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Martin Luther King Day
Er wird seit 1986 am dritten Montag im Januar begangen und liegt somit nahe oder sogar auf dem Geburtstag von King am 15. Januar. Die Wahl eines Montages …
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Kern und Bedeutung
Der Martin Luther King Day, offiziell „Birthday of Martin Luther King Jr.“ und häufig als MLK-Day abgekürzt, ist ein nationaler Gedenk- und Feiertag in den USA. Er erinnert an Martin Luther King, der 1968 ermordet wurde und in den Vereinigten Staaten eine zentrale Symbolfigur ist.
Der Feiertag wird seit 1986 am dritten Montag im Januar begangen. Dadurch liegt er nahe am Geburtstag Kings, dem 15. Januar, oder fällt sogar auf diesen Tag. Die Wahl eines Montags ermöglicht ein dreitägiges freies Wochenende.
Entstehung des Feiertags
Die ersten Bestrebungen für einen Feiertag zu Ehren Martin Luther Kings begannen 1968, direkt nach seiner Ermordung. Noch im selben Jahr brachte der afro-amerikanische Abgeordnete John Conyers aus Detroit einen entsprechenden Gesetzentwurf in den US-Kongress ein.
In den 1970er Jahren unterstützten auch Gewerkschaften die Bewegung für den Feiertag. US-Präsident Jimmy Carter sprach sich ebenfalls dafür aus. Trotzdem fand das Gesetz erst 1983 eine Mehrheit.
Politische Debatte und Einführung
Gegen die Einführung des Feiertags stellte sich unter anderem der republikanische US-Senator Jesse Helms. Er bezweifelte, ob King wichtig genug für eine solche Ehrung sei. Außerdem kritisierte er Kings Haltung gegen den Vietnamkrieg und unterstellte ihm Sympathien für den Kommunismus.
Auch Präsident Ronald Reagan war zunächst gegen den Gesetzentwurf. Nachdem der Kongress das Feiertagsgesetz jedoch mit mehr als zwei Dritteln der Stimmen beschloss, war ein Veto praktisch zwecklos. Reagan unterschrieb das Gesetz am 2. November 1983 im Rosengarten des Weißen Hauses.
Der neue Bundesfeiertag wurde erstmals am 20. Januar 1986 begangen. Anfangs erklärten nicht alle Bundesstaaten ihn auch zu einem Landesfeiertag. Erst seit dem Jahr 2000 wird der Martin Luther King Day sowohl von der Bundesregierung als auch von allen 50 Bundesstaaten der USA beachtet.
Heutige Praxis
Da der Martin Luther King Day ein relativ neuer Feiertag ist, haben sich bisher keine stark ausgeprägten Traditionen entwickelt. Er wird auch nicht von allen Arbeitgebern umgesetzt. Insgesamt ist er nur für etwa 33 Prozent aller Arbeitnehmer arbeitsfrei, die Tendenz ist jedoch steigend.
Als staatlicher Feiertag gilt er für staatliche Angestellte und Beamte. Außerdem ist er bei gemeinnützigen Organisationen und Nichtregierungsorganisationen beliebt. In Fabriken und im Produktionssektor wird er am seltensten begangen. Die Börsen sind an diesem Tag geschlossen.
Freiwilligenarbeit und besondere Überschneidungen
Seit 1994 ist der Feiertag mit der Idee der Freiwilligenarbeit verbunden. Diese Initiative heißt „Martin Luther King Day of Service“ und geht auf den ehemaligen US-Senator Harris Wofford und den Kongressabgeordneten John Lewis zurück.
Alle vier Jahre findet am 20. Januar die Amtseinführung des Präsidenten der Vereinigten Staaten statt. Wenn dieses Datum auf einen Montag fällt, ist es zugleich der Martin Luther King Day. Das geschah bisher zweimal: 1997 bei der zweiten Amtseinführung Bill Clintons und 2025 bei der zweiten Amtseinführung Donald Trumps.