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Landesregierung von Sachsen-Anhalt
Januar 2026 ist die Regierung aus CDU, SPD und FDP unter Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) im Amt. Der Ministerpräsident bestimmt die Richtlinien der Politik …
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Aufgabe und Aufbau der Landesregierung
Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt ist das Leitungsorgan der Exekutive, also der vollziehenden Gewalt, des Landes Sachsen-Anhalt. Nach Artikel 64 Absatz 1 der Verfassung des Landes Sachsen-Anhalt besteht sie aus dem Ministerpräsidenten und den Ministern. Sie wurde mit der Wiederherstellung des Landes am 3. Oktober 1990 auf Grundlage des Ländereinführungsgesetzes erneut gebildet.
Ihre Hauptaufgaben sind, die vom Landtag beschlossenen Gesetze zu vollziehen, die Landesverwaltung zu führen und die politische Staatsleitung wahrzunehmen. Sie beeinflusst außerdem die Gesetzgebung, auch auf Bundesebene. Sitz der Regierung ist Magdeburg; dort befindet sich auch die Staatskanzlei.
Der Ministerpräsident bestimmt die Richtlinien der Politik und trägt dafür die Verantwortung. Er leitet die Regierungsgeschäfte nach der Geschäftsordnung. Der Landtag von Sachsen-Anhalt wählt ihn ohne Aussprache und in geheimer Abstimmung. Der Ministerpräsident ernennt und entlässt die Minister und bestellt einen Minister zu seinem Stellvertreter.
Die Landesregierung als Kollegialorgan, der Ministerpräsident und die Ministerien sind neben dem Rechnungshof oberste Landesbehörden. Die Regierung bestimmt ihre Geschäftsbereiche eigenverantwortlich, benötigt dafür aber die Zustimmung des Landtags. Für die Amtsgeschäfte bestehen die Staatskanzlei und Ministerium für Kultur als Behörde des Ministerpräsidenten sowie 9 Fachministerien.
Kabinett Schulze seit 2026
Seit dem 28. Januar 2026 ist Sven Schulze (CDU) Ministerpräsident. Das Kabinett Schulze wird von CDU, SPD und FDP getragen.
Dem Kabinett gehören an: Rainer Robra (CDU) als Staatsminister, Chef der Staatskanzlei und Minister für Kultur; Tamara Zieschang (CDU) als Ministerin für Inneres und Sport; Franziska Weidinger (CDU) als Ministerin für Justiz und Verbraucherschutz; Michael Richter (CDU) als Minister der Finanzen sowie zugleich Minister für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten; Petra Grimm-Benne (SPD) als Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung; Jan Riedel (CDU) als Minister für Bildung; Armin Willingmann (SPD) als Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt und 1. Stellvertreter des Ministerpräsidenten; sowie Lydia Hüskens (FDP) als Ministerin für Infrastruktur und Digitales und 2. Stellvertreterin des Ministerpräsidenten.
Regierungen bis zur Auflösung 1952
In der ersten Phase des Landes bestanden folgende Kabinette: Erhard Hübener (LDP) führte 1945–1946 das Kabinett Hübener I aus LDP, KPD, SPD und SED sowie 1946–1949 das Kabinett Hübener II aus LDP, SED und CDU. Werner Bruschke (SED) leitete 1949–1950 das Kabinett Bruschke I aus SED, LDP, CDU und NDPD sowie 1950–1952 das Kabinett Bruschke II aus SED, CDU, LDP, NDPD und DBD.
Durch Gesetz vom 23. Juli 1952 wurde Sachsen-Anhalt aufgelöst. Sein Gebiet wurde den neuen Bezirken Halle und Magdeburg zugeteilt.
Regierungen seit der Wiederherstellung 1990
Seit 1990 gab es mehrere Kabinette infolge von Landtagswahlen und Regierungsumbildungen. CDU und FDP regierten unter Gerd Gies 1990–1991, Werner Münch 1991–1993 und Christoph Bergner 1993–1994. Unter Reinhard Höppner (SPD) bestand von 1994–1998 eine Regierung aus SPD und Grünen; von 1998–2002 regierte die SPD allein.
Wolfgang Böhmer (CDU) führte 2002–2006 eine CDU-FDP-Regierung und 2006–2011 eine CDU-SPD-Regierung. Reiner Haseloff (CDU) leitete von 2011–2016 CDU und SPD, von 2016–2021 CDU, SPD und Grüne sowie von 2021–2026 CDU, SPD und FDP. Seit 2026 führt Sven Schulze (CDU) die Koalition aus CDU, SPD und FDP.
Fachminister
Für die einzelnen Fachbereiche seit 1990 gibt es gesonderte Listen der Minister für Arbeit, Bildung, Finanzen, Inneres, Justiz, Umwelt, Verkehr und Wirtschaft.