann (CDU). In Nordrhein-Westfalen werden 23 Oberbürgermeister aufgeführt, darunter Michael Ziemons in Aachen, Guido Déus in Bonn, Sören Link in Duisburg, Stephan Keller in Düsseldorf, Thomas Kufen in Essen, Torsten Burmester in Köln, Frank Meyer in Krefeld, Tilman Fuchs in Münster und Miriam Scherff in Wuppertal. Die Tabelle verzeichnet für zahlreiche Städte die Wahlen von 2025.
Rheinland-Pfalz umfasst 20 Städte. Genannt werden unter anderem Christian Greiner (FWG) in Andernach, Emanuel Letz (FDP) in Bad Kreuznach, Beate Kimmel und David Langner (SPD) in Kaiserslautern beziehungsweise Koblenz, Nino Haase (parteilos) in Mainz, Stefanie Seiler (SPD) in Speyer und Wolfram Leibe (SPD) in Trier. Im Saarland stehen sechs Städte: Homburg mit Michael Forster, Neunkirchen mit Jörg Aumann, Saarbrücken mit Uwe Conradt, Saarlouis mit Marc Speicher, St. Ingbert mit Ulli Meyer und Völklingen mit Stephan Tautz.
Sachsen enthält 54 Einträge, darunter Chemnitz mit Sven Schulze (SPD), Dresden mit Dirk Hilbert (FDP), Leipzig mit Burkhard Jung (SPD), Görlitz mit Octavian Ursu (CDU), Zwickau mit Constance Arndt (parteilos) und Klingenthal mit Judith Sandner (FWG). Die Anmerkungen erklären unter anderem FWG als Freie Wähler Gemeinschaft, FWU als Freie Wähler Union, ULW als Unabhängige Liste Werdau und ZKM als Zittau kann mehr. Sachsen-Anhalt führt 17 Städte auf, beispielsweise Dessau-Roßlau mit Robert Reck, Halle (Saale) mit Alexander Vogt, Magdeburg mit Simone Borris und Wittenberg mit Torsten Zugehör.
Schleswig-Holstein umfasst Elmshorn mit Volker Hatje, Flensburg mit Fabian Geyer, Kiel mit Samet Yilmaz, Neumünster mit Tobias Bergmann und Norderstedt mit Katrin Schmieder. Hatje trägt die Amtsbezeichnung seit 2023; Bergmann gehörte bis 2026 der SPD an. Thüringen nennt elf Städte, darunter Altenburg mit André Neumann, Eisenach mit Christoph Ihling, Erfurt mit Andreas Horn, Gera mit Kurt Dannenberg, Jena mit Thomas Nitzsche, Weimar mit Peter Kleine und Suhl mit André Knapp.
Literatur und Dokumentation
Als weiterführende Literatur werden zwei Veröffentlichungen genannt: das von der Heinrich-Böll-Stiftung herausgegebene „Vierte Genderranking deutscher Großstädte 2017“, Berlin, April 2017, das auch Oberbürgermeisterinnen behandelt, sowie Helga Lukoschat und Jana Belschner, „Frauen führen Kommunen: Eine Untersuchung zu Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern in Ost und West“, herausgegeben von der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft Berlin (EAF), Berlin 2014.
Als audiovisuelle Dokumentation ist Meike Maternes „Chefin im Rathaus – Bürgermeisterinnen in Deutschland“ genannt, eine ZDF-Produktion von 2019. Die Dokumentation wird mit einer Übersicht und einem Video von 30 Minuten beschrieben; sie war bis zum 21. September 2020 verfügbar, mit einem archivierten Nachweis vom 27. Februar 2020.