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Wirtschaft der Vereinigten Staaten

Die Wirtschaft der Vereinigten Staaten ist die größte Volkswirtschaft mit einem BIP von 27,360 Billionen Dollar (Stand: 2023). Der größte Teil der …

Inhalt6 Abschnitte
  1. 1. Einordnung und Grundlagen
  2. 2. Historische Entwicklung
  3. 3. Unternehmen und Wirtschaftssektoren
  4. 4. Außenhandel und internationale Verflechtung
  5. 5. Staat, Geld und Verschuldung
  6. 6. Arbeitsmarkt, Vermögen und Kennzahlen

Einordnung und Grundlagen

Die Vereinigten Staaten bilden die größte Volkswirtschaft der Welt. Im Artikel werden für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 29,185 Billionen US-Dollar für 2024 genannt; für 2023 erscheinen je nach Angabe 27,360 beziehungsweise 27.720,7 Milliarden US-Dollar. Der Weltwirtschaftsrang lag 2021 nominal auf Platz 1. Im globalen Wettbewerbsfähigkeitsindex des Weltwirtschaftsforums belegten die USA Platz 2 von 137 Staaten.

Die Wirtschaft beruht vor allem auf privaten Unternehmen. Fast zwei Drittel der Gesamtproduktion dienen dem privaten Konsum; das verbleibende Drittel wird vom Staat und von Unternehmen gekauft. Die Regierung beeinflusst das Wirtschaftsgeschehen vergleichsweise gering, greift aber über Steuern, Ausgaben, Regulierung und Geldpolitik erheblich in die Entwicklung ein.

Wichtige Grundlagen sind reichhaltige Bodenschätze, fruchtbare Böden, ein gemäßigtes Klima, ein großer homogener Binnenmarkt und ein großes Arbeitskräftepotenzial. Hohe Geburtenraten der Baby-Boomer und zahlreiche Migranten erhöhten das Arbeitsangebot. Außerdem verfügen die USA über 41.000 Kilometer schiffbare Wasserstraßen. Im 19. Jahrhundert unterstützte die US-Regierung die Nutzung der Ressourcen durch eine begünstigende Gesetzgebung.

Historische Entwicklung

In der Kolonialzeit des 17. und 18. Jahrhunderts war die Wirtschaft überwiegend agrarisch und in das Merkantilsystem des Britischen Empire eingebunden. Die dreizehn Kolonien exportierten vor allem Getreide, Tabak und Reis. Von 1700 bis 1774 stieg ihre Gesamtproduktion um das Zwölffache; beim Unabhängigkeitseintritt 1776 entsprach sie etwa 30 % der britischen Volkswirtschaft.

Die Sklaverei war besonders in den südlichen Kolonien Grundlage der Plantagenwirtschaft. Zur Zeit der Unabhängigkeit lebten rund 460.000 versklavte Afrikaner in Amerika; bis 1865 wuchs ihre Zahl auf über vier Millionen. Nach 1776 förderten territoriale Expansion und technische Erfindungen das Wachstum. Die Cotton Gin von 1793 erleichterte die Baumwollentkörnung. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts erzeugte der Süden etwa 7/8 der Weltproduktion an Baumwolle.

Ab den 1820er-Jahren industrialisierten sich vor allem die Nordstaaten und Neuengland. Kanäle, Eisenbahnen und Einwanderung ließen Städte und Fabriken wachsen. Der Norden entwickelte eine vielfältige Industrie- und Handelswirtschaft, während der Süden an der Baumwollmonokultur festhielt. Diese gegensätzlichen Strukturen trugen zu den Spannungen bei, die 1861 im Sezessionskrieg gipfelten. Nach der Niederlage der Konföderierten und dem 13. Verfassungszusatz wurde die Sklaverei 1865 abgeschafft; Afroamerikaner blieben jedoch wirtschaftlich benachteiligt.

Die Reconstruction und das späte 19. Jahrhundert waren vom industriellen Aufschwung des Gilded Age geprägt. Bereits 1860 besaßen die USA ein größeres Eisenbahnnetz als alle anderen Länder zusammen. Rohstoffe und Masseneinwanderung förderten Industrialisierung und Urbanisierung. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts übertraf die landwirtschaftliche und industrielle Produktion diejenige aller anderen Industrienationen; die USA wurden technologisch und industriell führend.

Der Erste Weltkrieg führte wegen der Neutralität bis 1917 und der Lieferung von Kriegsgütern nach Europa zu einem Exportboom. Danach wandelten sich die USA vom Schuldner zur führenden Gläubigernation. Auf den Wohlstand der 1920er-Jahre folgte die Weltwirtschaftskrise. Franklin D. Roosevelt führte von 1933 bis 1939 den New Deal durch, der eine neue Wirtschaftsordnung und erstmals ein soziales Sicherheitsnetz schuf. Der Kriegseintritt im Dezember 1941 erhöhte Staatsausgaben und Staatsverschuldung durch deficit spending stark und beendete die Massenarbeitslosigkeit.

Nach dem Zweiten Weltkrieg folgte relativ stabiles Wachstum. Der Vietnamkrieg belebte Ende der 1960er-Jahre die Wirtschaft, erhöhte aber die Neuverschuldung. Nach der Ölkrise von 1973 trat erstmals Stagflation auf. Im August 1971 beendete Präsident Richard Nixon die Eintauschpflicht des US-Dollars gegen Gold im Bretton-Woods-System. Der sogenannte Nixon-Schock trug zum Zusammenbruch des Systems 19 Monate später bei.

In den 1970er-Jahren blieb das Wachstum gering. Ronald Reagan setzte ab 1981 auf Angebotspolitik, senkte Steuern und verringerte staatliche Regulierung und Staatsquote. Dadurch entstand erhebliches konjunkturunabhängiges deficit spending; das BIP wuchs während seiner achtjährigen Amtszeit um 31 %. Unter Bill Clinton stieg es nochmals um 38 %. Die Dotcom-Blase führte ab 2000 zu einer vergleichsweise milden Rezession. Unter George W. Bush nahm die Staatsverschuldung unter anderem wegen des Kriegs gegen den Terror stark zu.

Die USA waren 2007 Ausgangspunkt der Finanzkrise. Zur Krisenbekämpfung wurden der Economic Stimulus Act of 2008 und am 3. Oktober 2008 der Paulson-Plan mit einem Finanzvolumen von 700 Milliarden US-Dollar verabschiedet. Von 2010 bis 2017 wuchs die Wirtschaft jedes Jahr. Auf die COVID-19-Pandemie reagierte die Regierung mit Hilfs- und Konjunkturpaketen von insgesamt 4,6 Billionen US-Dollar; die Wirtschaft erholte sich relativ schnell, während die Staatsverschuldung weiter stieg.

Unternehmen und Wirtschaftssektoren

Das Unternehmensspektrum reicht von Einmannbetrieben bis zu multinationalen Großkonzernen. 99 % der selbständigen Unternehmen beschäftigen weniger als 500 Personen. Nach Angaben der U.S. Small Business Administration arbeiten dort 52 % aller amerikanischen Arbeitnehmer; 39 % der High-Tech-Beschäftigten sind in mittelständischen Unternehmen tätig. Zu den umsatzstärksten Unternehmen 2021 gehörten Walmart mit 572,754 Milliarden US-Dollar, Amazon mit 469,822 Milliarden und Apple mit 365,817 Milliarden. Beim Gewinn führten Apple mit 94,680 Milliarden, Berkshire Hathaway mit 89,795 Milliarden und Alphabet mit 76,033 Milliarden US-Dollar.

Der primäre Sektor wird vor allem durch die Landwirtschaft geprägt. Landwirtschaftlich genutzte Flächen umfassten 2016 etwa 4.058.625 Quadratkilometer beziehungsweise rund 44 % des Landes und waren damit größer als die gesamte Anbaufläche der Europäischen Union. Die Great Plains verfügen über fruchtbare Böden, ein ausgeglichenes Klima und günstige Bedingungen für Maschinen- und großflächigen Anbau. Etwa 70 % der Betriebe sind Familienbetriebe mit 100.000 bis 500.000 US-Dollar Jahresumsatz; etwa 30 % sind Großbetriebe, die teilweise mehr als fünf Millionen US-Dollar Umsatz erzielen.

Die Landwirtschaft ist stark spezialisiert und traditionell in sogenannte Belts gegliedert. Hohe Kapitalinvestitionen, ausgebildete Arbeitskräfte, Bewässerung durch Flüsse und Grundwasser sowie Maschinen, Pestizide und chemische Düngemittel erhöhen die Produktivität. Die Landwirtschaft entwickelte sich zunehmend zur Agrar-Wirtschaft oder zum Agrobusiness, das auch Zulieferer, große Zusammenschlüsse und multinationale Unternehmen umfasst. 1940 gab es sechs Millionen Betriebe mit durchschnittlich 67 Hektar; Ende der 1990er-Jahre waren es rund 2,2 Millionen mit durchschnittlich 190 Hektar. Die landwirtschaftliche Beschäftigung sank von 12,7 Millionen 1930 auf 1,2 Millionen in den 1990er-Jahren. Vor dem Ersten Weltkrieg gab es 124 Apfelsorten, 2023 nur noch sechs.

In den 1870er-Jahren belasteten Deflation, Geldknappheit, hohe Kreditzinsen und hohe Eisenbahngebühren besonders Kleinbauern. Die 1876 gegründete Farmers’ Alliance hatte 1889 rund 400.000 Mitglieder. Ihre Organisierung führte politisch zur Populist Party; die Demokratische Partei übernahm Ende des 19. Jahrhunderts einige Forderungen der Bauern.

Der sekundäre Sektor ist ein zentraler Pfeiler der US-Wirtschaft. Die Industrie trug 2024 rund 17,3 % zum BIP bei; das verarbeitende Gewerbe erzeugte etwa 2,4 Billionen US-Dollar Wertschöpfung. Rund 15 Millionen Menschen arbeiteten direkt im Fertigungssektor, etwa 9,3 % der Erwerbstätigen. Bedeutende Bereiche sind Chemie, Lebensmittel, Getränke und Tabak, Maschinenbau, Computer- und Elektronikprodukte sowie Fahrzeugbau. Die USA sind besonders in Luft- und Raumfahrt, Informationstechnik und Elektromobilität stark. Während der Rust Belt im Nordosten mit Deindustrialisierung kämpft, entstanden im Südwesten und etwa im Silicon Valley neue High-Tech-Zentren.

Der tertiäre Sektor umfasst unter anderem Tourismus und Finanzdienstleistungen. Die USA besitzen die weltweit größte Tourismusindustrie. 2017 kamen 76,9 Millionen ausländische Touristen, die 251,4 Milliarden US-Dollar ausgaben. Einschließlich des Inlandstourismus beeinflusste der Tourismus 2,5 Billionen US-Dollar Wirtschaftsleistung und 15,7 Millionen Arbeitsplätze; inländische Reisende gaben 2018 fast eine Billion US-Dollar aus.

Kapitalmärkte ermöglichen Unternehmen die Finanzierung von Gebäuden, Forschung und anderen Aktivitäten. 2017 wurden an amerikanischen Börsen Aktien im Wert von insgesamt 32,1 Billionen US-Dollar gehandelt. 52 % der Haushalte besaßen Aktien, gegenüber 32 % im Jahr 1989. Die NYSE notiert viele große und bekannte Unternehmen; die NASDAQ ist ein elektronisches Kommunikationsnetz, an dem rund 5.240 Aktien gehandelt werden. Die 1934 gegründete Börsenaufsichtsbehörde sowie die Wertpapiergesetze von 1933 und 1934 sollen Anleger vor Betrug schützen. Bekannte Aktienindizes sind Dow Jones Industrial Average, S&P 500 und Nasdaq-100.

Außenhandel und internationale Verflechtung

Die Außenhandelspolitik war bereits vor dem Sezessionskrieg umstritten. Der industrialisierende Norden befürwortete Schutzzölle, um die US-Industrie vor billigen ausländischen Industriegütern zu schützen. Für die Grundbesitzer des agrarischen Südens verteuerten diese Zölle dagegen importierte Industriegüter.

1898 wurden noch 90 % der US-Produkte im Inland abgesetzt; der Exportanteil von 10 % war im internationalen Vergleich dennoch relativ hoch. Neben Agrargütern wie Baumwolle wurden zunehmend Industriegüter und Öl exportiert. Die USA waren maßgeblich am GATT und an NAFTA beteiligt. Sie unterstützten außerdem einen möglichst zollfreien elektronischen Handel, Wettbewerb auf den weltweiten Telekommunikationsmärkten und weltweiten Schutz geistigen Eigentums an digitalen Produkten.

Vom Export waren laut Artikel mehr als zwölf Millionen Arbeitsplätze abhängig. Deren Gehälter lagen wegen höherer Produktivität 13 bis 18 % über dem Durchschnitt. Ein Drittel der landwirtschaftlichen Nutzfläche, entsprechend etwa 56 Milliarden US-Dollar Umsatz, diente dem Export.

Der Import überstieg den Export dauerhaft. Für 2024 nennt der Artikel Exporte von 2.065 Billionen US-Dollar und Importe von 3.267 Billionen US-Dollar; die Außenhandelsbilanz betrug −1.202 Milliarden US-Dollar. Als wichtige Exportgüter werden Elektronik, Automobile, Chemikalien, medizinische Güter, Soja und Weizen genannt; wichtige Importgüter sind Elektronik, Maschinen, Automobile und Erdöl.

Die Weltbank-Tabelle weist für 2021 Exporte von 2.532.951 Milliarden US-Dollar, Importe von 3.394.346 Milliarden und eine Handelsbilanz von −861.395 Milliarden US-Dollar aus. Größte Exportziele waren Kanada mit 307,6 Milliarden beziehungsweise 17,5 %, Mexiko mit 276,5 Milliarden beziehungsweise 15,8 % und China mit 151,1 Milliarden beziehungsweise 8,6 %. Größte Herkunftsländer der Importe waren China mit 506,4 Milliarden beziehungsweise 17,9 %, Mexiko mit 384,7 Milliarden beziehungsweise 13,6 % und Kanada mit 357,2 Milliarden beziehungsweise 12,6 %. Für 2006 nennt der Artikel ein gesamtes Außenhandelsdefizit von 765,3 Milliarden US-Dollar: einem Warendefizit von 836 Milliarden stand ein Dienstleistungsüberschuss von 70,7 Milliarden gegenüber.

Staat, Geld und Verschuldung

Die Wirtschaftspolitik verfolgt ein hohes Beschäftigungsniveau, stabile Preise und die Steuerung des Wirtschaftswachstums. Dafür nutzt der Staat die Finanzpolitik, also die Festlegung von Steuern und Ausgaben, sowie die Geldpolitik, die den Geldumlauf steuert. 2002 erhöhten Steuerermäßigungen aus dem Economic Growth and Tax Relief Reconciliation Act von 2001 die Kaufkraft der Haushalte. Nach einem Budgetüberschuss von 127 Milliarden US-Dollar im Finanzjahr 2001 entstand 2002 ein Defizit von 158 Milliarden; die Staatsausgaben stiegen um 8 %, besonders für Verteidigung, innere Sicherheit, Medicaid und Einkommensausgleich.

Die Geldpolitik liegt beim 1913 vom Kongress eingerichteten Federal Reserve System. Die Fed besteht aus einem Board of Governors und zwölf privaten Regionalbanken mit insgesamt 25 Zweigstellen. National konzessionierte Geschäftsbanken müssen Mitglied sein; für bundesstaatlich konzessionierte Geschäftsbanken ist die Mitgliedschaft freiwillig. Die Vorstandsmitglieder werden vom Präsidenten mit Zustimmung des Senats für 14 Jahre ernannt.

Der Anteil der Lohnsteuer am gesamten Steueraufkommen stieg in den letzten 70 Jahren von 10 % auf 40 %. Der Anteil der Unternehmenssteuern sank gleichzeitig von 30 % auf 10 %.

Die öffentliche Verschuldung stieg von mehr als 10 Billionen US-Dollar Anfang Oktober 2008 über 12,031 Billionen im November 2009 und 14,272 Billionen im April 2011 auf mehr als 17 Billionen Mitte Oktober 2013. Im Februar 2018 wurden 20,6 Billionen genannt; für 2018 nennt der Artikel außerdem 22.000 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 106 % des BIP. Im zweiten Quartal 2025 betrug die öffentliche Verschuldung 36,211 Billionen US-Dollar; die Verschuldungsquote lag laut Artikel bei rund 120 % des BIP und stieg weiter. 2024 standen Staatseinnahmen von 4,920 Billionen Staatsausgaben von 6,940 Billionen gegenüber; der Haushaltssaldo betrug −2.020 Milliarden US-Dollar.

Ein durchschnittlicher US-Haushalt hatte 2007 etwa 10.000 US-Dollar Schulden, zusätzlich zu Immobilienverbindlichkeiten. Die Kreditkartenschulden lagen bei über 800 Milliarden US-Dollar und hatten sich innerhalb von 20 Jahren verdreifacht. Die Schuldenobergrenze führte 2011 zu einer politischen Schuldenkrise. Der Artikel nennt zugleich eine externe Staatsverschuldung von netto 65 % des BIP als im internationalen und europäischen Vergleich geringeren Wert.

Arbeitsmarkt, Vermögen und Kennzahlen

Der Arbeitsmarkt wandelte sich von einer Agrargesellschaft über einen Industriestaat zu einer Dienstleistungswirtschaft. Fabriken waren im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert durch Massenproduktion, strenge Hierarchien, ungelernte Arbeitskräfte und niedrige Löhne gekennzeichnet. Gewerkschaften gewannen dadurch an Bedeutung, verloren aber seit den 1980er- und 1990er-Jahren Einfluss. Ihr Anteil an den Beschäftigten sank von über einem Drittel 1945 auf 13,2 % im Jahr 2002; damals gab es 16,1 Millionen Gewerkschaftsmitglieder.

Die Zahl der nicht landwirtschaftlich Beschäftigten stieg von 45 Millionen 1950 auf 130,7 Millionen Ende 2002. Im Dienstleistungsbereich erhöhte sich die Zahl der Arbeitsplätze von 24,4 Millionen 1946 auf 107,1 Millionen 2002. Im güterproduzierenden Sektor stieg sie im selben Zeitraum von 17,2 Millionen auf 23,6 Millionen. Viele neue Dienstleistungsarbeitsplätze waren schlechter bezahlt und boten weniger Sozialleistungen. Die Einkommensunterschiede zwischen Hochqualifizierten und ungelernten Arbeitnehmern wuchsen: Das durchschnittliche Wocheneinkommen lag 1979 bei 215 US-Dollar für Personen mit weniger als einer Sekundarausbildung und bei 348 US-Dollar für College-Absolventen; 1998 betrug die Spanne 337 bis 821 US-Dollar.

Die offizielle Arbeitslosenquote lag im März 2007 bei etwa 4,4 %, stieg während der Finanzkrise auf 10,2 % im Oktober 2009 und betrug im August 2011 9,1 %. Die US-Erhebung beruht auf repräsentativen Telefonumfragen und ist deshalb methodisch nicht direkt mit europäischen, insbesondere deutschen, Zahlen vergleichbar. Einschließlich entmutigter Arbeitskräfte und Teilzeitbeschäftigter mit Wunsch nach Vollzeitarbeit lag die tatsächliche Arbeitslosigkeit 2010 bei 17,5 %. Sie betrug im Juni 2017 8,6 %, Anfang 2018 offiziell 4,1 % und 2024 4,0 %. Die von Donald Trump versprochene Rückkehr zu den früheren Industriearbeitsplätzen blieb laut Artikel aus; Teile der unter Trump begonnenen Industriepolitik wurden unter Joe Biden fortgesetzt.

2017 standen die USA beim nationalen Gesamtvermögen weltweit auf Rang 1. Immobilien, Aktien und Bargeld beliefen sich zusammen auf 93,56 Billionen US-Dollar. Das Vermögen pro erwachsener Person betrug durchschnittlich 388.585 US-Dollar, im Median 55.876 US-Dollar. 68,7 % waren finanzielles und 31,3 % nichtfinanzielles Vermögen. Der Vermögens-Gini-Koeffizient lag bei 85,9: Die obersten 10 % besaßen 76,7 %, das oberste 1 % 38,3 % des Vermögens. 28,5 % der Bevölkerung verfügten über weniger als 10.000 US-Dollar, 6,4 % über mehr als eine Million US-Dollar.

Die Kennzahlen zeigen langfristig starkes Wachstum: Das inflationsbereinigte BIP pro Kopf stieg von 29.713 US-Dollar 1980 auf 58.483 US-Dollar 2021. Das reale BIP sank 2009 um 2,6 % und 2020 um 2,2 %, wuchs 2021 um 6,1 %, 2022 um 2,5 %, 2023 um 2,9 % und 2024 um 2,8 %. Für 2024 nennt der Artikel außerdem eine Inflationsrate von 2,9 %, 162,4 Millionen Erwerbstätige sowie eine Wirtschaftsstruktur von Landwirtschaft 0,9 %, Industrie 18,9 % und Dienstleistungen 80,2 % (2017).

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