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Erzgebirgisch
Personalpronomen ; (8), Ch, hàb, dèènn, nischd ; [ ʂhʌp], [ tɛːnn̩], [ nɪʂt] ; Ich, habe, denen/ihnen, nichts …
Inhalt5 Abschnitte
Einordnung und Verbreitung
Erzgebirgisch, in der Mundart Arzgebirgsch, ist ein deutscher Dialekt. Er wird heute vor allem im oberen westlichen Erzgebirge und in einem kleinen Teil des Oberharzes in Niedersachsen gesprochen; diese dortige Varietät heißt Oberharzisch. Die Infobox nennt etwa 500.000 Sprecher, zugleich nimmt ihre Zahl deutlich ab. Erzgebirgisch besitzt keinen offiziellen Status und ist in keinem Land Amtssprache. Sprachwissenschaftlich wird es überwiegend dem Ostmitteldeutschen zugeordnet. Wegen der Grenze bei der Verschiebung des anlautenden germanischen p wird es vereinzelt auch dem oberdeutschen Ostfränkischen zugerechnet: Erzgebirgisch Pfund steht beispielsweise neben meißnisch Fund.
Das Dialektgebiet umfasst Westerzgebirgisch, Osterzgebirgisch und Vorerzgebirgisch beziehungsweise Nordwesterzgebirgisch. Die Grenzen sind fließend. Das Westerzgebirgische geht auf Bauern aus dem mainfränkischen Raum zurück, die sich seit Mitte des 12. Jahrhunderts im Erzgebirge ansiedelten. Osterzgebirgisch und Vorerzgebirgisch sind stärker durch Mischungen mit dem Obersächsischen geprägt. Heute liegt das Hauptgebiet im Erzgebirgskreis; außerdem wird der Dialekt im Süden Mittelsachsens, im Südosten des Landkreises Zwickau und in Lichtenstein gesprochen. Im Oberharz gibt es eine Sprachgemeinschaft um Clausthal-Zellerfeld und St. Andreasberg. Ihre Vorfahren waren Bergleute, die im 16. Jahrhundert aus dem Erzgebirge dorthin auswanderten.
Bis 1945 war Erzgebirgisch auch im angrenzenden Böhmen verbreitet; die Infobox nennt abweichend 1946 als Enddatum. Besonders wichtig war die Region Kaaden-Duppau. Nach der Vertreibung der Deutschböhmen aus der damaligen Tschechoslowakei nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Mundart außerhalb der Familie nur noch eingeschränkt gebraucht. Noch 1929 war sie in weiteren Teilen der heutigen Landkreise Mittelsachsen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie in Chemnitz und Zwickau zu finden. Seit der zunehmenden Vermischung mit dem Obersächsischen, der Abwanderung vieler Menschen und der Abkehr vom Dialekt, besonders seit 1989, geht der Gebrauch zurück.
In der Literatur wird meist zwischen West- und Osterzgebirgisch unterschieden. Das Westerzgebirgische weist zusätzlich oberfränkische Züge auf, das Osterzgebirgische vor allem meißnische Elemente. An den Übergängen ist eine eindeutige Zuordnung zu Erzgebirgisch oder „Sächsisch“ teilweise nicht möglich. Eine Übersicht nennt Mittelerzgebirgisch, Westerzgebirgisch, Osterzgebirgisch, Nordwesterzgebirgisch und Oberharzisch als regionale Varietäten. Das Oberharzische entwickelte sich seit der Besiedlung relativ eigenständig. Seine Lautlehre soll sich seit Anfang des 17. Jahrhunderts kaum verändert haben, während Flexionslehre und Wortschatz besonders durch nordthüringische Einflüsse geprägt wurden. Eine allgemein anerkannte Rechtschreibung gibt es trotz vieler Mundarttexte nicht; Richtlinien des sächsischen Heimatvereins von 1937 werden von Autoren kaum beachtet. Deshalb beruht die Forschung hauptsächlich auf Feldforschung. Das Werk des Volksdichters und Sängers Anton Günther (1876–1937) gilt gelegentlich als sprachlicher Maßstab.
Lautsystem und oberdeutsche Merkmale
Da keine einheitliche Schreibweise besteht, verwendet der Artikel eine eigene, an bairischen und teilweise schweizerdeutschen Notationen orientierte Konvention. Die Aussprache wird zusätzlich mit dem Internationalen Phonetischen Alphabet (IPA) angegeben. In keinem Unterdialekt stehen postalveolare Laute [tʃ], [ʃ] und retroflexe Laute [ʈʂ], [ʂ] bedeutungsunterscheidend nebeneinander: Ein Unterdialekt besitzt jeweils nur die eine oder die andere Reihe. Im Nordwestdialekt ist die Unterscheidung zwischen [ʂ/ʃ] und [ç] häufig aufgehoben; dort wird hauptsächlich [ʂ] gesprochen, aber je nach Herkunft des Wortes als sch oder ch geschrieben. Die stimmlosen Plosive b, d und g können besonders zwischen Nasalen und Vokalen stimmhaft werden, wobei dies nicht geschrieben wird.
Typisch ist die Behandlung des r: Folgt r einer der velaren Konsonanten k, g, ch oder ng, wird ein [j] eingeschoben. Baarg „Berg“ wird beispielsweise [paːɰjk] ausgesprochen. Das [j] wird nicht geschrieben, weil sein Auftreten vorhersagbar ist. Der Laut [ɰ] wird meist als Velarisierung des vorhergehenden Vokals verwirklicht.
Bei den Vokalen besitzt jeder Unterdialekt entweder [a] oder [æ], aber nie beide. Ein Schwa vor r in derselben Silbe wird als [ɔ] gesprochen, jedoch weiterhin e geschrieben. Länge wird durch Doppelschreibung markiert; die Langvokale sind ii, ee, èè, aa, uu, oo und àà. Die Vokale außer a und Schwa werden deutlich zentralisiert: Hintere Vokale wie à, o und u liegen weiter vorn, vordere Vokale wie ee, è und i weiter hinten als im Standarddeutschen. Kurze Vokale vor einer betonten Silbe werden zu Schwa reduziert, etwa gremàdig [kxəˈmʌtɪk] „Grammatik“. Ein kurzer Vokal vor r wird oft gelängt, wie in Aarzgebèèrgsch. In höheren Lagen wird àà häufig als oo ausgesprochen; in geschlossenen Silben ist àà jedoch der Normalfall. Die Ausweitung von àà in sächsisch beeinflusste Gebiete wird als Sprachkontakt erklärt.
Die Betonung richtet sich grundsätzlich nach der Herkunft des Wortes. Bei französischen Fremdwörtern besteht jedoch eine stärkere Tendenz zur Betonung der ersten Silbe, etwa biro [ˈpiːɣo] „Büro“. Häufig bleibt bei französischen Lehnwörtern der Akzent trotzdem auf der letzten Silbe, zum Beispiel dridewààr [txɪtəˈvʌːɰ] „Gehsteig“, von französisch trottoir. Lateinische und griechische Fremdwörter werden auf der vorletzten oder drittletzten Silbe betont.
Mehrere Merkmale verbinden Erzgebirgisch mit oberdeutschen Dialekten: Das Präfix er- wird häufig durch der- oder ver- ersetzt, etwa derschloong „erschlagen“ und derzeeln „erzählen“. Die Partikel fei ist verbreitet. Außerdem gibt es die Entsprechung standarddeutsches o beziehungsweise ɔ zu dialektalem u beziehungsweise ʊ, zum Beispiel huus „Hose“, sowie eine starke o-Färbung des standarddeutschen a, etwa hoos „Hase“. Silbenschließendes n fällt nach langen Vokalen häufig aus, wie in Huuschdee „Hohenstein“. Im Lichtensteinischen werden Schwa und gelegentlich kurzes i ausgelassen. Die Verschmelzung von ch und sch tritt nur in Randgebieten auf. Diese Merkmale finden sich teilweise auch im Ostfränkischen, Bairischen und Alemannischen, nicht jedoch oder nur selten im Osterländischen.
Nomen, Artikel und Adjektive
Das Erzgebirgische unterscheidet drei grammatische Geschlechter: männlich, weiblich und sächlich. Die Zuordnung entspricht meist dem Standarddeutschen, etwa moo „Mann“ und baam „Baum“ als männlich, fraa „Frau“ und dàsch „Tasche“ als weiblich sowie kind „Kind“ und maadl „Mädchen“ als sächlich. Auffällig sind Wörter mit abweichender oder schwankender Zuordnung, zum Beispiel dridewààr „Gehsteig“ und dunnl „Tunnel“.
Einen produktiven Genitiv gibt es nicht mehr. Besitz wird bei belebten Besitzern meist durch Dativ plus Possessivpronomen ausgedrückt: dem B sein A. Für andere Besitzverhältnisse steht die Präposition f(u)n „von“, etwa de fansder fun den haus „die Fenster von dem Haus“. Bei nichtabstrakten Besitzern sind auch Komposita möglich, zum Beispiel Haustür für „Tür des Hauses“. Am Substantiv selbst ist nur der Dativ Plural sichtbar; er erhält das Suffix -n, das sich mit bestimmten Konsonanten verbinden kann. Bei Nomen, deren Plural bereits auf -n endet, entfällt es. Nominativ und Akkusativ sowie der Dativ Singular sind am Substantiv endungslos.
Die Mehrzahl wird wie im Standarddeutschen unterschiedlich gebildet, unter anderem mit -e, -er, -n und -s, durch Ablaut oder durch Umlaut. Nomen auf -(e)l erhalten häufig -n ohne Umlaut: fuuchl „Vogel“ – fuuchln „Vögel“ und nààchl „Nagel“ – nààchln „Nägel“. Weitere Beispiele sind kind – kiner „Kinder“, bàrg – bàargs „Parks“, fuus – fiis „Füße“ und wààng – weeng(-e) „Wagen“. Daneben gibt es regionale Formen wie maad beziehungsweise maadl – meed oder máád „Mädchen“.
Es gibt drei Artikelarten: unbestimmte Artikel, unbetonte bestimmte Artikel und betonte bestimmte Artikel. Die betonten bestimmten Artikel entsprechen in ihrer Funktion ungefähr „dies-“ oder „jen-“ und können auch stellvertretend für die seltenen betonten Personalpronomen der dritten Person stehen. Artikel stimmen mit dem Bezugswort in Kasus, Numerus und Genus überein. Für männliche Personennamen werden im Dativ und Akkusativ obligatorisch unbestimmte Artikel verwendet; bei anderen Personennamen stehen unbetonte bestimmte Artikel. Auch Negativartikel wie kee, keene und keen werden gebraucht. Der Artikel n passt sich dem folgenden Konsonanten an: Nach p, pf, f, w und m wird er zu m, nach k, g, ch und ng zu ng.
Adjektive kongruieren, das heißt, sie richten sich in Kasus, Numerus, Genus und Definitheit nach ihrem Bezugswort. Anders als im Standarddeutschen unterscheiden sich die Formen ohne Artikel nicht von den Formen mit unbestimmtem Artikel. Beispiele sind deier-n schmuk „teurem Schmuck“ und n’deier-n ring „einem teuren Ring“. Der Komparativ erhält -er; der Vergleichsgegenstand wird mit wii „wie“ angeschlossen. Der Superlativ wird mit -(e)sd gebildet, anschließend kommen die Kongruenzsuffixe hinzu: schèn-sd-n fraa „der schönsten Frau“.
Pronomen, Präpositionen und Verben
Personalpronomen besitzen betonte und unbetonte Formen. Betonte Formen heben einen Handlungsteilnehmer hervor und sind eigenständige Wörter; unbetonte Formen bestehen oft nur aus einem Konsonanten oder Vokal. Für die dritte Person gibt es keine eigene betonte Form, daher werden betonte bestimmte Artikel verwendet. Anders als bei Substantiven unterscheiden Personalpronomen im Singular und Plural weiterhin die drei Fälle. Für die Höflichkeitsform gibt es eigene Pronomen: betont sii, iinn, sii; unbetont se, iin(n), se. Das unbetonte Pronomen der zweiten Person Singular lautet nach dem Verb de, davor du. In Pronomen mit ch steht im Nordwestdialekt sch.
Possessivpronomen werden nach Kasus, Numerus und Genus des folgenden Substantivs dekliniert. Die Stämme lauten unter anderem mei(n)-, dei(n)-, sei(n)-, iir-, un(s)(e)r- und ei(e)r-. Im Singular entfällt n, wenn keine Endung oder -n folgt. Die Endungen des Paradigmas sind im Wesentlichen -Ø, -e, -n und -er; im Plural stehen -e oder -n. Bei der dritten Person setzt sich ebenfalls die Dativkonstruktion durch, etwa daar fraa iire dàsch „die Tasche dieser Frau“.
Eine typische Präpositionskonstruktion lautet nei (n) der schdàd „in die Stadt hinein“. Die Bewegung wird durch nei ausgedrückt, während das Ziel im Dativ steht, nicht im Akkusativ. Die Präposition n „in“ fällt im Westerzgebirgischen wegen des häufigen n-Schwunds meist aus, in Lichtenstein jedoch nicht. Ähnliche Konstruktionen sind etwa dràà der kèrch „an der Kirche“ beziehungsweise „bei der Kirche“.
Finite Verben stimmen mit dem Subjekt in Person und Zahl überein. Morphologisch gibt es Präsens und Präteritum. Das Präteritum wird produktiv fast nur bei stark gebeugten Verben verwendet; bei schwachen Verben und zunehmend auch bei starken Verben steht das Perfekt. Perfekt, Plusquamperfekt, Futur I und Futur II werden mit Hilfsverben gebildet. Perfekt und Präteritum gelten als gleichwertig. Das Plusquamperfekt bezeichnet Vorzeitigkeit in der Vergangenheit. Das Futur II dient vor allem Vermutungen über vergangene Handlungen.
Der Infinitiv endet je nach Verbklasse etwa auf -n oder -m: schbiil-n „spielen“, gii-n „gehen“, hà-m „haben“. Das Partizip II wird beispielsweise mit ge- und den Endungen -d, -ng, -n oder -d gebildet: ge-schbiil-d, (ge-)gàng-ng, ge-waas-n und ge-hà-d. Im Präsens zeigen Endungen wie -Ø, -sd, -d und -n die Person an; bei hàm „haben“ verschmelzen Endungen mit dem Stamm. Das Präsens kann außerdem mit tun plus Infinitiv umschrieben werden. Das Präteritum enthält beispielsweise ging „ging“, wààr „war“, hàd „hatte“ und wurd „wurde“. Bei manchen Verben weicht die Stammvokalbildung vom Standarddeutschen ab: schmègng „schmecken“ hat das Präteritum schmoog „schmeckte“, frààn „fragen“ bildet fruuch „fragte“.
Perfekt und Plusquamperfekt bestehen aus einer finiten Form von sei- oder hàb- und dem Partizip II. Futur I verwendet eine Präsensform von wèèr- „werden“ plus Infinitiv, Futur II wèèr- plus Partizip II und den Infinitiv von sei- oder hab-. Der Konjunktiv ist nur bei den meisten Hilfsverben und einigen häufigen starken Verben produktiv. Sonst verwendet man den Konjunktiv von duun „tun“ plus Infinitiv. Die Formen unterscheiden sich vom Präteritum vor allem durch den Umlaut, etwa gèng- „ginge“ und hèd- „hätte“. Der Imperativ Singular entspricht der ersten Person Präsens, der Plural entsteht durch -d: Bii nur màà ruich! „Sei endlich ruhig!“ Das Passiv wird mit wèèr- und dem Partizip II gebildet: Wii wèrd dèè dàs gemàchd? „Wie wird denn das gemacht?“
Sprachbeispiele, Wortschatz und Ausrufe
Ein Beispiel aus dem Lichtensteiner Dialekt lautet: Wuu kimsd dee duu ize haar? „Wo kommst denn du jetzt her?“ Darauf kann man antworten: Dàs kàà (i)ch der fei ni sààn. „Das kann ich dir aber nicht sagen.“ In schneller Aussprache wird (i)ch häufig zu ch verkürzt; der ganze Satz kann dann als S-kàà-ch-der fei ni sààn geschrieben werden. Das Verb kumm „kommen“ ist ein Ablautverb: In der zweiten und dritten Person Singular Präsens erscheint ein anderer Stammvokal, etwa kimsd „kommst“.
Der Wortschatz enthält viele für Außenstehende schwer verständliche Kürzungen und regionale Formen. Beispiele für Substantive sind aardabl „Kartoffel“, ààziizeich „Kleidung“, bèremèd „Weihnachtspyramide“, hitsch „Fußbank“, pfaar „Pferd“, sammel „Brötchen“, schduub „Wohnzimmer, Stube“, schnubbdichl „Taschentuch“ und zemitschasn „Mittagessen“. Für Tätigkeiten gibt es unter anderem besuudln „beschmutzen“, blààtschn und schlosn „stark regnen“, drààschn „stark regnen (Dauerregen)“, iinln „schauen“, schurn „Schnee schippen oder schieben“, siifern „leicht nieseln“ und zutschn „ausschlürfen“. Der Artikel weist darauf hin, dass das niederschlagsreiche Erzgebirge besonders viele Bezeichnungen für unterschiedliche Formen des Regnens besitzt.
Adverbien und andere kleine Wörter sind ebenfalls zahlreich. Fei kann je nach Zusammenhang „aber“, „nämlich“, „endlich“ oder „ziemlich“ bedeuten und Aussagen oder Aufforderungen verstärken: Gii fei wag! „Geh endlich weg!“ beziehungsweise dr Omd wàr fei schii „der Abend war wirklich schön“. Weitere Beispiele sind ize „jetzt“, hèm „nach Hause“, feeder „vorwärts, weiter“, nààchert „nachher“, zàm „zusammen“ und zàmnamsch „sparsam“.
Die Interjektionen unterscheiden sich teilweise stark vom Standarddeutschen. Der bergmännische Gruß lautet Glig auf! oder verkürzt Gauf! „Glück auf!“. Als Zustimmung zu einer negativen Aussage dient Ujuu!, regional auch Ajuu! oder Oia! „Doch!“. Eine positive Aussage wird mit È(schà)! „Nein!“ verneint; mit anderer Intonation kann derselbe Ausruf Überraschung ausdrücken.
Das Oberharzische Textbeispiel ist ein Hochzeitsgedicht von 1759. Der Ausschnitt berichtet, dass Niemeyer seine Schusterin am 25. Oktober 1759 zur Trauung in die Kirche führt, ein Vogelhändler beiden gratuliert und anschließend seine Vögel anbietet. Außerdem enthält der Artikel Faschingssprüche von Kindern, etwa Iich bi a klanner kenich „Ich bin ein kleiner König“ und Iich bi a klanner zwarch „Ich bin ein kleiner Zwerg“.
Seit 2017 stimmen der Erzgebirgsverein und die Tageszeitung Freie Presse über das erzgebirgische Wort des Jahres ab. Genannt werden: 2017 Sperrguschn „neugierige Personen“, 2018 kaabsch „mäkelig beim Essen“, 2019 Lorks „schlechte Ware, Ausschuss“, 2020 dambern „lange Zeit für etwas brauchen“, 2021 ausbuzeln „ausschlafen“, 2022 nausbelzen „an die frische Luft schicken“, 2023 Dippl „Tasse“, 2024 Kafterle „Abstellkammer“ und 2025 Huscherle „kleines Feuer im Ofen“.