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Liste der Regierungssysteme nach Staat
Diese Liste der Regierungssysteme nach Staat benennt die Staatsformen und Regierungssysteme der 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen, der Vatikanstadt …
Inhalt5 Abschnitte
Gegenstand und Einordnung
Die Liste ordnet die Staatsformen und Regierungssysteme der 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen, der Vatikanstadt und 12 De-facto-Staaten zu. Gemeint ist grundsätzlich das formale, durch die Verfassung vorgegebene Regierungssystem. Die tatsächliche Regierungsform kann in vielen Staaten erheblich von dieser formalen Einordnung abweichen. Die Tabelle nennt außerdem den offiziellen Staatsnamen und verweist auf Artikel zum jeweiligen politischen System.
Staatsformen
Die häufigste Staatsform ist die Republik. Als föderale Republiken werden Argentinien, Äthiopien, Bosnien und Herzegowina, Brasilien, Deutschland, Indien, Irak, die Komoren, Mexiko, Nepal, Nigeria, Österreich, Russland, Somalia, Sudan, Südsudan, die Schweiz, Venezuela, die Vereinigten Staaten und die Föderierten Staaten von Mikronesien bezeichnet. Pakistan ist eine föderale islamische Republik. Als islamische Republiken nennt die Liste Afghanistan, Iran und Mauretanien.
Weitere republikanische Sonderformen sind die teilautonome Republik Palästina und der autonome Staat in freier Assoziierung mit Neuseeland bei den Cookinseln und Niue. Syrien hat in der Tabelle keine eingetragene Staatsform und wird einer Übergangsregierung zugeordnet.
Die Monarchien werden nach ihrer Bezeichnung weiter unterschieden: Fürstentümer sind Andorra, Liechtenstein und Monaco; Emirate sind Katar und Kuwait; Sultanate sind Brunei und Oman; Japan ist ein Kaiserreich; Luxemburg ein Großherzogtum. Außerdem gibt es Königreiche, Commonwealth Realms, föderale Monarchien, eine Wahlmonarchie in der Vatikanstadt sowie die Wahlmonarchie der Vereinigten Arabischen Emirate als Föderation autonomer Emirate.
Präsidentielle und semipräsidentielle Systeme
Ein präsidentielles Regierungssystem wird für Abchasien, Afghanistan, Angola, Argentinien, Aserbaidschan, Belarus, Benin, Bolivien, Brasilien, Burundi, Chile, Costa Rica, die Dominikanische Republik, Dschibuti, Ecuador, El Salvador, die Elfenbeinküste, Gabun, Gambia, Ghana, Guatemala, Guinea, Honduras, Indonesien, Kamerun, Kolumbien, die Komoren, die Republik Kongo, Südkorea, Liberia, Malawi, die Malediven, die Marshallinseln, Mosambik, Nicaragua, Nigeria, Palau, Panama, Paraguay, die Philippinen, Ruanda, Sambia, die Seychellen, Sierra Leone, Sri Lanka, Sudan, Südsudan, Tansania, Togo, den Tschad, Transnistrien, die Türkei, Nordzypern, Uganda, Uruguay, Usbekistan, Venezuela, die Vereinigten Staaten und Zypern angegeben. Für die Westsahara lautet die Bezeichnung „Präsidentielles Regierungssystem (Regierung im Exil)“. Der Iran wird als „Präsidentielles Regierungssystem mit theokratischen Elementen“ eingeordnet.
Als semipräsidentielle Regierungssysteme nennt die Liste Ägypten, Algerien, Äquatorialguinea, Taiwan, die Republik Arzach, Burkina Faso, Frankreich, Georgien, Guinea-Bissau, Guyana, Haiti, den Jemen, Kap Verde, Kasachstan, Kenia, Litauen, Mali, die Demokratische Republik Kongo, Myanmar, Namibia, Niger, Österreich, Osttimor, Palästina, Peru, Portugal, Rumänien, Russland, São Tomé und Príncipe, Senegal, Serbien, Simbabwe, die Slowakei, Südossetien, Tadschikistan, Tunesien und die Ukraine.
Parlamentarische und weitere Regierungssysteme
Ein parlamentarisches Regierungssystem wird für Albanien, Armenien, Äthiopien, Antigua und Barbuda, Australien, die Bahamas, Bangladesch, Barbados, Belgien, Belize, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, die Cookinseln, Dänemark, Deutschland, Dominica, Estland, Fidschi, Finnland, Grenada, Griechenland, Indien, Irak, Irland, Island, Israel, Italien, Jamaika, Japan, Kambodscha, Kanada, Kirgisistan, Kroatien, Lesotho, Lettland, Libanon, Luxemburg, Malaysia, Malta, Mauritius, Moldau, die Mongolei, Montenegro, Neuseeland, Niue, Nordmazedonien, Norwegen, die Niederlande, Pakistan, Polen, Samoa, San Marino, Schweden, Singapur, Slowenien, Somalia, Spanien, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, die Salomonen, Trinidad und Tobago, Tschechien, Ungarn, Vanuatu und das Vereinigte Königreich angegeben.
Die Kategorie „Parlamentsgebundene Exekutivgewalt“ gilt für Botswana, Kiribati, die Föderierten Staaten von Mikronesien, Nauru, Südafrika und Suriname. Die Schweiz hat ein Direktorialsystem. Als Einparteiensysteme werden die Volksrepublik China, Eritrea, Kuba, Laos, Nordkorea, Turkmenistan und Vietnam bezeichnet. Libyen, Madagaskar und Syrien werden einer Übergangsregierung zugeordnet.
Monarchien nach Regierungssystem
Konstitutionelle Monarchien sind Andorra, Bahrain, Bhutan, Jordanien, Kuwait, Liechtenstein, Marokko, Monaco, Thailand, Tonga und die Vereinigten Arabischen Emirate. Absolute Monarchien sind Brunei, Eswatini, Katar, Oman, Saudi-Arabien und die Vatikanstadt; deren Staatsform wird bei der Vatikanstadt als Wahlmonarchie bezeichnet.
Monarchien mit parlamentarischem Regierungssystem sind Antigua und Barbuda, Australien, die Bahamas, Belgien, Belize, Dänemark, Dominica, Grenada, Jamaika, Japan, Kambodscha, Kanada, Lesotho, Luxemburg, Malaysia, Neuseeland, die Niederlande, Norwegen, Papua-Neuguinea, Schweden, Spanien, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, die Salomonen, Tuvalu und das Vereinigte Königreich. Die Tabelle führt dabei unter anderem Commonwealth Realms, föderale Monarchien, das japanische Kaiserreich, das luxemburgische Großherzogtum und Malaysias föderale Monarchie als Wahlkönigtum.