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New York (Bundesstaat)

Geographie. Bearbeiten. New York grenzt im Süden an Pennsylvania und New ... Die landwirtschaftlichen Betriebe sind klein, das im Mittelwesten und Süden der USA …

Inhalt6 Abschnitte
  1. 1. Überblick und räumliche Gliederung
  2. 2. Naturraum, Klima und Gewässer
  3. 3. Bevölkerung und Gesellschaft
  4. 4. Geschichtliche Entwicklung
  5. 5. Wirtschaft und Infrastruktur
  6. 6. Politik, Umwelt, Tourismus und Sport

Überblick und räumliche Gliederung

New York ist ein Bundesstaat im Nordosten der USA und gehört zu den Mittelatlantikstaaten. Zur Unterscheidung von New York City wird er auch New York State genannt. Hauptstadt ist Albany, größte und namensgebende Stadt ist New York City. Der Beiname lautet „Empire State“, das Staatsmotto „Excelsior“. Eine gesetzlich festgelegte Amtssprache gibt es nicht; tatsächlich dominiert Englisch. New York trat am 26. Juli 1788 als elfter Staat der Union bei.

Mit 141.299 km² steht New York nach Fläche an 27. Stelle der US-Bundesstaaten. Beim Zensus 2020 wurden 20.215.751 Einwohner gezählt; damit war New York der viertbevölkerungsreichste Bundesstaat hinter Kalifornien, Texas und Florida. Die Bevölkerungsdichte beträgt 159 Einwohner je km².

New York grenzt an Pennsylvania, New Jersey, Massachusetts, Connecticut und Vermont sowie an die kanadischen Provinzen Ontario und Québec. Hinzu kommen eine Seegrenze mit Rhode Island, die Küste am Atlantik und der Zugang zu den Großen Seen.

Der Staat wird häufig in Downstate und Upstate New York gegliedert. Downstate umfasst New York City, das untere Hudson Valley und Long Island. Der Großraum New York vereint etwa zwei Drittel der Bevölkerung des Staates; allein auf Long Island leben etwa 40 %. Upstate reicht von den Großen Seen bis zum Lake Champlain und umfasst unter anderem die Adirondack und Catskill Mountains. West-New York mit Buffalo und Rochester gehört zur Region der Großen Seen. Zentral-New York wird durch Syracuse und die Finger Lakes geprägt. Im Süden liegt auf dem Allegheny-Plateau die Southern Tier-Region.

New York City hatte 2020 8.804.190 Einwohner und ist mit großem Abstand die größte Stadt. Es folgen Buffalo mit 278.349, Yonkers mit 211.569, Rochester mit 211.328 und Syracuse mit 148.620 Einwohnern. Albany hatte 99.224 Einwohner.

Naturraum, Klima und Gewässer

Große Teile New Yorks werden von den nördlichen Ausläufern der Appalachen geprägt. Der höchste Punkt ist der 1.629 m hohe Mount Marcy in den Adirondacks, der tiefste Punkt liegt auf Meereshöhe am Atlantik. Im Südosten befinden sich das Tal des Hudson River und Long Island, eine etwa 200 km lange und 20 bis 30 km breite Insel. Der Mohawk River durchquert Upstate von Westen nach Osten und mündet nahe Albany in das von Norden nach Süden verlaufende Hudson Valley.

Die Appalachen sind ein etwa 500 Millionen Jahre altes Faltengebirge, das bei der kaledonischen Gebirgsbildung entstand. Lange Abtragung erklärt ihre im Vergleich zu jüngeren Faltengebirgen geringe Höhe. Die Tiefländer und Long Island werden als geologische Tafeln beschrieben. Die Böden sind relativ fruchtbar, werden mit zunehmender Höhe aber felsiger und unfruchtbarer. Größere Bodenschatzvorkommen fehlen; vorhanden sind kleinere Mengen Eisenerz, Steinsalz, Erdöl, Erdgas, Blei und Zink.

Im gesamten Staat herrscht gemäßigtes Klima. An der Küste beträgt die Durchschnittstemperatur etwa 12 °C; im Winter liegen die Temperaturen um 0 °C, im Sommer bei ungefähr 25 bis 30 °C. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt rund 1.000 mm und verteilt sich gleichmäßig über das Jahr. In den Appalachen werden im Winter durchschnittlich bis zu −10 °C und im Sommer etwa 20 °C erreicht. Dort fallen jährlich etwa 200 bis 300 mm weniger Niederschlag als an der Küste. Das Klima im Nordwesten ist wegen der geringeren Höhe etwas milder.

Der Hudson River ist der wichtigste Fluss; zu seinen Zuflüssen gehört der Mohawk River. Weitere bedeutende Flüsse sind der Sankt-Lorenz-Strom, der Susquehanna River und der Delaware River. Zu den großen Seen gehören Erie- und Ontariosee; weitere Gewässer sind die Finger Lakes, der Lake George und der Lake Champlain. Bekannt sind besonders die Niagarafälle und die Taughannock Falls. Sommergrüne Laubmischwälder und Grünland bedecken einen großen Teil des Staates.

Bevölkerung und Gesellschaft

Die Einwohnerzahl wuchs von 340.120 im Jahr 1790 auf 20.215.751 im Jahr 2020. Zwischen 1970 und 1980 sank sie allerdings um 3,7 %; von 2010 bis 2020 stieg sie um 4,3 %. Nach dem Zensus 2010 waren 57,2 % der Bevölkerung Weiße, 17,5 % Afroamerikaner, 18,4 % Mittel- beziehungsweise Lateinamerikaner, 8,2 % Asiaten und 1,0 % Indianer.

2010 waren 21,6 % der Einwohner höchstens 18 Jahre alt, 64 % zwischen 18 und 64 Jahren und 14,4 % mindestens 65 Jahre alt. Das Medianalter, also der Wert, der die Bevölkerung in eine jüngere und eine ältere Hälfte teilt, betrug 38 Jahre. Der Anteil der Männer lag bei 48,5 %, der der Frauen bei 51,5 %.

2014 bildeten Einwohner italienischer Abstammung mit 12,8 % die größte Herkunftsgruppe. Es folgten Menschen irischer (11,6 %), deutscher (10,0 %), englischer (5,0 %) und polnischer Abstammung (4,6 %). Die mitgliederstärkste Religionsgemeinschaft war 2000 die römisch-katholische Kirche mit 7.550.491 Angehörigen. Außerdem wurden unter anderem 1.653.870 jüdische und 223.968 islamische Einwohner erfasst.

New York ist ein bedeutender Bildungsstandort mit etwa 200 Colleges und Universitäten. Die staatlichen Hochschulen sind vor allem in der State University of New York und der City University of New York organisiert. Zu den bekannten privaten Universitäten gehören Columbia University, Cornell University und New York University; Columbia und Cornell zählen zur Ivy League.

Geschichtliche Entwicklung

Das Gebiet war bereits seit mehreren tausend Jahren von Algonkin-Völkern und der Irokesen-Konföderation bewohnt. Während der europäischen Kolonisierung wurden die meisten indigenen Einwohner verdrängt. Viele Lenni Lenape gelangten nach Oklahoma, Mohican und Munsee nach Wisconsin. Vor allem die Irokesen leben noch in größerer Zahl im Bundesstaat New York.

Nach Henry Hudsons Expedition von 1609 gründeten die Niederländer 1621 die multiethnische Kolonie Neu-Niederlande. England eroberte sie 1664 und benannte das Gebiet nach dem Duke of York in Provinz New York um. Im Frieden von Breda trat die Niederlande Neu-Niederlande 1667 an England ab; nach einer vorübergehenden niederländischen Rückeroberung wurde die Abtretung 1674 im Frieden von Westminster bestätigt. Im Hudson-Tal blieb Niederländisch noch bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts verbreitet.

1685 wurde New York Kronkolonie, 1688 Teil des kurzlebigen Dominions Neu-England. Nach Unruhen infolge der Glorreichen Revolution wurde die Kolonialverfassung 1691 wieder in Kraft gesetzt. New York gehörte zu den Dreizehn Kolonien, die ihre Unabhängigkeit von Großbritannien errangen, und ratifizierte 1788 die neue Verfassung der Vereinigten Staaten. New York City war 1789 die erste Hauptstadt der USA.

Im frühen 19. Jahrhundert verbesserte besonders der Eriekanal die Erschließung des Landesinneren und verschaffte dem Staat wirtschaftliche Vorteile. Im folgenden Jahrhundert gewann New York große politische, wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung. Die Deindustrialisierung belastete seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts Teile des Staates; New York blieb jedoch ein global wichtiges Zentrum für Wirtschaft, Kultur und Unternehmertum.

Wirtschaft und Infrastruktur

Das Bruttoinlandsprodukt New Yorks betrug 2016 rund 1.487 Milliarden US-Dollar und damit 8,1 % des gesamten US-BIP. Pro Kopf waren es 75.360 US-Dollar gegenüber einem US-Durchschnitt von 57.118 US-Dollar. Das Wirtschaftswachstum lag 2014 bei 2,5 %, die Arbeitslosenquote im November 2017 bei 4,7 %.

Industrie und Dienstleistungen prägen die Wirtschaft. Landwirtschaft und Fischfang spielen eine geringere Rolle. Am Hudson und Ontariosee werden vor allem Äpfel, Erdbeeren und Kirschen angebaut, um Rochester auch Weizen; außerdem gibt es kleine Weinbaugebiete und Viehzucht. New York zählt zu den größten Milchproduzenten der USA. Rohstoffe wie Eisenerz, Steinsalz sowie geringe Mengen Erdöl und Erdgas werden vor allem im Norden beziehungsweise Südwesten gewonnen.

Buffalo, Rochester und Albany sind wichtige Industriestandorte im Manufacturing Belt, dem traditionellen Industriegürtel der USA. Bedeutend sind Maschinen- und Fahrzeugbau, Elektrotechnik sowie die Eisen- und Stahlerzeugung. Im Raum New York City dominiert der Dienstleistungssektor. Dort konzentrieren sich Banken, Finanzunternehmen, Medien, High-Tech-Unternehmen sowie wissenschaftliche und kulturelle Einrichtungen. Die New York Stock Exchange ist die weltweit wichtigste Börse. Zu den im Staat ansässigen Unternehmen gehören JPMorgan Chase, NBCUniversal, IBM, Pfizer und PepsiCo.

Highways verbinden New York City mit den Großen Seen und den Nachbarstaaten. Im Schienenfernverkehr bedient der Empire Service vor allem die Strecke New York–Albany und Verbindungen bis Niagara Falls, Toronto, Montreal und Chicago. New York City besitzt ein für die USA ungewöhnlich dichtes Subway- und Regionalbahnnetz. Bedeutende Flughäfen sind der J. F. Kennedy Airport und La Guardia; weitere liegen unter anderem in Albany, Rochester, Buffalo und Syracuse. Der Hafen von New York ist der größte Seehafen der US-Ostküste. Der Eriekanal verbindet den Eriesee über den Hudson River mit dem Atlantik.

Trinkwasser-, Telekommunikations- und Stromnetze weisen trotz insgesamt guter Versorgung teilweise Lücken oder Renovierungsbedarf auf. 2019 stammten 27 % des Stroms aus erneuerbaren Energien, davon 88 % aus Wasserkraft. Nach dem Clean Energy Standard sollen erneuerbare Energien 2030 einen Anteil von 70 % und 2040 von 100 % erreichen. Das letzte Kohlekraftwerk schloss Anfang 2020. Danach lieferten vor allem Erdgas und die Kernkraftwerke Fitzpatrick und Nine Mile Point Strom; Indian Point wurde am 30. April 2021 abgeschaltet.

Politik, Umwelt, Tourismus und Sport

Seit dem 24. August 2021 ist die Demokratin Kathy Hochul Gouverneurin. Der Gouverneur leitet die Exekutive, bestimmt die politischen Richtlinien, ernennt hohe Beamte und Richter, kann Begnadigungen aussprechen, Gesetze unterzeichnen oder mit einem Veto ablehnen und befehligt die Nationalgarde. Die direkte Wahl erfolgt alle vier Jahre.

Die New York State Legislature übt die gesetzgebende Gewalt aus. Sie besteht aus dem Staatssenat mit 63 direkt gewählten Mitgliedern und der State Assembly mit 150 Abgeordneten. Ihre Amtszeiten dauern vier beziehungsweise zwei Jahre. Seit den Wahlen 2018 verfügen die Demokraten in beiden Kammern über eine deutliche Mehrheit. Parlament und Regierung haben ihren Sitz in Albany.

New York gilt bei Präsidentschaftswahlen als Hochburg der Demokratischen Partei und stimmte zuletzt 1984 mehrheitlich für einen republikanischen Kandidaten. Die demokratische Unterstützung konzentriert sich besonders auf New York City, Buffalo und Rochester, während ländliche Gebiete überwiegend republikanisch wählen. Bei der Präsidentschaftswahl 2024 erhielt Kamala Harris 55,59 %, Donald Trump 43,07 %. Im 119. Kongress wird der Staat im Senat durch die Demokraten Kirsten Gillibrand und Chuck Schumer vertreten.

Der Climate Leadership and Community Protection Act soll die Treibhausgasemissionen senken. Ein Vorschlag von 2020 sah bis 2030 eine Verringerung von Methan und anderen schädlichen Gasen um 40 % und bis 2050 um 85 % vor. Bis 2040 soll das Stromsystem kohlenstofffrei sein.

New York verzeichnete 2022 die höchste Besucherzahl aller US-Bundesstaaten. Bedeutende Ziele sind New York City mit Freiheitsstatue, Empire State Building und großen Museen, die Niagarafälle, Long Islands Strände, die Finger Lakes sowie die Appalachen. Im Herbst zieht der „Indian Summer“ mit intensiv gefärbtem Laub Besucher an; in den Bergen liegen Wintersportorte. Lake Placid war 1932 und 1980 Austragungsort der Olympischen Winterspiele und gehört damit zu den drei Orten, die diese Spiele zweimal veranstalteten.

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