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Prometheus – Dunkle Zeichen

Prometheus – Dunkle Zeichen (Originaltitel: Prometheus) ist ein US-amerikanisch-britischer Science-Fiction-Film mit Body-Horror-Elementen von Ridley Scott …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Einordnung und Grundkonflikt
  2. 2. Handlung der Expedition
  3. 3. Produktion und Veröffentlichung
  4. 4. Synchronisation und Rezeption
  5. 5. Fortsetzung

Einordnung und Grundkonflikt

Prometheus – Dunkle Zeichen (Originaltitel: Prometheus) ist ein 2012 erschienener US-amerikanisch-britischer Science-Fiction-Film mit Body-Horror-Elementen unter der Regie von Ridley Scott. Das Drehbuch stammt von Jon Spaihts und Damon Lindelof. In den Hauptrollen spielen Noomi Rapace als Elizabeth Shaw, Michael Fassbender als David und Charlize Theron als Meredith Vickers. Der Film ist 124 Minuten lang, englischsprachig und ab 16 Jahren (FSK 16; JMK 14) freigegeben.

Im Mittelpunkt steht eine Forschungsmission Ende des 21. Jahrhunderts. Eine 17-köpfige Besatzung fliegt mit dem Raumschiff Prometheus zu dem Mond LV-223, um Hinweisen auf außerirdische Ursprünge des menschlichen Lebens nachzugehen. Die Expedition entdeckt dort Wesen, Anlagen und eine schwarze Flüssigkeit, die biologische Veränderungen auslöst. Zugleich stellt sich die Frage, warum die sogenannten „Konstrukteure“ die Menschen erschaffen haben und sie später vernichten wollten. Prometheus ist der fünfte Film der Alien-Reihe, obwohl die namensgebenden Kreaturen darin streng genommen nur auf einem Relief und in der Schlussszene vorkommen.

Handlung der Expedition

Zu Beginn steht ein menschenähnlicher Hüne an einem Wasserfall. Er trinkt eine schwarze Flüssigkeit, sein Körper zerfällt und seine DNS setzt sich im Wasser neu zusammen. Im Jahr 2089 entdecken die Archäologen Elizabeth Shaw und Charlie Holloway auf der schottischen Insel Skye steinzeitliche Wandmalereien. Sie zeigen riesenhafte Wesen und eine Sternenformation. Weil ähnliche Darstellungen aus mehreren vorzeitlichen Kulturen bekannt sind, deuten Shaw und Holloway sie als Einladung außerirdischer Schöpfer. Das Ziel wird als LV-223 identifiziert.

Die von Peter Weyland finanzierte Prometheus erreicht den Mond am 21. Dezember 2093 nach zwei Jahren Flugzeit. Der Android David weckt die Besatzung aus dem Kälteschlaf. Weyland ist zwar bereits gestorben, erscheint aber in einer holografischen Botschaft. Meredith Vickers leitet die Expedition im Auftrag der Weyland Corporation.

Auf LV-223 entdeckt die Besatzung geometrische Linien und eine künstliche, kuppelartige Struktur. Ein Forschungsteam untersucht sie; der Geologe Fifield setzt autonome Vermessungsdrohnen ein. David, der die indogermanische Ursprache erlernt hat, erkennt Hinweise darauf, dass die Bewohner vor etwas Unbekanntem geflohen sein könnten. Die Forscher finden einen übermenschlich großen kopflosen Leichnam. Mit der Radiokarbonmethode wird sein Alter auf etwa 2000 Jahre bestimmt. In der Anlage entdecken sie den abgetrennten Kopf, eine riesige Gesichtsskulptur und urnenartige Behälter. Wegen eines Sturms kehren die meisten zurück, während Fifield und Milburn sich verirren.

Der vermeintliche Schädel erweist sich als Helm. Der darin befindliche Kopf eines Konstrukteurs ist gut erhalten, zerplatzt aber bei einem Versuch, ihn neurologisch zu stimulieren. Seine DNS stimmt mit der menschlichen überein. David öffnet heimlich eine Urne und findet Ampullen mit schwarzer Flüssigkeit. Einen Tropfen verabreicht er Holloway. Inzwischen verändern die aus den Urnen austretende Flüssigkeit und die darin lebenden kleinen Würmer deren Erbgut; die Würmer wachsen stark. Einer dringt in Milburns Mund ein. Fifield wird durch die ätzende Körperflüssigkeit verletzt und fällt in eine Lache der schwarzen Flüssigkeit.

Am nächsten Morgen entdeckt David einen Raum mit hunderten Urnen und einen Kommandoraum. Dort liegt ein weiterer Konstrukteur im Kälteschlaf. Holloway erkrankt nach Davids Manipulation schwer. Vickers verweigert ihm mit einem Flammenwerfer den Zutritt zum Schiff. Holloway erkennt die Gefahr und provoziert Vickers, ihn zu töten. Shaw stellt durch einen Körperscan fest, dass sie im dritten Monat schwanger ist, obwohl sie erst zehn Stunden zuvor mit Holloway geschlafen hat. Sie nimmt sich mithilfe eines Operationsroboters selbst einen Kaiserschnitt vor und entfernt eine krakenähnliche Lebensform.

Der mutierte Fifield kehrt zurück, tötet mehrere Besatzungsmitglieder und wird von Captain Janek und seinem Copiloten überwältigt. Shaw entdeckt Peter Weyland an Bord. Er hat die Reise heimlich im Kälteschlaf überstanden und gibt David die Befehle; Vickers nennt ihn „Vater“. Weyland führt eine weitere Expedition an, denn die Anlage enthält ein hufeisenförmiges Raumschiff. David erweckt den letzten Konstrukteur. Dieser reißt David den Kopf ab und tötet Weyland sowie weitere Menschen.

Der Konstrukteur startet das Raumschiff, um zur Erde zu fliegen und die Menschheit zu vernichten. Shaw warnt die Besatzung. Janek setzt die Prometheus entgegen Vickers’ Befehl auf Kollisionskurs mit dem fremden Raumschiff. Janek und seine beiden Copiloten sterben; Vickers flieht in einer Rettungskapsel. Das abgestürzte Raumschiff erdrückt sie, während Shaw überlebt. Der Konstrukteur verfolgt Shaw, wird aber von der inzwischen stark gewachsenen krakenähnlichen Lebensform überwältigt.

David erklärt, dass es weitere Raumschiffe auf LV-223 gibt. Shaw birgt seine Körperteile und will mit ihm zum Heimatplaneten der Konstrukteure fliegen, um deren Motive zu erfahren. Sie warnt in einem letzten Funkspruch vor LV-223 und verlässt den Mond am Neujahrstag 2094. In Vickers’ Rettungsquartier bricht anschließend der Körper des getöteten Konstrukteurs auf; daraus entsteht ein Wesen, das den klassischen Aliens der Reihe ähnelt.

Produktion und Veröffentlichung

Prometheus war zunächst als Prequel zu Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt von 1979 geplant. Das Drehbuch entwickelte sich jedoch zu einer eigenständigen Geschichte und damit zu einem Neuanfang der Reihe. Produziert wurde der Film von Brandywine Productions, Dune Entertainment und Scott Free Productions. An der Gestaltung war auch H. R. Giger beteiligt, der bereits das Alien und das havarierte Raumschiff des ersten Alien-Films entworfen hatte. Ridley Scott kündigte 2011 an, vor allem traditionelle Spezialeffekte und nur wenige digitale Effekte einzusetzen; die Bildgestaltung sollte entfernt an Blade Runner erinnern.

Gedreht wurde unter anderem in den Pinewood Studios, im spanischen Alicante, in Fort William, auf Island, in Inverness, im Rannoch Moor und am The Storr. Die Anfangsszene entstand am Dettifoss-Wasserfall und in seiner Umgebung sowie in der Gegend des Vulkans Hekla. Als Kamera wurde ausschließlich die Red Epic verwendet. Die Dreharbeiten begannen im März 2011 und endeten am 10. Dezember 2011.

Der Film startete am 30. Mai 2012 in Frankreich, Belgien und der französischsprachigen Schweiz. Im Vereinigten Königreich fand die offizielle Premiere am 31. Mai statt, in den Vereinigten Staaten lief er am 8. Juni an. Der österreichische Kinostart war am 8. August, in Deutschland und der deutschsprachigen Schweiz am 9. August 2012. Gezeigt wurde Prometheus in 3D, IMAX und regulärem Filmformat; Verleiher war 20th Century Fox. Das Budget betrug 130 Millionen US-Dollar, weltweit spielte der Film mehr als 400 Millionen Dollar ein.

Synchronisation und Rezeption

Die deutsche Synchronfassung entstand bei Interopa Film nach einem Dialogbuch von Klaus Bickert und unter der Dialogregie von Björn Schalla. Elizabeth Shaw wird von Vera Teltz gesprochen, David von Norman Matt, Meredith Vickers von Katrin Fröhlich und Captain Janek von Marco Kröger. Christian Rode spricht Sir Peter Weyland, Björn Schalla Charlie Holloway, Martin Kautz Fifield und Robin Kahnmeyer Milburn.

Die Kritiken fielen gemischt, insgesamt aber eher positiv aus. Rotten Tomatoes verzeichnete ein Tomatometer von 73 %, Metacritic einen Metascore von 64/100. Gelobt wurden vor allem die visuellen Effekte, die Set-Designs, die Bilder, die 3D-Technik, die schauspielerischen Leistungen und der Versuch, eine eigenständige Erzählung innerhalb der Alien-Saga zu entwickeln. Michael Fassbenders Darstellung des Androiden David wurde besonders hervorgehoben.

Kritisiert wurden dagegen die zunehmenden Horrorfilm-Klischees, die schwache Charakterisierung vieler Figuren, Logiklöcher, erklärungslastige oder hanebüchene Dialoge, eine als flach empfundene Pseudo- oder Mythenmetaphysik, ein hektischer Schnitt und eine aufdringliche Musik. Dennoch bezeichnete eine Besprechung den Film als kraftvoll und mitreißend, in vielem faszinierend und in manchem furchterregend. In den Vereinigten Staaten nahm er 126,5 Millionen Dollar ein, weltweit 403,4 Millionen Dollar. Damit war er finanziell der erfolgreichste Film der gesamten Saga. In Deutschland sahen ihn 1,09 Millionen Besucher.

Der Film erhielt mehrere Auszeichnungen und Nominierungen, besonders in technischen Kategorien. Er gewann unter anderem bei den Key Art Awards in den Kategorien Digital und Innovative Media sowie bei den Los Angeles Film Critics Association Awards für die beste künstlerische Leitung. Für visuelle Effekte, Sound, Szenenbild und weitere Kategorien wurde er unter anderem für Academy Awards, BAFTA Awards, Saturn Awards und Auszeichnungen der Visual Effects Society nominiert.

Fortsetzung

Ridley Scott plante insgesamt drei Fortsetzungen, von denen die dritte inhaltlich an seinen ersten Alien-Film von 1979 anschließen sollte. Die erste Fortsetzung heißt Alien: Covenant. Die Dreharbeiten begannen im März 2016 in den Fox Studios in Sydney; Michael Fassbender übernahm erneut die Rolle des Androiden David. Der Film startete im Mai 2017 weltweit. Nach Ridley Scotts Aussage sollte sich die Handlung stärker auf die Konstrukteure konzentrieren und eine neue Form der Xenomorph-Aliens einführen, die sich von der Kreatur am Ende von Prometheus unterscheidet.

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