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Megastadt
Megastädte nach Regionen · in Asien: Tokio, Jakarta, Delhi, Manila, Seoul, Mumbai, Shanghai, Guangzhou, Peking, Kolkata, Bangkok, Dhaka, Osaka, Karatschi, …
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Begriff und Bedeutung
Eine Megastadt, auch Megacity, ist nach den Vereinten Nationen eine Stadt mit zehn Millionen oder mehr Einwohnern. Der synonyme Begriff „megaurbaner Raum“ kann außerdem Agglomerationsräume einschließen, also eine Kernstadt mit dicht besiedeltem Umland; dazu zählt beispielsweise die Metropolregion Rhein-Ruhr mit über 10 Millionen Einwohnern.
Die Bezeichnung ist rein quantitativ: Entscheidend ist allein die Einwohnerzahl. Davon unterscheidet sich die Weltstadt als qualitative Einordnung. Eine Weltstadt ist häufig, aber nicht immer eine Megastadt; umgekehrt ist nicht jede Megastadt automatisch eine Weltstadt. Megastädte sind oft die Primatstadt eines Landes, also dessen besonders dominierende oder größte Stadt, sofern das Land eine solche besitzt.
Entwicklung und typische Probleme
Um 1900 war London mit über 5 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt der Welt. 1950 überschritten New York City und Tokio als erste zwei Städte die Grenze von 10 Millionen Einwohnern. Bis 1975 kam Mexiko-Stadt hinzu; im Jahr 2000 gab es weltweit 18 Megastädte.
Die starke Konzentration von Bevölkerung führt zu großen Versorgungsaufgaben. Alle Einwohner müssen mit Grundnahrungsmitteln und Trinkwasser versorgt werden; dies belastet häufig das Umland erheblich. Durch Landflucht wächst die Stadtbevölkerung weiter. Da für neu zugezogene Menschen meist nicht genug Wohnraum vorhanden ist, entstehen oft informelle Siedlungen.
Bei Katastrophen sind Evakuierung und Notversorgung besonders schwierig. Die Verkehrsinfrastruktur ist oft schon im Normalbetrieb überlastet. Außerdem lassen sich Bedarf und Einwohnerzahl vielerorts nur grob schätzen, weil in vielen Ländern keine Meldepflicht besteht. Wegen ihrer Größe von zehn bis zwanzig Millionen Einwohnern und ihrer hohen Wachstumsgeschwindigkeit sind die Probleme heutiger Megastädte größer als jene europäischer und nordamerikanischer Großstädte während der Industrialisierung im 19. Jahrhundert.
Verteilung nach Regionen
Die Größe einer Stadt oder Agglomeration ist weltweit nicht einheitlich definiert. Unterschiedliche räumliche Abgrenzungen sowie Fehler und Ungenauigkeiten beim Fortschreiben und Hochrechnen von Einwohnerzahlen können daher für dieselbe Stadt zu abweichenden Angaben führen.
Der größte Ballungsraum der Welt ist die Metropolregion Tokio mit rund 36 Millionen Einwohnern. Sie umfasst die 23 Stadtbezirke auf dem Gebiet der ehemaligen Stadt Tokio sowie mehrere umliegende Millionenstädte. Stand 2021 gab es bei Betrachtung der größten Metropolregionen weltweit 36 Megastädte; die größten acht lagen in Asien und Südamerika. Istanbul ist die einzige Megastadt der Welt auf zwei Kontinenten.
Zu den Megastädten zählen in Asien Tokio, Jakarta, Delhi, Manila, Seoul, Mumbai, Shanghai, Guangzhou, Peking, Kolkata, Bangkok, Dhaka, Osaka, Karatschi, Shenzhen, Bengaluru, Ho-Chi-Minh-Stadt, Teheran, Chengdu, Chennai, Lahore und Tianjin. In Nordamerika sind es Mexiko-Stadt, New York und Los Angeles; in Südamerika São Paulo, Buenos Aires und Rio de Janeiro; in Afrika Kairo, Lagos, Kinshasa und Johannesburg; in Europa Istanbul, Moskau, Paris, London und Rhein-Ruhr.