Zum Inhalt springen
L

Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Österreich

Geographie. → Hauptartikel: Geographie Österreichs. Satellitenbild von ... Bruttonationaleinkommen, Beschäftigte. Industrie, 28 %, 25,7 %. Landwirtschaft, 1,3 …

Inhalt6 Abschnitte
  1. 1. Steckbrief und Geographie
  2. 2. Geschichtliche Entwicklung
  3. 3. Bevölkerung und Gesellschaft
  4. 4. Politik, Recht und Sicherheit
  5. 5. Wirtschaft, Umwelt und Infrastruktur
  6. 6. Bildung, Kultur und Sport

Steckbrief und Geographie

Österreich, amtlich Republik Österreich, ist ein mitteleuropäischer Binnenstaat mit 9.215.956 Einwohnern (1. Jänner 2026) und einer Fläche von 83.883,87 km². Es grenzt an Deutschland und Tschechien im Norden, die Slowakei und Ungarn im Osten, Slowenien und Italien im Süden sowie die Schweiz und Liechtenstein im Westen. Hauptstadt und zugleich ein Bundesland ist Wien. Amtssprache ist Deutsch; regionale Amtssprachen sind Kroatisch, Slowenisch und Ungarisch. Österreich ist eine demokratische, föderale, semipräsidentiell-parlamentarische Republik ohne Staatsreligion. Die Währung ist der Euro.

Das Land besteht aus neun Bundesländern: Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg und Wien. Die Donau durchquert das nördliche Staatsgebiet. Mehr als 70 % der Fläche sind gebirgig; etwa zwei Drittel liegen in den Ostalpen. Deshalb wird Österreich auch Alpenrepublik genannt. Die fünf Großlandschaften sind die Ostalpen (52.600 km² bzw. 62,8 %), das Alpen- und Karpatenvorland (9.500 km²), das östliche Vorland des Pannonischen Tieflands (9.500 km²), das Granit- und Gneisplateau (8.500 km²) und das Wiener Becken (3.700 km²). Der höchste Punkt ist der Großglockner mit 3.798 m ü. A., der tiefste liegt bei Apetlon im Burgenland auf 114 m ü. A. 43 % der Landesfläche sind bewaldet.

Österreich weist atlantisch-mitteleuropäische, illyrisch-mediterrane, pannonisch-kontinentale und alpine Klimaeinflüsse auf. Das Flächenmittel der Jahreslufttemperatur beträgt 7,4 °C, der mittlere Jahresniederschlag etwa 1.100 mm. Im Bregenzerwald und in den Nördlichen Kalkalpen fallen durchschnittlich um 2.000 mm, vereinzelt bis 3.000 mm Niederschlag; Retz erhält als niederschlagsärmster Ort knapp unter 450 mm. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts stieg die Temperatur in Österreich um 3,1 °C. Extremwetter, Starkregen, Dürren und Hitzetage nehmen zu; 2024 war mit 8,8 °C im Mittel das heißeste Jahr der Messgeschichte.

Die Landschaft umfasst zahlreiche Seen und Flüsse. Der Neusiedler See ist mit 315 km² der größte See, wobei etwa 77 % in Österreich liegen; der Attersee ist mit 46 km² der größte vollständig österreichische See. Der größte Fluss ist die Donau. Der überwiegende Teil des Landes wird über sie zum Schwarzen Meer entwässert, kleinere Gebiete über Rhein und Elbe zur Nordsee.

Die unterschiedliche Topografie erklärt die große Artenvielfalt. Österreich besitzt 3.165 Gefäßpflanzenarten mit Vollstatus; 1.187 davon stehen auf der Roten Liste. Etwa 54.000 Tierarten kommen vor, davon 98,6 % wirbellose Tiere. Sechs Nationalparks und weitere Naturparks dienen dem Naturschutz. Typische Naturgefahren sind Erdbeben, Lawinen, Bergstürze, Muren, Überschwemmungen sowie Sturm-, Hagel- und Starkschneeschäden.

Geschichtliche Entwicklung

Die ältesten menschlichen Spuren in Österreich stammen aus dem Mittelpaläolithikum. In der Jungsteinzeit entstanden bäuerliche Siedlungen; später prägten Kupfer-, Bronze- und Eisenzeit den Abbau und Handel mit Rohstoffen. Im Süden und Osten entwickelte sich das keltische Königreich Noricum.

Um 15 v. Chr. wurde ein großer Teil des heutigen Staatsgebiets vom Römischen Reich besetzt. Unter Kaiser Claudius entstand die Provinz Regnum Noricum. Bedeutende römische Zentren waren Carnuntum, Virunum und Teurnia. Ab dem 6. Jahrhundert siedelten Awaren, Slawen, Bajuwaren und Alamannen in verschiedenen Regionen. Im 8. Jahrhundert eroberte das Frankenreich große Teile des Gebiets und trieb die Christianisierung voran. Nach dem Verlust an die Magyaren 907 konnte das ostfränkische Reich das Gebiet nach der Schlacht auf dem Lechfeld 955 zurückgewinnen.

976 wurde die bairische Marcha orientalis als Markgrafschaft an Luitpold übertragen. Die älteste bekannte schriftliche Nennung „Ostarrichi“ stammt vom 1. November 996. 1156 wurde Österreich zum eigenständigen Herzogtum erhoben. Nach den Babenbergern setzten sich die Habsburger durch. Sie erweiterten ihren Länderkomplex, stellten ab 1438 fast durchgehend die römisch-deutschen Könige und Kaiser und begründeten 1358/59 durch das Privilegium Maius den Anspruch auf den Rang eines Erzherzogtums. 1804 gründete Franz II. das Kaisertum Österreich; 1806 endete das Heilige Römische Reich.

Nach dem Wiener Kongress 1815 spielte Österreich eine führende Rolle im Deutschen Bund. Die Revolution von 1848 führte zu Reformen und zur Umwandlung in eine konstitutionelle Monarchie. Nach der Niederlage gegen Preußen 1866 schied Österreich aus dem deutschen Einigungsprozess aus. Der Ausgleich von 1867 begründete die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn. Nationalitätenkonflikte, die Konkurrenz mit Russland auf dem Balkan und die Kriegserklärung an Serbien nach dem Attentat von Sarajevo führten in den Ersten Weltkrieg. Die Niederlage 1918 beendete die Monarchie.

Am 12. November 1918 wurde die Republik Deutschösterreich ausgerufen. Der Vertrag von Saint-Germain schrieb 1919 den Namen Republik Österreich und die staatliche Unabhängigkeit fest. 1920 trat das Bundes-Verfassungsgesetz in Kraft, 1921 kam das Burgenland hinzu. Wirtschaftskrise, politische Gewalt und Gegensätze zwischen Sozialdemokraten und konservativen Kräften destabilisierten die Erste Republik. Nach der „Selbstausschaltung“ des Nationalrats 1933 entstand 1934 der autoritäre, austrofaschistische Ständestaat. Der deutsche Einmarsch und das Anschlussgesetz vom März 1938 führten zur Eingliederung in das Deutsche Reich. Terror, Verfolgung und Holocaust trafen besonders jüdische Österreicher; im KZ-System Mauthausen/Gusen starben etwa 100.000 Häftlinge.

1945 wurde Österreich als unabhängiger Staat wiedererrichtet. Bis 1955 war es in vier Besatzungszonen geteilt. Der Staatsvertrag vom 15. Mai 1955 und der Abzug der Besatzungstruppen brachten die volle Souveränität. Am 26. Oktober 1955 beschloss der Nationalrat die immerwährende Neutralität. Österreich trat 1955 der UNO und 1995 der Europäischen Union bei.

Bevölkerung und Gesellschaft

Wien ist mit rund 2,85 Millionen Menschen im Ballungsraum das mit Abstand größte Siedlungsgebiet; dort lebt mehr als ein Viertel der Bevölkerung. Weitere wichtige Stadtregionen liegen um Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck. Von 2.092 Gemeinden (1. Jänner 2025) haben 1.834 weniger als 5.000 Einwohner. Eine wichtige Herausforderung ist die Landflucht in wirtschaftlich schwächeren Regionen.

Die Bevölkerung wuchs von 3.064.000 im Jahr 1800 auf 6.648.000 im Jahr 1910. Nach dem Ersten Weltkrieg sank sie 1919 auf 6.420.000. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhöhten Flüchtlinge die Einwohnerzahl zunächst, bevor Rückkehr und Weiterwanderung sie wieder auf 6,93 Millionen sinken ließen. Seit Ende der 1980er Jahre nahm sie durch Zuwanderung erneut deutlich zu. 2022 wurde die Grenze von 9 Millionen überschritten; am 1. Jänner 2023 lebten 9.106.126 Menschen in Österreich. Die im Artikel genannten Werte für 2026 unterscheiden sich geringfügig: Die Infobox nennt 9.215.956, eine Tabelle 9.219.113.

2018 hatten mehr als 2 Millionen Menschen bzw. 23,3 % der Bevölkerung einen Migrationshintergrund; in Wien waren es 45,3 %. 2020 betrug der Ausländeranteil 16,7 % bzw. 1,486 Millionen Personen. Die Wanderungsbilanz ist deutlich positiv. Zuwanderung erfolgte unter anderem aus der Türkei und Jugoslawien als Arbeitsmigration, aus Ungarn 1956, der Tschechoslowakei 1968, dem ehemaligen Jugoslawien in den 1990er Jahren und seit den 2010er Jahren aus Afghanistan, Irak, Iran und Syrien. Prognosen erwarten bis 2050 durch Zuwanderung rund 9,5 Millionen Einwohner; danach könnten die Sterbefälle die Geburten übersteigen.

Deutsch ist Staatssprache. Österreichisches Standarddeutsch ist eine nationale Standardvarietät des Deutschen. 88,6 % der österreichischen Staatsbürger sprechen im Alltag einen bairisch-österreichischen oder alemannischen Dialekt. Kroatisch, Slowenisch, Ungarisch, Romanes, Tschechisch, Slowakisch und die österreichische Gebärdensprache sind anerkannte Minderheiten- oder Amtssprachen unter bestimmten Voraussetzungen.

Die Lebenserwartung betrug 2021 insgesamt 82,07 Jahre, bei Frauen 84,85 und bei Männern 79,42 Jahre. Die Gesundheitserwartung lag 2016 bei Frauen bei 57,1 und bei Männern bei 57,0 Jahren. Die Gleichberechtigung ist in Art. 7 Abs. 1 B-VG festgeschrieben. 2020 lag der Gender-Pay-Gap bei 18,9 %. Das Pensionsantrittsalter der Frauen wird bis 2033 schrittweise an 65 Jahre angepasst.

Die römisch-katholische Kirche verliert langfristig Mitglieder. Für Ende 2024 nennt der Artikel 49,6 %, für Ende 2023 51 %; diese unterschiedlichen Angaben werden nicht aufgelöst. 2021 waren 22,4 % konfessionslos, 8,3 % muslimisch und 3,8 % evangelisch.

Politik, Recht und Sicherheit

Österreich ist nach dem Bundes-Verfassungsgesetz von 1920 in der Fassung von 1929 eine föderale, parlamentarisch-demokratische Republik mit neun Bundesländern. Der Bundespräsident ist Staatsoberhaupt und wird für sechs Jahre direkt gewählt; eine einmalige Wiederwahl ist zulässig. Der Bundeskanzler leitet die Bundesregierung. Im Artikel werden als Bundespräsident Alexander Van der Bellen und als Bundeskanzler Christian Stocker genannt.

Die Bundesgesetzgebung liegt grundsätzlich bei Nationalrat und Bundesrat. Der Nationalrat hat 183 Abgeordnete, wird von allen Staatsbürgern ab 16 Jahren nach Verhältniswahl gewählt und besitzt eine fünfjährige Gesetzgebungsperiode. Eine 4-%-Hürde begrenzt die Zersplitterung. Der Bundesrat wird von den Landtagen nach der Bevölkerungszahl beschickt und hat meist nur ein aufschiebendes Vetorecht. Die Länder besitzen eigene Landtage und Landesregierungen. Österreich gliedert sich in 79 Bezirke und 2.092 Gemeinden; 15 Statutarstädte führen ihre Bezirksverwaltung selbst.

Das Parteiensystem wurde lange von ÖVP und SPÖ geprägt. Hinzu kamen vor allem FPÖ, Grüne, NEOS und regional die KPÖ. Seit März 2025 sind erstmals ÖVP, SPÖ und NEOS gemeinsam in einer Bundesregierung vertreten. Ein besonderes Element ist die Sozialpartnerschaft: Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer und Landwirtschaftskammer vertreten als öffentlich-rechtliche Kammern Interessen mit Pflichtmitgliedschaft.

Das Bundesverfassungsrecht ist auf viele Gesetze verteilt. Zentrale Grundlagen sind das B-VG, das Staatsgrundgesetz von 1867 und die Europäische Menschenrechtskonvention. Weitere wichtige Verfassungsgesetze betreffen das Verbotsgesetz, den Finanzausgleich, die Neutralität und den EU-Beitritt. Seit dem EU-Beitritt 1995 gilt der Acquis communautaire; EU-Verordnungen sind unmittelbar anwendbar, Richtlinien werden in nationales Recht umgesetzt. Im Zweifel hat Unionsrecht Vorrang.

Die ordentliche Gerichtsbarkeit umfasst Bezirks- und Landesgerichte, Oberlandesgerichte sowie den Obersten Gerichtshof. Verwaltungsgerichte bestehen seit 1. Jänner 2014 zweistufig; für Verfassungsfragen ist der Verfassungsgerichtshof zuständig. Das ABGB von 1811 ist die zentrale Privatrechtskodifikation. Das Strafrecht beruht vor allem auf StGB und StPO; nach dem Grundsatz „Nulla poena sine lege“ darf nur bestraft werden, was bei der Tatbegehung strafbar war. Die Todesstrafe ist seit 1968 vollständig abgeschafft. Seit 1. September 2025 gilt das Informationsfreiheitsgesetz.

Das Bundesheer umfasst etwa 25.000 Präsenz- und 30.000 Milizangehörige. Für männliche Staatsbürger gilt Wehrpflicht; Frauen können freiwillig dienen. Österreich ist militärisch bündnisfrei, beteiligt sich aber an EU- und UN-Friedensmissionen. Die Notrufnummern lauten 112, 122 Feuerwehr, 133 Polizei und 144 Rettung.

Wirtschaft, Umwelt und Infrastruktur

Österreich gehört mit einem nominellen BIP von 524 Mrd. US-Dollar und 57.208 US-Dollar BIP pro Einwohner (2024) zu den wohlhabenden EU-Staaten. Kaufkraftbereinigt betrug das BIP 2024 669,2 Mrd. US-Dollar bzw. 73.061 US-Dollar pro Einwohner. Dienstleistungen erbringen 70,7 %, Sachgüterproduktion, Bergbau, Energie- und Wasserversorgung sowie Bau 28 % und Land- und Forstwirtschaft 1,2 %. Wien ist das wirtschaftsstärkste Bundesland; das Burgenland liegt als einziges unter dem EU-Durchschnitt.

Der Tourismus ist mit Sommer-, Winter-, Kultur-, Städte-, Kur- und Tagungsangeboten ein zentraler Wirtschaftszweig. 2013 betrug seine direkte Wertschöpfung 16,94 Mrd. Euro bzw. 5,3 % des BIP. Die Industrie ist durch Maschinenbau, Kfz-Zulieferer und hoch spezialisierte mittelständische Unternehmen geprägt. Der Außenhandel ist eng mit Deutschland verbunden: 2021 entfielen 33,1 % der Importe und 30,1 % der Exporte auf Deutschland. 2016 betrugen die Einfuhren 142,4 Mrd. Euro und die Ausfuhren 137,5 Mrd. Euro.

Der Bergbau verlor an Bedeutung. 2016 wurden unter anderem 3.445.860 t Salz, 2.777.260 t Eisenerz, 752.420 t Erdöl und 1.252.728 Tausend m³ Naturgas gefördert. Österreich importiert etwa 90 % seines Erdöls. Die Landwirtschaft ist kleinstrukturiert und stark auf Qualitäts- und Bioprodukte ausgerichtet. 2020 bewirtschafteten rund 24.000 Biobauern etwa 26 % der landwirtschaftlichen Fläche. Rund 48 % des Staatsgebiets sind Wald. Österreich ist bei mehreren Nahrungsmitteln nicht vollständig selbstversorgend.

2020 wurden 73,6 Mio. t CO₂-Äquivalente ausgestoßen, 6,2 % weniger als 1990. Im EU-Paket „Fit for 55“ muss Österreich die Emissionen außerhalb des Emissionshandels bis 2030 um 36 % gegenüber 2005 senken. 2022 wurde ein Klimabonus von 500 Euro als sozialer Ausgleich zur CO₂-Steuer eingeführt. 2022 stammten 85 % der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien; 2023 entfielen 57,6 % auf Wasserkraft, 11,4 % auf Windkraft und 9,1 % auf Photovoltaik. Kernenergie wird wegen des Atomsperrgesetzes nicht erzeugt.

Österreich ist wegen seiner Alpenlage und seiner zentralen Lage ein Transitland. 2007 entfielen 70 % der Personenkilometer auf den Pkw, jeweils 9 % auf Bus und Bahn. Seit 26. Oktober 2021 gibt es das Klimaticket. Das Straßennetz umfasste 2021 insgesamt 126.357 km. Die Höchstgeschwindigkeiten betragen grundsätzlich 130 km/h auf Autobahnen, 100 km/h auf Freilandstraßen und 50 km/h im Ortsgebiet. Die ÖBB betreiben den größten Teil des Schienennetzes. Die sechs internationalen Verkehrsflughäfen fertigten 2024 35,5 Millionen Fluggäste ab. Die Donau ist die wichtigste Schifffahrtsstraße.

Bildung, Kultur und Sport

Das Schulwesen wird überwiegend vom Bund geregelt. Die allgemeine Unterrichtspflicht beginnt nach dem sechsten Lebensjahr und dauert neun Schuljahre. Auf die vierjährige Volksschule folgen Mittelschule oder Gymnasium. Danach sind unter anderem Berufsbildende höhere Schule, Polytechnischer Lehrgang, Berufsausbildung oder weitere gymnasiale Bildung möglich. Die duale Lehrlingsausbildung verbindet Betrieb und berufsbildende Schule. Fachhochschulen gibt es seit 1994.

Österreich besitzt eine vielfältige Kultur mit zwölf UNESCO-Welterbestätten und den Kulturhauptstädten Graz (2003), Linz (2009) und Salzkammergut–Bad Ischl (2024). Wien war im 18. und 19. Jahrhundert ein Zentrum des Musiklebens. Bedeutend sind Opernhäuser, Theater, Orchester, Festspiele, Kabarett sowie die Wiener Kaffeehauskultur und der Heurige. Zu den prägenden Kunstströmungen gehören der Wiener Jugendstil um 1900, der Phantastische Realismus und der Wiener Aktionismus. Österreichische Literatur umfasst Werke in deutscher und auch in slowenischer Sprache.

Die Küche wurde durch Ungarn, Böhmen, Italien und Frankreich sowie regionale Traditionen geprägt. Typische Speisen sind Tafelspitz, Wiener Schnitzel, Gulasch, Karpfen und Forelle. Bekannte Süßspeisen sind Sachertorte, Linzer Torte, Apfelstrudel und Kaiserschmarrn. Weinbau gibt es besonders in Wien, Niederösterreich, der Steiermark und im Burgenland; außerdem sind Bier und Kaffeehauskultur bedeutend.

Sport hat in Österreich einen hohen Stellenwert. Wegen der Gebirgslandschaft gehört das Land im alpinen Skisport, Skispringen, Snowboarden und Rodeln zur Weltspitze. Innsbruck war 1964 und 1976 Austragungsort Olympischer Winterspiele sowie 2012 der Olympischen Jugend-Winterspiele. Im Sommersport gab es internationale Erfolge unter anderem im Judo, Segeln, Tennis, Schwimmen, Tischtennis, Beachvolleyball und in der Formel 1. Fußball besitzt die größte Reichweite unter den Sommersportarten.

Der Vereinssport ist in Gemeinden und Städten stark verbreitet; viele Menschen sind in Fußball-, Handball-, Eishockey-, Faustball-, American-Football-, Hockey-, Tischtennis- oder Volleyballvereinen aktiv. Österreich war außerdem Gastgeber bedeutender internationaler Veranstaltungen, darunter die Fußball-Europameisterschaft 2008 gemeinsam mit der Schweiz sowie mehrere Welt- und Europameisterschaften.

Lernvideos zu Österreich

Weiterlesen

Österreichisches Deutsch Das österreichische Standarddeutsch ist von der Umgangssprache und den in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekten abzugrenzen. Das vom … Slowenische Sprache Konsonanten · vor Vokalen: ​[⁠ʋ⁠]​ · am Silbenende bzw. vor Konsonanten: ​[⁠u⁠]​ · am Silbenanfang vor einem stimmhaften Konsonanten: ​[⁠w⁠]​ · am Silbenanfang vor … Ungarische Sprache Die ungarische Sprache (Eigenbezeichnung magyar nyelv) gehört zum ugrischen Zweig der finno-ugrischen Sprachen innerhalb der uralischen Sprachfamilie. Österreichisches Parlament Geschichte · Erste, vorberatende Sitzung im Reichstag zu Wien (Winterreitschule), 1848 · Das provisorische Abgeordnetenhaus in der Währinger Straße in Wien (um … Parlamentarisches Regierungssystem Als parlamentarisches Regierungssystem bezeichnet man jene Ausformungen parlamentarischer Demokratien, in denen die Regierung zu ihrer Wahl und in ihrer … Republik Zumeist hat das Staatsvolk in einer Republik die höchste Gewalt und ist oberste Quelle der staatlichen Legitimität. Ausnahmen sind die Diktatur und die … Bundesstaat (föderaler Staat) Weltweit gibt es 24 föderative Staaten, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz. Auf der Karte nicht oder kaum sichtbar eingezeichnet: Komoren und … Statistik Austria Geschichte. Bearbeiten. Die österreichische Statistik wurzelt in der Zeit der Verwaltungsreformen Maria Theresias und Josephs II. (zum Beispiel erste … Internationaler Währungsfonds Der Internationale Währungsfonds (IWF; englisch International Monetary Fund, IMF; auch bekannt als Weltwährungsfonds) ist eine rechtlich, … Liste der Länder nach Bruttoinlandsprodukt 1, Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten, 29.298.025 ; 2, China Volksrepublik Volksrepublik China · 18.749.759 ; 3, Deutschland Deutschland, 4.684.182 ; 4, Japan … Liste der Länder nach Bruttoinlandsprodukt pro Kopf Die Liste der Länder nach Bruttoinlandsprodukt pro Kopf enthält eine tabellarische, geordnete Darstellung des nominalen Bruttoinlandsprodukts pro Kopf nach … Kaufkraftparität Wenn Kaufkraftparität zwischen zwei Ländern herrscht, so ist der reale Wechselkurs gleich eins. Kaufkraftparität (KKP) ist das makroökonomische Gegenstück zum …