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Paralleltonart
Als Paralleltonarten bezeichnet man in der Musiktheorie Dur- und Moll-Tonarten, die mit den gleichen Vorzeichen notiert werden. Bei Durtonarten liegt der …
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Grundidee
Paralleltonarten sind in der Musiktheorie Dur- und Moll-Tonarten, die mit den gleichen Vorzeichen notiert werden. Das bedeutet: Sie verwenden dieselben Kreuze oder Bs am Anfang des Notensystems, haben aber unterschiedliche Grundtöne und unterschiedliche Tonleiterarten.
Bei einer Durtonart liegt der Grundton der parallelen Molltonart eine kleine Terz unter dem Grundton der Durtonart. Eine kleine Terz entspricht 1+½ Tonschritten. Bei einer Molltonart liegt der Grundton der parallelen Durtonart eine kleine Terz darüber. Eine Übersicht über solche Paare liefert der Quintenzirkel.
Übersicht im Quintenzirkel
Der Quintenzirkel ordnet Tonarten nach ihren Vorzeichen und zeigt dadurch auch ihre Paralleltonarten. Durtonarten stehen dabei in Großbuchstaben, Molltonarten in Kleinbuchstaben. Die Dur- und Mollnamen sind so gegeneinander verschoben, dass jeweils Tonarten mit denselben Vorzeichen zusammengehören.
Beispiel: D-Dur und h-Moll besitzen die gleichen Vorzeichen, nämlich zwei Kreuze: Fis und Cis. Deshalb sagt man: h-Moll ist die Mollparallele von D-Dur. Umgekehrt ist D-Dur die Durparallele von h-Moll.
Mollparallele
Zu jeder Durtonart gibt es eine Mollparallele. Ihr Grundton liegt immer eine kleine Terz unter dem Grundton der Durtonart. Beispiele sind C-Dur und a-Moll, G-Dur und e-Moll sowie D-Dur und h-Moll.
Am Beispiel C-Dur/a-Moll sieht man, dass beide Tonleitern dieselben Töne verwenden, aber an unterschiedlichen Grundtönen beginnen. Die Durtonleiter hat die Schrittfolge 1, 1, ½, 1, 1, 1, ½. Die natürliche Molltonleiter hat die Schrittfolge 1, ½, 1, 1, ½, 1, 1. Dabei bedeutet 1 Ganzton und ½ Halbton.
Durparallele
Die Durparallele ist das Gegenstück zur Mollparallele. Um von einer Molltonart zur Durparallele zu gelangen, nimmt man die Durtonart mit denselben Vorzeichen. Ihr Grundton liegt eine kleine Terz höher, also 1+½ Tonschritte über dem Grundton der Molltonart.
Dabei verschieben sich die Halbtonschritte: In Moll liegen sie zwischen den Stufen 2–3 und 5–6, in Dur zwischen den Stufen 3–4 und 7–8. Beispiele sind d-Moll und F-Dur, a-Moll und C-Dur sowie e-Moll und G-Dur. In a-Moll liegen die Halbtonschritte bei h-c und e-f; die Durparallele ist C-Dur.
Parallelklänge
In der Funktionstheorie bezeichnet man bestimmte Akkorde als Parallelklänge. Funktionstheorie ist eine Methode, Akkorde nach ihrer Aufgabe innerhalb einer Tonart zu beschreiben. Parallelklänge sind terzverwandte Akkorde auf Nebenstufen einer Tonart, die als Vertreter der Hauptfunktionen verstanden werden.
Sie werden mit den Funktionskürzeln p für Mollklänge und P für Durklänge gekennzeichnet. In Durtonarten liegt der Grundton der Parallele eine Terz unter dem Grundton einer Hauptfunktion, in Molltonarten eine Terz darüber. Der Parallelklang zur Tonika heißt Tonikaparallele: In C-Dur ist die Tp ein a-Moll-Akkord, in a-Moll ist die tP ein C-Dur-Akkord. Werden die Terzbeziehungen umgekehrt, also Terz oberhalb in Durtonarten und Terz unterhalb in Molltonarten, spricht man seit Wilhelm Maler von Gegenklängen.
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