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Liste der Länder nach Religion
Religiöse Bevölkerungen nach Anzahl · Christen · Muslime · Buddhisten · Hindus · Juden.
Inhalt5 Abschnitte
Zweck, Datenbasis und weltweite Verteilung
Die Liste ordnet die Bevölkerungen von fast allen Staaten nach dem Anteil verschiedener Religionsgruppen. Grundlage sind nationale Statistiken, die vom Pew Research Center für den Bericht „The Global Religious Landscape“ ausgewertet wurden; die Angaben zur Zusammensetzung beziehen sich auf 2010.
Weltweit war das Christentum mit 31,5 % der Bevölkerung die größte Religionsgruppe. Es folgten Muslime mit 23,2 %, Hindus mit 15,0 % und Buddhisten mit 7,1 %. Jüdischen Glaubens waren 0,2 %. Weitere 0,8 % gehörten sonstigen Religionen an, 5,9 % ethnischen Religionen; dazu zählen etwa traditionelle afrikanische Religionen, chinesischer Volksglaube und lokale Religionen indigener Völker. 16,3 % gehörten keiner Religionsgruppe an.
„Ohne Religion“ ist eine statistische Kategorie und nicht automatisch gleichbedeutend mit Atheismus: Ein Kirchenaustritt bedeutet nicht zwingend fehlende Religiosität. Umgekehrt können Menschen einer Religionsgruppe angehören, ohne gläubig zu sein.
Religiöse Zusammensetzung einzelner Länder
Die Tabelle vergleicht für jedes Land die Anteile von Christen, Muslimen, Menschen ohne Religion, Hindus, Buddhisten, Anhängern ethnischer und sonstiger Religionen sowie Juden. Sie erlaubt, sowohl Länder mit einer sehr großen Mehrheit als auch religiös vielfältige Staaten zu erkennen.
Beispiele für hohe Anteile einzelner Gruppen: In Afghanistan waren 99,7 % Muslime, in Vatikanstadt 100,0 % Christen, in Indien 79,5 % Hindus und in Kambodscha 96,9 % Buddhisten. Israel hatte mit 75,6 % den höchsten in der Tabelle genannten jüdischen Anteil. In China entfielen 52,2 % auf Menschen ohne Religion, 18,2 % auf Buddhisten und 21,9 % auf ethnische Religionen.
Einige Staaten zeigen annähernd gleich große christliche und muslimische Bevölkerungsanteile: Nigeria hatte 49,3 % Christen und 48,8 % Muslime; in Bosnien und Herzegowina standen 46,2 % Christen 51,3 % Muslimen gegenüber. Religiös vielfältig war auch Singapur: 33,9 % Buddhisten, 18,2 % Christen, 16,4 % ohne Religion, 14,3 % Muslime, 9,7 % sonstige Religionen und 5,2 % Hindus.
Unterschiede zwischen Weltregionen
Die regionalen Werte zeigen, dass die weltweiten Durchschnittswerte große Unterschiede verdecken. Subsahara-Afrika bestand zu 62,9 % aus Christen und zu 30,2 % aus Muslimen; in Westafrika waren Muslime mit 53,4 % stärker vertreten als Christen mit 40,7 %. Europa war zu 75,2 % christlich, zu 18,2 % ohne Religion und zu 5,9 % muslimisch. In Westeuropa betrug der Anteil ohne Religion 26,3 %.
Im Asien-Pazifik-Raum waren Hindus mit 25,3 %, Muslime mit 24,3 % und Menschen ohne Religion mit 21,2 % besonders große Gruppen; Buddhisten stellten 11,9 %. Südasien hatte 63,7 % Hindus und 30,1 % Muslime. In Südostasien lagen Muslime bei 40,4 % und Buddhisten bei 24,2 %. Ostasien hatte 52,1 % Menschen ohne Religion, 19,7 % Anhänger ethnischer Religionen und 19,6 % Buddhisten.
Karibik und Lateinamerika waren zu 90,0 % christlich. Im Nahen Osten und Nordafrika waren 93,0 % Muslime; Nordafrika allein hatte 95,9 % Muslime. Nordamerika bestand zu 77,4 % aus Christen, zu 17,1 % aus Menschen ohne Religion und zu 1,8 % aus Juden.
Größte christliche und muslimische Bevölkerungen
Neben Prozentanteilen nennt der Artikel absolute Zahlen. Die größten christlichen Bevölkerungen nach Ländern stammen aus dem Stand 2011: In den Vereinigten Staaten lebten 229.157.250 Christen, in Brasilien 169.213.130, in Russland 114.198.444 und in Mexiko 106.204.560. Es folgen unter anderem Nigeria mit 80.510.000, die Philippinen mit 78.790.000, China mit 67.070.000, die Demokratische Republik Kongo mit 63.150.000 sowie Deutschland mit 50.752.580 Christen.
Für Muslime nennt der Artikel Daten von 2013. Indonesien hatte mit 206.986.560 die größte muslimische Bevölkerung, vor Pakistan mit 180.608.292, Indien mit 172.000.000 und Bangladesch mit 132.937.800. Weitere große muslimische Bevölkerungen gab es in Nigeria mit 80.000.000, Iran mit 73.238.340, Ägypten mit 70.056.000 und der Türkei mit 70.036.838. Absolute Zahlen und Prozentanteile beantworten unterschiedliche Fragen: Ein Land kann viele Angehörige einer Religion haben, ohne dass diese dort die Mehrheit bilden.
Größte buddhistische, hinduistische und jüdische Bevölkerungen
Die Zahlen für Buddhisten und Hindus beziehen sich auf 2010. Die größten buddhistischen Bevölkerungen lebten in China mit 244.130.000 Menschen, Thailand mit 64.420.000, Japan mit 45.820.000, Myanmar mit 38.410.000 und Sri Lanka mit 14.450.000. Vietnam hatte 14.380.000 und Kambodscha 13.690.000 Buddhisten.
Bei den Hindus lag Indien mit 957.636.314 weit vor Nepal mit 21.354.570 und Bangladesch mit 14.274.430. Danach folgen Indonesien mit 4.012.470, Pakistan mit 2.603.895 und Sri Lanka mit 2.554.606 Hindus.
Für die jüdische Religion nennt der Artikel ebenfalls Daten von 2010. Die Vereinigten Staaten hatten 6.588.065 jüdische Gläubige und Israel 5.907.500. Danach folgten Frankreich mit 493.600, das Vereinigte Königreich mit 387.000, Kanada mit 375.000, Russland mit 194.000, Argentinien mit 181.800 und Deutschland mit 119.000 jüdischen Gläubigen.