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Albany (New York)
Albany [ˈɔːlbəniː] ist die Hauptstadt des US-Bundesstaates New York und zugleich Verwaltungssitz sowie größte Stadt des Albany County.
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Staatshauptstadt und regionale Bedeutung
Albany ist die Hauptstadt des US-Bundesstaates New York, Verwaltungssitz und größte Stadt des Albany County. Die 1614 gegründete Stadt liegt am westlichen Ufer des Hudson River, etwa 16 Kilometer südlich der Mündung des Mohawk River. Sie ist die älteste Stadt des Bundesstaates.
Albany ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Capital District. Zu dieser Region gehören unter anderem Colonie, Troy, Schenectady und Saratoga Springs. Die Stadt hatte laut Volkszählung 2020 99.224 Einwohner; für 2024 wurden rund 101.000 Einwohner geschätzt. Für die Metropolregion nennt die Übersicht 899.262 Einwohner (2020), während der Text von rund 913.000 Menschen spricht. Albany ist damit Teil der viertgrößten Ballungsregion im Staat New York.
Lage, Landschaft und Klima
Albany liegt rund 217 km nördlich von New York City am Hudson River. Das Stadtgebiet umfasst 56,6 km², davon 55,5 km² Landfläche. Es grenzt im Norden an Colonie und Menands, im Westen an Guilderland und im Süden an Bethlehem. Der höchste Punkt liegt 115 m über dem Meeresspiegel, der niedrigste am Hudson River bei etwa 0,6 m.
Das Gelände besteht aus sandigen Hügeln als Überresten des ehemaligen Lake Albany. An der Westgrenze liegt das Pine Bush Preserve, eines der letzten Binnen-Dünenökosysteme der USA; dort kommt unter anderem der seltene Karner-Bläuling vor. Mehrere Bäche wurden im 19. Jahrhundert unterirdisch verlegt. Vier Seen liegen im Stadtgebiet, darunter Washington Park Lake und Rensselaer Lake.
Das Klima ist feuchtkontinental (Köppen-Geiger: Dfa): Winter sind kalt und schneereich, Sommer heiß und feucht. Die jährliche Niederschlagsmenge wird mit etwa 1030 mm angegeben, die Klimatabelle weist 918,5 mm aus. Pro Winter fallen durchschnittlich 151 cm Schnee. Die Temperaturrekorde reichen von −33 °C im Januar 1971 bis 40 °C im Juli 1911.
Entwicklung von Handelsplatz zur Hauptstadt
Die europäische Besiedlung begann 1614 mit dem niederländischen Fort Nassau, das nach vier Jahren aufgegeben wurde. 1624 ersetzte es Fort Oranje, eine dauerhafte Siedlung von Neu-Niederlande und ein Stützpunkt für den Pelzhandel. Pieter Stuyvesant gründete 1652 die Siedlung Beverwyck.
Nach der englischen Eroberung von Neu-Niederlande im Jahr 1664 wurde Beverwyck zu Albany umbenannt, zu Ehren des Herzogs von York und Albany. Ab 1685 gehörte der Ort zur britischen Kronkolonie New York; die Dongan Charta verlieh ihm 1686 Stadtrecht. 1754 fand der Albany-Kongress statt, aus dem eine Notstandsregierung zur Verteidigung gegen die Franzosen hervorging.
Nach dem Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg wurde Albany 1797 Hauptstadt des Staates New York, nachdem die frühere Hauptstadt Kingston niedergebrannt worden war. Die Verkehrsverbindungen stärkten die Stadt: 1807 begann die Dampfschifffahrt nach New York City, 1819 entstand über den Eriekanal die Verbindung zu den Großen Seen. 1831 begann mit der Eisenbahnstrecke Albany–Schenectady das Eisenbahnzeitalter; die Lokomotive DeWitt Clinton brauchte für diese Strecke 46 Minuten.
Bevölkerung, Verkehr und Einrichtungen
Die Einwohnerzahl sank von 101.727 im Jahr 1980 auf 94.952 im Jahr 2000 und stieg danach wieder auf 99.224 im Jahr 2020. Beim Zensus 2010 bestand die Bevölkerung zu 63 Prozent aus Weißen, zu 28 Prozent aus Schwarzen, zu 5,6 Prozent aus Latinos und zu 3,3 Prozent aus Asiaten. 17 Prozent der Einwohner hatten irische, 12 Prozent italienische und 11 Prozent deutsche Herkunft.
Die Interstate 87 verbindet Albany nach Süden mit New York City und nach Norden mit Montreal. Die Interstate 90 führt ostwärts nach Springfield in Massachusetts und westwärts nach Syracuse. Nordwestlich der Stadt befindet sich der Albany International Airport. Amtrak-Züge verbinden Albany unter anderem mit New York City, Montreal, Rutland, den Niagara-Fällen, Toronto, Chicago und Boston.
In Albany liegen die State University of New York at Albany (SUNY Albany beziehungsweise University at Albany) und im Vorort Loudonville das Siena College. Albany ist Sitz des 1847 errichteten römisch-katholischen Bistums Albany; die Kathedrale Immaculate Conception wurde 1852 fertiggestellt. Seit 1979 wird der Freihofer’s Run for Women ausgetragen, ein bedeutender Frauen-Straßenlauf.
Historische Bauten und Kulturorte
Zu den zentralen Bauwerken gehört das New York State Capitol, das von 1867 bis 1899 errichtet wurde und Sitz des Parlaments von New York ist. Die Empire State Plaza geht auf eine Vision von Gouverneur Nelson A. Rockefeller zurück und ersetzte 40 frühere Blocks. Zu ihr gehören das Zentrum für darstellende Künste „The Egg“, der 42 Stockwerke hohe Corning Tower, moderne Kunst, das New York State Museum, Bibliothek, Archiv und ein Kongresszentrum.
Das Albany City Hall entstand von 1880 bis 1883 nach Plänen von Henry Hobson Richardson. Sein Glockenspiel von 1927 war das erste kommunale Glockenspiel der Vereinigten Staaten und umfasst 60 Glocken. Das Palace Theatre eröffnete 1931 und ist heute Veranstaltungsort für darstellende Künste sowie Heimat des Albany Symphony Orchestra.
Weitere wichtige Zeugnisse sind das Quackenbush House aus den 1730er Jahren, die St. Mary’s Church von 1869, die St. Peter’s Church, deren heutiger Bau 1860 abgeschlossen wurde, und die First Church, deren Gemeinde 1642 gegründet wurde. Der National Park Service weist für Albany sieben National Historic Landmarks aus, darunter das New York State Capitol, den Eriekanal, den Geleitzerstörer USS Slater und die Schuyler Mansion. 63 Bauwerke und Stätten waren am 8. November 2018 im National Register of Historic Places eingetragen.