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Ulrich Jürgens
Ulrich Jürgens studierte von 1981 bis 1987 Geographie ... Wirtschaftsgeographie (Geographie des Einzelhandels; Hafenentwicklung) und Nachhaltige Stadtentwicklung …
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Person und akademischer Werdegang
Ulrich Jürgens (* 8. Juli 1962) ist ein deutscher Geograph und Professor an der Universität Siegen. Er studierte von 1981 bis 1987 Geographie, Volkswirtschaftslehre (VWL), Politikwissenschaft und Geschichte an der Technischen Universität Braunschweig. Seine Diplomarbeit behandelte die überregional bedeutsamen Bildungs- und Forschungsstätten in Braunschweig sowie ihre Größe, Bedeutung und Stellung für die Stadt.
Ab 1988 absolvierte er ein Promotionsstudium an der Universität Kiel, das er 1991 mit einer Dissertation über gemischtrassige Wohngebiete in südafrikanischen Städten abschloss. Bis 2003 arbeitete er an der Universität Kiel als Wissenschaftlicher Angestellter, Hochschulassistent und Oberassistent; 2002 wurde er außerplanmäßiger Professor. Seine Habilitation erfolgte am 22. April 1998. Sie untersuchte die Konkurrenz zwischen Einzelhandel in Innenstädten und auf der „Grünen Wiese“ in Leipzig, Rostock und Cottbus.
Nach einer kurzen Tätigkeit an der Universität Mannheim von 2003 bis 2004 übernahm Jürgens eine Vertretungsprofessur C3/W2 für Humangeographie an der Universität Siegen.
Forschungsgebiete
Jürgens arbeitet vor allem in der Stadtgeographie, also der Untersuchung von Städten und ihren räumlichen Strukturen. Dazu gehören Segregationsprozesse, die räumliche Trennung verschiedener Bevölkerungsgruppen, urban blight als Verfall städtischer Gebiete, Suburbanisierung sowie Stadtmarketing und Probleme der Dritten Welt.
Weitere Schwerpunkte sind die Bevölkerungsgeographie mit Blick auf alte Menschen, die Wirtschaftsgeographie mit Einzelhandel und Hafenentwicklung sowie nachhaltige Stadtentwicklung. Dabei befasst er sich unter anderem mit Abfallverhalten. Regional konzentriert sich seine Forschung auf das südliche Afrika, die neuen Bundesländer Deutschlands und Westeuropa.
Projekte und Veröffentlichungen
Zusammen mit Jürgen Bähr war Jürgens Antragsteller von DFG-Projekten zu Entwicklungen in der Post-Apartheid-Stadt (1998–2001) und zu südafrikanischen Städten (2004–2007). Außerdem war er Mitinitiator und Sprecher des Arbeitskreises „Südliches Afrika/SubSaharisches Afrika“.
Seine ausgewählten Veröffentlichungen behandeln unter anderem Wohngebiete in südafrikanischen Städten, den Aktionsraum alter Menschen in Kieler Alten- und Pflegeheimen, die Veränderung des Einzelhandels in Leipzig nach dem Sozialismus, Entsorgungssysteme, wirtschaftliche und soziale Entwicklungen in Maputo, Flüchtlinge in Afrika und Reurbanisation. Mit Jürgen Bähr veröffentlichte er 2005 das Buch „Regionale Stadtgeographie“.