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Liste von Satirezeitschriften

Als Satirezeitschrift wird eine Zeitschrift bezeichnet, die mit Satire, also den Stilmitteln der Spottdichtung und Karikatur, echte oder als solche …

Inhalt2 Abschnitte
  1. 1. Begriff und Zweck
  2. 2. Überblick über die aufgeführten Zeitschriften

Begriff und Zweck

Eine Satirezeitschrift ist eine Zeitschrift, die gesellschaftliche Missstände kritisiert. Sie nutzt dafür Satire, also Stilmittel der Spottdichtung und der Karikatur. Die Missstände können tatsächlich bestehen oder als solche wahrgenommen werden. Die Zeitschriften verbinden damit humorvolle, spöttische oder bildliche Formen der Darstellung mit gesellschaftlicher Kritik.

Überblick über die aufgeführten Zeitschriften

Die Übersicht nennt Satirezeitschriften aus zahlreichen Ländern und Zeiträumen. Zu jeder Zeitschrift werden, soweit vorhanden, Land, Erscheinungsort, Jahr der Erstausgabe, Jahr der Einstellung beziehungsweise „bis heute“ sowie einzelne Hinweise angegeben.

Die frühesten genannten Titel stammen aus dem 18. Jahrhundert, etwa die österreichischen Eipeldauer-Briefe (1785–1821). Viele Titel erschienen im 19. und frühen 20. Jahrhundert, darunter Punch in London (1841–1992), Kladderadatsch in Berlin (1848–1944), Simplicissimus in München (1896–1944) und Nebelspalter in der Schweiz (1875–bis heute).

Deutschland, Österreich und Frankreich sind besonders häufig vertreten. Beispiele aus Deutschland sind Eulenspiegel (Berlin, seit 1954), Titanic (Frankfurt am Main, seit 1979) und Der Postillon (Fürth, seit 2008). Eulenspiegel wird als einziges Satiremagazin der DDR bezeichnet; sein Vorläufer war Frischer Wind (1946–1954). Das Wespennest (Stuttgart, 1946–1949) wird als erste westdeutsche Nachkriegssatirezeitschrift bezeichnet.

Zu den weiterhin erscheinenden internationalen Titeln zählen Annals of Improbable Research (USA, Cambridge in Massachusetts, seit 1994), Le Canard enchaîné (Frankreich, Paris, seit 1915), The Harvard Lampoon (USA, Cambridge in Massachusetts, seit 1876), Mad (USA, seit 1952), Private Eye (Großbritannien, London, seit 1961), Propria Cures (Niederlande, Amsterdam, seit 1890), Viz (Großbritannien, London, seit 1979), Mongolia (Spanien, Madrid, seit 2012), Nie (Polen, Warschau, seit 1990) und Il Vernacoliere (Italien, Livorno, seit 1982).

Einzelne Einträge zeigen Fortsetzungen oder Unterbrechungen: Charlie Hebdo erschien zunächst 1970–1981 und dann seit 1992; Hara-Kiri Hebdo (1969–1970) wird als Nachfolger von Charlie Hebdo angegeben. Berliner Wespen (1868–1891) hatte die Hamburger Wespen als Vorläufer und Deutsche Wespen als Nachfolger. Strekosa im Russischen Reich (1875–1918) hatte zwischen 1908 und 1915 eine Pause. Bei der Satirischen Chronik von Wien lautet das Einstellungsjahr „1848(?)“, bei The Watley Review ist die Erstausgabe mit „?“ angegeben.

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