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Subjekt-Objekt-Verb
SOV-Sprachen setzen in den meisten Fällen Adjektive vor das Nomen, benutzen Postpositionen eher als Präpositionen, setzen Relativsätze vor das Substantiv, auf …
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Grundstellung in SOV-Sprachen
SOV-Sprachen sind in der linguistischen Typologie Sprachen, deren Grund-Wortstellung Subjekt–Objekt–Verb ist. Das bedeutet: Zuerst steht meist das Subjekt, dann das Objekt und zuletzt das Verb.
SOV ist unter natürlichen Sprachen der häufigste Typ. Dazu gehören unter anderem Türkisch, Japanisch, Koreanisch, Mongolisch, Persisch, Latein, Quechua, Birmanisch und ein Großteil der indischen Sprachen. Diese Sprachen gehören nicht unbedingt derselben Sprachfamilie an. Besonders häufig ist SOV bei agglutinierenden Sprachen, also Sprachen, in denen grammatische Informationen oft durch aneinandergereihte Endungen ausgedrückt werden.
Im Deutschen erscheint diese Reihenfolge in Nebensätzen, zum Beispiel: „Als Peter den Apfel aß, …“. Die Deutsche Gebärdensprache verwendet SOV dagegen durchgängig.
Typische Merkmale und Beispiel
SOV-Sprachen haben häufig weitere gemeinsame Merkmale: Adjektive stehen meist vor dem Nomen, Postpositionen werden eher als Präpositionen verwendet, und Relativsätze stehen vor dem Substantiv, auf das sie sich beziehen. Hilfsverben folgen meist auf das Vollverb. In einigen Sprachen markieren nachgestellte Partikeln Subjekt und Objekt; dazu zählen unter anderem Japanisch und Koreanisch.
Latein ist eine flektierende Sprache und besitzt deshalb, wie viele andere flektierende Sprachen, eine sehr flexible Satzstellung. Die üblichste Reihenfolge ist jedoch SOV. Der Satz „servus puellam amat“ bedeutet wortwörtlich „Der Sklave das Mädchen er liebt“; in deutscher Satzstruktur lautet er „Der Sklave liebt das Mädchen“. Dabei ist servus das Subjekt, puellam das Objekt und amat das Verb.