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Hypotaxe
Ein komplexer Satz, der aus einfacher oder mehrfacher Hypotaxe resultiert, heißt in der deutschen Grammatik Satzgefüge – siehe dort für eine detaillierte …
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Definition und Aufbau
Hypotaxe bezeichnet in der Grammatik die Unterordnung eines Nebensatzes unter einen übergeordneten Satz. Der übergeordnete Satz kann ein Hauptsatz oder selbst ein Nebensatz sein. Entsteht durch eine einfache oder mehrfache Unterordnung ein komplexer Satz, heißt dieser in der deutschen Grammatik Satzgefüge.
Die Unterordnung wird häufig durch unterordnende Konjunktionen ausgedrückt. Das sind Bindewörter, die einen Nebensatz mit dem übergeordneten Satz verbinden.
Abgrenzung von ähnlichen Strukturen
Das Gegenteil der Hypotaxe ist die Parataxe: Bei ihr werden Sätze nebengeordnet beziehungsweise koordiniert.
Eine Satzverbindung gilt nur dann als Hypotaxe, wenn der Nebensatz gegenüber dem übergeordneten Satz eine grammatische Funktion erfüllt, etwa als dessen Satzglied. Parenthesen, also Einschübe, können ebenfalls Sätze verschachteln, zählen aber nicht zur Hypotaxe, weil ihnen diese grammatische Funktion fehlt.
Komplexer hypotaktischer Stil
Im Deutschen können Nebensätze einen Hauptsatz unterbrechen; außerdem lassen sich weitere Nebensätze in sie einschieben. Ein umfangreicher Gebrauch solcher Konstruktionen kann das Verständnis erschweren. Ein kunstvoll ausgreifendes Gebilde aus Hypotaxen und Parenthesen wird auch Satzperiode genannt.
Heinrich von Kleist und Thomas Mann gelten als Beispiele für Autoren mit einem solchen komplexen Sprachstil. In einem weiteren, weniger genau grammatischen Sinn bezeichnet „Hypotaxe“ bisweilen auffällige Schachtel- oder Bandwurmsätze oder sogar eine entsprechende Charakteristik ganzer Texte. Der Artikel verweist zudem auf einen Schachtelsatz von Carl Brandan Mollweide aus dem Jahr 1808.