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Belgien

Belgien (amtlich Königreich Belgien, niederländisch, französisch) ist ein föderaler Staat in Westeuropa. Es liegt zwischen der Nordsee und den Ardennen und …

Inhalt6 Abschnitte
  1. 1. Staat und Bevölkerung
  2. 2. Landschaft und Klima
  3. 3. Geschichte
  4. 4. Politisches System
  5. 5. Wirtschaft, Verkehr und Bildung
  6. 6. Kultur und Alltag

Staat und Bevölkerung

Belgien, amtlich Königreich Belgien, ist ein föderaler Staat in Westeuropa zwischen Nordsee und Ardennen. Es grenzt an die Niederlande, Deutschland, Luxemburg und Frankreich. Hauptstadt ist Brüssel, zugleich Sitz der Föderalregierung, der Königsfamilie und wichtiger Institutionen der Europäischen Union. Belgien ist wegen seiner zentralen Lage, seiner Mehrsprachigkeit und seiner Rolle bei der europäischen Einigung politisch und wirtschaftlich bedeutsam.

Am 1. Januar 2024 lebten rund 11,8 Millionen Menschen auf 30.688 km². Mit 383 Einwohnern je km² und einem Urbanisierungsgrad von fast 98 Prozent ist Belgien sehr dicht besiedelt und stark verstädtert. Antwerpen ist die bevölkerungsreichste Stadt; der größte Ballungsraum ist jedoch Brüssel mit seinen umliegenden Gemeinden und etwa 1,25 Millionen Einwohnern. Weitere große Städte sind Gent, Charleroi und Lüttich.

Die Bevölkerung wird meist nach Sprachgruppen gegliedert. Knapp 60 Prozent gelten als niederländischsprachige Flamen, etwas weniger als 40 Prozent als französischsprachige Belgier. In der Deutschsprachigen Gemeinschaft lebten am 1. Januar 2024 78.604 Menschen; insgesamt wird die Zahl der deutschsprachigen Ostbelgier auf 110.000 geschätzt. Genaue aktuelle Sprachanteile fehlen, weil Erhebungen über gesprochene Sprachen seit 1961 verboten sind. Am 1. Januar 2025 waren 64,0 Prozent Belgier belgischer Herkunft; 36 Prozent hatten einen Migrationshintergrund, darunter 22,1 Prozent eingebürgerte Belgier ausländischer Herkunft und 13,8 Prozent Ausländer.

2022 betrug die Lebenserwartung 81,7 Jahre, bei Frauen 83,9 und bei Männern 79,6 Jahre. Die statistische Kinderzahl lag bei 1,5 je Frau. Trotz eines Sterbeüberschusses wuchs die Bevölkerung durch Migration. 2023 waren 16,3 Prozent unter 15 und 20,1 Prozent älter als 64 Jahre.

Belgien hat drei Amtssprachen: Niederländisch, Französisch und Deutsch. Verfassungsrechtlich bestehen vier Sprachgebiete: das niederländische, französische und deutsche Sprachgebiet sowie die zweisprachige Region Brüssel-Hauptstadt. Französisch war ab 1830 zunächst die einzige Amtssprache; Niederländisch wurde 1898 rechtlich anerkannt, Deutsch 1920 örtlich eingeführt und 1963 als dritte Amtssprache anerkannt. Daneben werden Mundarten und Regionalsprachen wie Westflämisch, Brabantisch, Limburgisch, Wallonisch, Picardisch, Luxemburgisch und Ripuarisch gesprochen.

Etwa 75 Prozent der belgischen Staatsbürger werden dem römischen Katholizismus, rund 1 Prozent der Vereinigten Protestantischen Kirche und 8 Prozent islamischen Gemeinden zugerechnet; ungefähr 16 Prozent sind konfessionslos. Belgien erkennt sechs Religionen und eine nicht-konfessionelle Weltanschauung an und fördert sie. Gleichgeschlechtliche Handlungen wurden 1974 entkriminalisiert, seit 2003 gelten Antidiskriminierungsgesetze und die gleichgeschlechtliche Ehe ist erlaubt.

Landschaft und Klima

Belgien gliedert sich naturräumlich in Nieder-, Mittel- und Hochbelgien. Niederbelgien im Norden liegt zwischen 0 und 100 Metern und umfasst Dünen, Polder, flache Landschaften Flanderns und die sandigen Kempen. Der belgische Nordseestrand ist etwa 67 Kilometer lang; dahinter liegt ein geschlossener, bis zu 50 Meter hoher Dünengürtel und eine etwa 10 bis 20 Kilometer breite, künstlich entwässerte Polderzone.

Mittelbelgien liegt überwiegend zwischen 100 und 200 Metern. Es umfasst die lehm- und lössgeprägten Ebenen von Hennegau, Brabant und Hespengau. Besonders die Lössböden des Hespengaus zählen zu den fruchtbarsten Europas und werden intensiv für Getreide, Zuckerrüben, Kartoffeln, Mais, Raps und Obst genutzt.

Hochbelgien liegt südlich der Sambre-Maas-Furche und umfasst unter anderem Condroz, Fagne-Famenne, Ardennen und Belgisch-Lothringen. Die Ardennen sind ein stark bewaldeter Teil des Rheinischen Schiefergebirges. Das Signal de Botrange im Hohen Venn ist mit 694 Metern der höchste Punkt Belgiens. Die dortigen sauren und flachgründigen Böden eignen sich eher für Wald und Weiden als für Ackerbau. Ganz im Süden liegt die Gaume mit fruchtbareren Böden und einem milden Mikroklima, das Obst- und Weinbau begünstigt.

Flandern bildet den überwiegend flachen, dicht besiedelten Norden. Die Region Brüssel-Hauptstadt liegt als politisch selbstständige Enklave innerhalb Flanderns. Wallonien ist flächenmäßig größer, in den Ardennen gebirgig und dünner besiedelt. Seine wichtigsten Städte liegen häufig an Maas, Sambre und anderen Flüssen.

Die meisten Gewässer gehören zu den Einzugsgebieten von Maas und Schelde. Maas, Schelde und Yser fließen zur Nordsee; nur die Yser mündet in Belgien, Maas und Schelde dagegen in den Niederlanden. Zahlreiche Kanäle verbinden Industriegebiete und Städte mit dem Hafen Antwerpen. Der Albert-Kanal verbindet Lüttich mit Antwerpen, der Kanal Brüssel–Charleroi Charleroi mit Brüssel. Größere natürliche Seen fehlen; wichtige Stauseen sind die Lacs de l’Eau d’Heure sowie die Talsperren Bütgenbach und Robertville.

Das Klima ist ein gemäßigtes Ozeanklima: ganzjährig feucht, ohne ausgeprägte Trockenzeit und mit geringen jahreszeitlichen Temperaturschwankungen. Im Sommer liegen die Durchschnittstemperaturen in Niederbelgien bei etwa 18 °C, an der Küste und in Hochbelgien meist höchstens bei 15 °C. Im Winter werden in Niederbelgien und an der Küste 2 bis 4 °C, in Hochbelgien etwa 0 °C erreicht. Die relative Luftfeuchtigkeit liegt im Durchschnitt über 80 Prozent. Die Küste zählt etwas über 170 Regentage jährlich, die Ardennen mehr als 230; die Sonnenscheindauer beträgt meist rund 1500 Stunden.

Geschichte

Das Gebiet des heutigen Belgien gehörte in der Antike zur römischen Provinz Gallia Belgica. Im Mittelalter war es in Herzogtümer, Grafschaften und kirchliche Territorien geteilt. Flanderns Städte wurden durch Tuchproduktion und Handel zu wichtigen europäischen Wirtschaftszentren. Im 15. Jahrhundert gelangten große Teile unter burgundische, später unter habsburgische Herrschaft. Nach der Trennung der nördlichen und südlichen Niederlande blieben die südlichen Gebiete zunächst spanisch und kamen 1714 als Österreichische Niederlande an die österreichischen Habsburger. 1795 wurden sie Teil Frankreichs; der Wiener Kongress vereinigte sie 1815 mit den nördlichen Niederlanden.

Die Belgische Revolution führte 1830 zur Unabhängigkeit. Die internationale Anerkennung erfolgte am 19. April 1839. Mit der Verfassung von 1831 entstand eine konstitutionelle Monarchie; Leopold von Sachsen-Coburg wurde erster König der Belgier. Belgien industrialisierte sich früh, besonders in Wallonien mit Kohle, Stahl und Textilien. Im Bildungswesen stritten Liberale und Katholiken in zwei Schulkriegen über staatliche und kirchliche Schulen. Das 1959 vereinbarte Pacte scolaire sicherte staatliche Unterstützung katholischer Schulen und festigte das Nebeneinander staatlicher und freier Schulen.

König Leopold II. besaß den Kongo zunächst privat. Nach international bekannt gewordenen Gewalttaten bei dessen Ausbeutung musste er das Gebiet 1908 an den belgischen Staat abtreten. Während seiner Herrschaft kamen dort schätzungsweise 10 Millionen Menschen durch Sklaverei und Zwangsarbeit ums Leben. Belgisch-Kongo wurde 1960 unabhängig.

Im Ersten Weltkrieg verletzte das Deutsche Reich die belgische Neutralität und besetzte fast das ganze Land. Es kam zu Massakern an Zivilisten, Zwangsarbeit und schweren Zerstörungen. Durch den Versailler Vertrag kamen Eupen-Malmedy unter belgische Verwaltung und 1925 endgültig zu Belgien. Im Mai 1940 wurde Belgien erneut von Deutschland angegriffen und bis 1944/45 besetzt. Juden und Roma wurden deportiert; besonders die Ardennenoffensive 1944/45 verursachte schwere Zerstörungen. Ein Konflikt über König Leopold III. führte 1950 zu Unruhen; 1951 wurde sein Sohn Baudouin König.

Belgien gehörte zu den Gründern der Benelux-Wirtschaftsunion, der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der NATO. Seit der Nachkriegszeit veränderten wirtschaftliche Unterschiede und der flämisch-wallonische Sprachenkonflikt den Staat grundlegend. Mehrere Staatsreformen führten zur Föderalisierung; seit 1993 ist Belgien offiziell ein Bundesstaat.

Politisches System

Belgien ist verfassungsrechtlich eine konstitutionelle, praktisch eine parlamentarische Monarchie. Staatsoberhaupt ist König Philippe. Die Föderalregierung wird vom Premierminister geführt; seit dem 3. Februar 2025 ist dies Bart De Wever. Die Bundeslegislative besteht aus dem König, der Abgeordnetenkammer mit 150 Mitgliedern und dem Senat mit 60 Mitgliedern. Die 15-köpfige Föderalregierung bildet zusammen mit dem König die Exekutive. Der Bund ist vor allem für Justiz, Finanzpolitik, innere Sicherheit, Außenpolitik, Verteidigung und soziale Sicherheit zuständig.

Der Föderalstaat gliedert sich zugleich in drei Regionen und drei Gemeinschaften. Die Regionen Flandern, Wallonien und Brüssel-Hauptstadt regeln vor allem Wirtschafts-, Umwelt-, Verkehrs- und Agrarpolitik. Die Flämische, Französische und Deutschsprachige Gemeinschaft sind hauptsächlich für Bildung, Kultur sowie personenbezogene Bereiche der Gesundheits-, Familien- und Sozialpolitik zuständig. Regionen und Gemeinschaften besitzen eigene Parlamente und Regierungen und dürfen in ihren Zuständigkeitsbereichen internationale Verträge schließen. Flämische Region und Flämische Gemeinschaft haben ihre Institutionen zusammengelegt. Unterhalb der Regionen bestehen zehn Provinzen und 43 Arrondissements; Brüssel-Hauptstadt ist provinzfrei.

Die Gebiete von Regionen und Gemeinschaften sind nicht deckungsgleich: Brüssel ist offiziell französisch-niederländisch zweisprachig, während die Deutschsprachige Gemeinschaft zur Region Wallonien gehört. Fazilitätengemeinden gewähren sprachlichen Minderheiten besondere Rechte, etwa im Schulwesen. Auch Grenzen sind teilweise kompliziert: An den niederländischen und deutschen Grenzen sowie innerhalb Belgiens gibt es Enklaven und Exklaven.

Der flämisch-wallonische Konflikt hat kulturelle, sprachliche und wirtschaftliche Ursachen. Im 19. Jahrhundert war das französischsprachige Wallonien industriell stärker, während viele Flamen sozial benachteiligt waren. Seit dem Niedergang der wallonischen Schwerindustrie und dem wirtschaftlichen Aufstieg Flanderns kehrten sich wichtige wirtschaftliche Verhältnisse um. Der Konflikt besteht fort, hat aber laut dem Historiker Christoph Driessen bis 2018 an Schärfe verloren. Parteien und Medien sind weiterhin weitgehend nach Sprachgruppen getrennt.

Belgien ist ein wichtiger Träger der europäischen Integration. Brüssel beherbergt unter anderem Europäische Kommission, Rat, Teile des Europäischen Parlaments sowie NATO-Hauptorgane. Belgien ist außerdem Mitglied der Eurozone und stellt Truppen für europäische und NATO-geführte Strukturen bereit.

Wirtschaft, Verkehr und Bildung

Belgien ist ein hochentwickeltes Industrie- und Dienstleistungsland. Es war ab den 1820er-Jahren das erste industrialisierte Land auf dem europäischen Festland. Kohle, Stahl, Textilien und Maschinenbau prägten zunächst besonders Wallonien. Seit den 1970er-Jahren verlor die Schwerindustrie an Bedeutung; Flandern entwickelte sich mit Logistik, Pharmazie und Dienstleistungen zum wirtschaftlichen Motor. Die frühere Industrieregion um Charleroi, die Borinage und das Lütticher Becken kämpfen weiterhin mit dem Strukturwandel.

2024 betrug das nominale Bruttoinlandsprodukt 664 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 56.221 US-Dollar je Einwohner; nach Kaufkraftparität waren es 870 Milliarden beziehungsweise 73.609 US-Dollar je Einwohner. Der Index der menschlichen Entwicklung lag 2023 bei 0,951. 2023 betrug die Arbeitslosenquote 5,5 Prozent, die Jugendarbeitslosigkeit im Dezember 17,3 Prozent. Rund 78,4 Prozent der Erwerbstätigen arbeiten im Dienstleistungssektor, 21,5 Prozent in der Industrie und 1,1 Prozent in der Landwirtschaft. Belgien und Luxemburg sind die einzigen Länder mit automatischer Anpassung von Gehältern und Mieten an die Inflation.

Belgien ist stark in europäische Lieferketten eingebunden und war 2024 der weltweit 19.-größte Güterexporteur. Wichtige Handelspartner sind Deutschland, Frankreich und die Niederlande. Der Hafen Antwerpen ist ein zentraler Handels- und Logistikstandort. Exportstark sind unter anderem Pharmaindustrie, Chemie, Nahrungsmittelverarbeitung und Metallverarbeitung. 2024 erzielte die Handelsbilanz einen Überschuss von 10,28 Milliarden Euro, während die gesamte Leistungsbilanz ein Defizit von rund 0,4 Prozent des BIP aufwies.

Das Verkehrsnetz gehört zu den dichtesten der Welt. Die 1835 eröffnete Strecke Brüssel–Mechelen war die erste Eisenbahnverbindung Kontinentaleuropas. Internationale Hochgeschwindigkeitszüge verbinden Belgien mit Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und durch den Eurotunnel mit dem Vereinigten Königreich. Den Nahverkehr betreiben STIB/MIVB in Brüssel, De Lijn in Flandern und TEC in Wallonien. Die Kusttram verbindet alle Orte der Nordseeküste und gilt als längste Überlandstraßenbahnlinie der Welt. Bedeutende Seehäfen sind Antwerpen und Brügge-Zeebrügge; wichtigster Flughafen ist Brüssel-Zaventem.

Das Bildungswesen liegt größtenteils bei den Sprachgemeinschaften und unterscheidet sich deshalb regional. Grundsätzlich besteht Schulpflicht bis zum 18. Lebensjahr. Nach sechs Jahren Primarschule folgen gewöhnlich sechs Jahre Sekundarschule mit allgemeinen, technischen, künstlerischen oder beruflichen Bildungswegen. In Flandern führt das Diploma Secundair Onderwijs, in der Französischen Gemeinschaft das Certificat d’enseignement secondaire supérieur zur Hochschulreife. In der Deutschsprachigen Gemeinschaft wird Französisch ab dem ersten und Englisch ab dem achten Schuljahr unterrichtet. Das Hochschulwesen wurde durch den Bologna-Prozess stärker vereinheitlicht; im deutschen Sprachgebiet besteht die Autonome Hochschule in der Deutschsprachigen Gemeinschaft.

Kultur und Alltag

Belgiens Kultur ist durch seine Sprachgemeinschaften und die Beziehungen zu Frankreich, den Niederlanden und Deutschland geprägt. Die Medien bilden weitgehend getrennte niederländische, französische und deutsche Öffentlichkeiten. Öffentlich-rechtliche Sender sind VRT für Flandern, RTBF für die Französische Gemeinschaft und BRF für die Deutschsprachige Gemeinschaft; wichtigste deutschsprachige Tageszeitung ist das Grenz-Echo.

Bekannte Spezialitäten sind Pommes frites, Brüsseler und Lütticher Waffeln sowie Pralinen. Die belgische Bierkultur umfasst Abtei- und Trappistenbiere, spontan vergorene Sorten wie Lambic, Geuze und Faro sowie Fruchtbiere wie Kriek. Am häufigsten wird jedoch Pils getrunken. Bedeutende regionale Karnevalsbräuche sind die Gilles von Binche, der Cwarmê in Malmedy und die Blancs-Moussis von Stavelot. Der Karneval von Aalst ist stärker von politischer Satire geprägt; wegen antisemitischer Darstellungen wurde er 2019 aus dem UNESCO-Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes entfernt.

Belgien besitzt eine international bedeutende Comictradition. Zu den bekanntesten Figuren und Reihen gehören Tim und Struppi, Lucky Luke, Die Schlümpfe, Spirou und Fantasio sowie Suske und Wiske. Comics gelten als „neunte Kunst“ und können an Kunsthochschulen studiert werden. In der bildenden Kunst waren die altniederländische Malerei und Künstler wie Jan van Eyck, Rogier van der Weyden, Pieter Bruegel der Ältere und Peter Paul Rubens prägend; später wurde René Magritte zu einem wichtigen Surrealisten. In der Musik war die franko-flämische Schule der Renaissance europaweit einflussreich. Heute sind auch Festivals wie Tomorrowland, Rock Werchter und Pukkelpop bekannt.

Fußball ist sehr beliebt; die Nationalmannschaft gewann bei der Weltmeisterschaft 2018 den dritten Platz. Als Nationalsport gilt jedoch der Radsport. Bedeutende Rennen sind die Flandern-Rundfahrt und Lüttich–Bastogne–Lüttich; auch Cyclocross besitzt große Bedeutung. Spa-Francorchamps ist eine international bekannte Motorsportstrecke.

Der Tourismus konzentriert sich auf historische Städte wie Brüssel, Brügge, Gent und Antwerpen, auf die Nordseeküste, die Ardennen sowie Gedenkstätten des Ersten Weltkriegs. 2016 kamen 7,5 Millionen ausländische Touristen. Eine rechtliche Besonderheit ist die erlaubte aktive Sterbehilfe, die unter gesetzlichen Voraussetzungen auch für Minderjährige möglich ist; 2017 nahmen sie 2.309 Menschen in Anspruch, darunter drei Minderjährige.

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