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Der 20. Juli

Der Film erzählt die Geschichte des Attentats auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944. Die Geschehnisse des 20. Juli werden als Rückblende erzählt. Von den …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Film und Thema
  2. 2. Das Attentat und sein Scheitern
  3. 3. Entstehung und historische Beratung
  4. 4. Vergleich mit dem zweiten Film von 1955
  5. 5. Beurteilung und Auszeichnungen

Film und Thema

„Der 20. Juli“ ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1955. Der 97 Minuten lange, deutschsprachige Film behandelt das Attentat auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944 und den anschließenden Versuch der Widerstandsgruppe, die Staatsgewalt zu übernehmen. Er ist ab 12 Jahren freigegeben.

Regie führte Falk Harnack, der das Drehbuch gemeinsam mit Werner Jörg Lüddecke und Günther Weisenborn schrieb. Produzent war Artur Brauner; die Musik stammt von Herbert Trantow, die Kameraarbeit von Karl Löb und der Schnitt von Kurt Zeunert. Wolfgang Preiss spielt Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg.

Das Attentat und sein Scheitern

Die Ereignisse werden als Rückblende aus der Sicht zweier fiktiver Figuren erzählt: der OKW-Sekretärin Hildegard Klee, die für die Verschwörer arbeitet, und des Hauptmanns Lindner, der sich vom Anhänger Hitlers zu dessen Gegner entwickelt. Der Film orientiert sich eng an den historischen Tatsachen und verwendet einen fast dokumentarischen Stil.

Graf Stauffenberg kehrt nach einer Verwundung in Nordafrika nach Berlin zurück. Dort nimmt er Kontakt zu früheren Freunden und zu den Gegnern Hitlers um Generaloberst Ludwig Beck auf. Er erklärt sich bereit, an dem geplanten Attentat mitzuwirken.

Stauffenberg schmuggelt eine Bombe in Hitlers Führerhauptquartier und verlässt den Ort vor der Explosion. Weil er den Anschlag für erfolgreich hält, kehrt er nach Berlin zurück. Dort versuchen die Verschwörer, die Befehlsgewalt zu übernehmen. Es entsteht ein Machtkampf zwischen ihnen und der Regierung. Da Hitler die Explosion überlebt hat, verlieren die Widerstandskämpfer diesen Kampf. Sie werden verhaftet, zum Tode verurteilt und erschossen.

Entstehung und historische Beratung

Regisseur Falk Harnack war während der nationalsozialistischen Diktatur selbst im Widerstand aktiv. Das Drehbuch erarbeitete er gemeinsam mit dem Widerstandskämpfer und Schriftsteller Günther Weisenborn. Zu den Beratern gehörte Rudolph-Christoph Freiherr von Gersdorff, der mit Claus Schenk Graf von Stauffenberg bei der Vorbereitung des Attentats auf Hitler eng zusammengearbeitet hatte. Dadurch wurde die Darstellung von Personen aus dem Widerstand detailliert begleitet.

Produziert wurde der Film von der CCC-Film im CCC-Studio in Berlin-Spandau. Die Außenaufnahmen entstanden in Berlin und Umgebung. Seine Welturaufführung hatte der Film am 21. Juni 1955 bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin.

Vergleich mit dem zweiten Film von 1955

Während der Dreharbeiten bestand ein Wettstreit um die frühere Fertigstellung, weil Georg Wilhelm Pabst gleichzeitig einen Film über dasselbe Thema drehte. Pabsts „Es geschah am 20. Juli“ wurde bereits am 19. Juni 1955 uraufgeführt; darin spielte Bernhard Wicki Stauffenberg.

Die beiden Werke setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Pabst konzentriert sich ausschließlich auf die Ereignisse des 20. Juli und beendet seinen Film mit der Exekution der Verschwörer im Bendlerblock. Harnack gibt auch dem weiteren Kreis des Widerstands eine Stimme und lässt „Der 20. Juli“ mit dem Suizid Henning von Tresckows enden. Ein abschließendes Voice-over bezeichnet den Kampf der Verschwörer als „Aufstand des Gewissens“ und betont, Gott richte nicht nach dem Erfolg.

Beurteilung und Auszeichnungen

Das „Lexikon des internationalen Films“ hob die sorgfältige Besetzung bis in die kleinsten Rollen und die ausführliche Beratung durch Mitglieder des Widerstands hervor. Der Film sei damit im deutschen Kino der 1950er Jahre positiv aufgefallen.

Die Filmbewertungsstelle FBL verlieh „Der 20. Juli“ das Prädikat „wertvoll“. Günther Weisenborn und Werner Jörg Lüddecke erhielten 1956 für das Drehbuch den Bundesfilmpreis in Silber. Im selben Jahr wurde Wolfgang Preiss für seine Darstellung ebenfalls mit dem Bundesfilmpreis in Silber ausgezeichnet. Produzent Artur Brauner bekam den Filmpreis für den „Spielfilm, der besonders nachhaltig zur Weckung des staatsbürgerlichen Bewußtseins beiträgt“. Die Evangelische Filmgilde empfahl das Werk im Juli 1955 als „besten Film des Monats“.

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