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Satzverknüpfung

nüpfung (auch Satzverkettung oder Satzverbindung) bezeichnet in der Syntax die Möglichkeit, Sätze bzw. clauses (siehe Teilsatz) zu einer Satzreihe zu verbinden.

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Grundbegriff
  2. 2. Formen der Verknüpfung
  3. 3. Verhältnis der Sätze
  4. 4. Beispiele
  5. 5. Abgrenzung

Grundbegriff

Satzverknüpfung, auch Satzverkettung oder Satzverbindung genannt, bezeichnet in der Syntax die Möglichkeit, Sätze beziehungsweise clauses, also Teilsätze, zu einer Satzreihe zu verbinden. Syntax meint die Lehre vom Satzbau. Satzverknüpfung beschreibt also grammatische Verfahren, mit denen mehrere Sätze oder Teilsätze innerhalb einer größeren Satzstruktur zusammenhängen.

Formen der Verknüpfung

Satzverknüpfungen können mit bestimmten grammatischen Mitteln gebildet werden. Das heißt syndetisch. Solche Mittel sind zum Beispiel Konnektoren wie Konjunktionen oder Adverbien; in manchen Sprachen können auch Konverben diese Funktion übernehmen. Wenn mehrere Konnektoren verwendet werden, kann dies als Polysyndeton bezeichnet werden.

Satzverknüpfungen können aber auch ohne solche grammatischen Mittel entstehen. Das heißt asyndetisch.

Verhältnis der Sätze

Die verbundenen Sätze können koordiniert oder subordiniert sein. Koordination bedeutet, dass die verbundenen Sätze gleichrangig sind; dazu passt der Begriff Parataxe. Subordination bedeutet, dass ein Satz einem anderen untergeordnet ist; dazu passt der Begriff Hypotaxe. In manchen Sprachen gibt es außerdem Kosubordination. Für das Verständnis wichtig sind dabei auch die Begriffe Hauptsatz und Nebensatz.

Beispiele

Ein Beispiel für eine Satzreihe ist: „Peter ist krank, aber Inge ist schon wieder gesund.“ Hier verbindet die Konjunktion „aber“ die beiden Sätze. Sie ist der Konnektor und bewirkt eine syndetische koordinative Verknüpfung. Genauer ist sie adversativ, weil sie einen Gegensatz ausdrückt.

Ein weiteres Beispiel lautet: „Es regnet, daher bleibe ich zu Hause.“ Hier ist das Pronominaladverb „daher“ der Konnektor.

Abgrenzung

Satzverknüpfung ist von Kohäsion und Kohärenz zu unterscheiden. Diese Begriffe betreffen Verbindungen zwischen Sätzen über die Satzgrenze hinaus und gehören damit zur Textlinguistik. Ein Beispiel ist: „Es regnet. Wir müssen die Veranstaltung absagen.“ Hier stehen zwei getrennte Sätze in einem inhaltlichen Zusammenhang, ohne dass sie syntaktisch zu einer Satzreihe verbunden sind.

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