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Om

Om (auch Aum; Sanskrit: ॐ [oːm]) ist eine Silbe, die bei Hindus, Jainas und Buddhisten als heilig gilt. Der Laut ist eng verbunden mit dem durchdringenden …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Bedeutung und Verwendung
  2. 2. Der transzendente Urklang
  3. 3. Gegenwart des Absoluten und Zeichen

Bedeutung und Verwendung

Om, auch Aum genannt, ist eine heilige Silbe im Hinduismus, Jainismus und Buddhismus. Im Sanskrit wird sie ॐ geschrieben und [oːm] ausgesprochen. Vielen mehrwortigen Mantren wird Om vorangestellt, zum Beispiel dem buddhistischen Mantra „Om mani padme hum“. Der Laut steht außerdem in enger Verbindung mit dem durchdringenden tiefen Klang eines shankha, eines Schneckenhorns.

Der transzendente Urklang

Nach hinduistischem Verständnis symbolisiert Om den transzendenten Urklang. Aus seinen Vibrationen entstand das gesamte Universum. Om bezeichnet zugleich Brahman, die höchste Gottesvorstellung: das formlose Brahman und die unpersönliche Weltseele. Diese umfasst sowohl das Reich der sichtbaren Erscheinungen als auch das Reich des Transzendenten.

Om gilt als das umfassendste und erhabenste Symbol der hinduistischen Metaphysik und als das heiligste aller Mantren in den hinduistischen Religionen. In den Upanishaden wurde die Silbe erstmals verwendet. Später wurde sie als Verbindung der drei Klänge a, u und m zum Gegenstand mystischer Meditation. Diese Verbindung symbolisiert unter anderem die Triade von Vishnu, Shiva und Brahma sowie die drei Zustände des Wachens, Träumens und Tiefschlafs.

Gegenwart des Absoluten und Zeichen

Im Buddhismus, besonders im Vajrayana, spielt Om als mantrische Silbe ebenfalls eine große Rolle. Die Silbe ist zugleich ein Symbol der Form und des Klanges und bezeichnet die Gegenwart des Absoluten. In verschiedenen Glaubensströmungen ist sie Gegenstand zahlreicher philosophischer Spekulationen.

In vielen indischen Schriften wird Om durch ein eigenes Zeichen dargestellt. Das Om-Zeichen der Devanagari-Schrift (ॐ) wird häufig als Symbol des Hinduismus wahrgenommen und trägt im Unicode-Zeichencodierungsstandard den Code U+0950. Eine Devanagari-unabhängige Variante befindet sich im Unicodeblock „Verschiedene piktografische Symbole“ unter U+1F549 (🕉️). Im Westen wird das Zeichen oft auch zu rein dekorativen oder modischen Zwecken verwendet.

Eigene Zeichen gibt es unter anderem in der bengalischen Schrift (ওঁ) und der tamilischen Schrift (ௐ). In anderen indischen Schriften wird die Silbe als normale Abfolge von o und m geschrieben, beispielsweise im Kannada: ಓಂ.

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