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20. Juli
Dieser Artikel befasst sich mit dem Datum des 20. Juli; zum Anschlag auf Adolf Hitler siehe Attentat vom 20. Juli 1944; zum Film über dieses Ereignis siehe Der …
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Kalenderdatum und Bedeutung
Der 20. Juli ist im gregorianischen Kalender der 201. Tag des Jahres, in Schaltjahren der 202. Tag. Bis zum Jahresende bleiben 164 Tage. Die Zusammenstellung ordnet diesem Datum Ereignisse aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Religion, Katastrophen und Sport sowie Geburts-, Todes- und Gedenktage zu.
Besonders bedeutsam ist der 20. Juli in Deutschland wegen des gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944. Der Tag ist deshalb ein staatlicher Gedenktag.
Politische Ereignisse
Mehrere Ereignisse betreffen Kriege, Staatsgründungen und politische Umbrüche. 1402 besiegten Timur Lenks Mongolen in der Schlacht bei Ankara die Osmanen unter Sultan Bayezid I. Im Dreißigjährigen Krieg zog der schwedische König Gustav II. Adolf 1630 in Stettin ein; 1632 gewannen seine schwedischen Einheiten erste Kämpfe bei Wiesloch gegen kaiserlich-bayerische Reiterei.
1810 erklärte das Vizekönigreich Neugranada seine Unabhängigkeit von Spanien und wurde zur Ersten Republik Kolumbien. 1853 regelte der Jade-Vertrag zwischen Preußen und Oldenburg die Abtretung des Gebiets der späteren Stadt Wilhelmshaven an Preußen. 1866 besiegte die österreichische Marine unter Admiral Wilhelm von Tegetthoff die überlegene italienische Marine in der Seeschlacht von Lissa; wegen der Niederlage bei Königgrätz am 3. Juli beeinflusste dies den Ausgang des Preußisch-Österreichischen Krieges jedoch nicht. 1871 trat British Columbia der Kanadischen Föderation bei, nachdem diese die Übernahme der Schulden und den Bau der Canadian Pacific Railway zugesagt hatte.
Im 20. Jahrhundert wurden unter anderem das Frauenwahlrecht in Finnland eingeführt (1906 als erstes europäisches Land mit aktivem und passivem Frauenwahlrecht), die Deklaration von Korfu geschlossen (1917) und der Vertrag von Montreux unterzeichnet (1936). Letzterer gab der Türkei die volle Souveränität über Dardanellen, Marmarameer und Bosporus zurück und regelte den freien Schiffsverkehr. 1932 setzte Reichspräsident Paul von Hindenburg die preußische Regierung per Notverordnung ab; Franz von Papen übernahm nach dem Preußenschlag kommissarisch die Regierungsgeschäfte.
Am 20. Juli 1944 verübte Claus Schenk Graf von Stauffenberg im Rahmen der Operation Walküre ein Attentat auf Adolf Hitler, das scheiterte. Spätere Konflikte und Repressionen umfassen die türkische Besetzung Nordzyperns 1974 nach dem Militärputsch vom 15. Juli, den erstmals verhängten Hausarrest für Aung San Suu Kyi in Myanmar 1989 sowie den Beginn der systematischen Verfolgung von Falun-Gong-Praktizierenden in China 1999.
Wissenschaft, Kultur und weitere Ereignisse
Das herausragende wissenschaftlich-technische Ereignis ist die erste bemannte Mondlandung: Am 20. Juli 1969 landeten Neil Armstrong und Buzz Aldrin mit Apollo 11 auf dem Mond, während Michael Collins in der Kommandokapsel den Erdtrabanten umkreiste. 1976 erreichte der Lander von Viking 1 die Marsoberfläche und lieferte die erste Nahaufnahme der Marsoberfläche. 2017 wurde in Pakistan der 8,5 km lange Lowari-Tunnel eröffnet, das längste Tunnelbauwerk des Landes.
In der Wirtschaftsgeschichte steht 1873 die Verurteilung Adele Spitzeders zu drei Jahren Zuchthaus wegen betrügerischen Bankrotts. Mit ihrer Dachauer Volksbank hatte sie durch hohe Zinsversprechen in einem Schneeballsystem mehr als 30.000 Einleger geschädigt. Ein Schneeballsystem finanziert Auszahlungen an frühere Beteiligte durch Geld neuer Beteiligter.
Zu Kultur und Religion gehören der Beginn des Baus der Kathedrale von Burgos 1221, der Fund des längeren Goldhorns von Gallehus 1639 und der deutsche Kinostart des Films Oppenheimer 2023. Bei Katastrophen wird der erneute Lavaaustritt aus den Laki-Kratern in Island 1783 genannt; nach der Überlieferung verschonte die Lava Kirkjubæjarklaustur. Für Bombay wurde 1944 berichtet, dass eine Cholera-Epidemie innerhalb von drei Monaten 34.000 Menschenleben gefordert habe.
Im Sport wurden 1842 der Aneto erstmals bestiegen, 1924 der Weltschachverband FIDE gegründet und 1936 der erste olympische Fackellauf in Griechenland gestartet. Eddy Merckx gewann 1969 die 56. Tour de France. Uwe Hohn stellte 1984 mit 104,80 m den Speerwurf-Weltrekord auf; daraufhin beschloss die IAAF eine technische Änderung des Sportgeräts.
Geburts-, Todes- und Gedenktage
Die Geburtslisten reichen von Alexander dem Großen (356 v. Chr.) über Francesco Petrarca (1304), Gregor Mendel (1822), Max Liebermann (1847), Alberto Santos Dumont (1873), Edmund Hillary (1919), Frantz Fanon (1925), Otto Schily (1932), Carlos Santana und Gerd Binnig (beide 1947) bis zu Personen des 21. Jahrhunderts. Die Todeslisten beginnen mit Unwan, Bischof von Paderborn (935), und enthalten unter anderem Robert II. von Frankreich (1031), Bernhard Riemann (1866), Leo XIII. (1903), Guglielmo Marconi (1937), Bruce Lee (1973), Lucian Freud (2011) und Chester Bennington (2017).
Kirchliche Gedenktage gelten der heiligen Margareta von Antiochia, dem Propheten Elija und Aurelius von Karthago. Die Namenstage sind Elias und Margarete. Staatlich erinnert Kolumbien an die Unabhängigkeit von Spanien; Deutschland begeht den Jahrestag des Attentats vom 20. Juli 1944. Außerdem ist der 20. Juli Internationaler Schachtag.