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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Liste internationaler Wirtschaftsorganisationen

Die folgende Liste gibt einen regional gegliederten Überblick über in Wikipedia dokumentierte Internationale Organisationen im Bereich der Wirtschaft.

Inhalt6 Abschnitte
  1. 1. Überblick und Bedeutung
  2. 2. Weltweit tätige Organisationen
  3. 3. Internationale Ländergruppen
  4. 4. Europa und Afrika
  5. 5. Amerika, Asien und Ozeanien
  6. 6. Weiterführende Übersichten

Überblick und Bedeutung

Die Liste ordnet internationale Wirtschaftsorganisationen nach ihrem geografischen Bezug. Der Begriff „Organisation“ wird dabei weit gefasst: Er schließt neben festen Institutionen auch lockere Formen wirtschaftlicher Zusammenarbeit ein. Die aufgeführten Zusammenschlüsse beschäftigen sich unter anderem mit Währung und Finanzierung, Handel, Arbeit, Energie, Entwicklung, Rohstoffen, Freihandel und regionaler wirtschaftlicher Integration.

Weltweit tätige Organisationen

Zu den weltweit ausgerichteten Institutionen gehören die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), die als „Bank der Zentralbanken“ bezeichnet wird, die Internationale Energieagentur (IEA), die Internationale Arbeitsorganisation (ILO beziehungsweise IAO), der Internationale Währungsfonds (IWF), die Weltbank sowie die Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD).

Eine zentrale Organisation des Welthandels ist die Welthandelsorganisation (WTO). Zu ihren Abkommen zählen das Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen (GATT), das Allgemeine Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen (GATS) und das Übereinkommen über handelsbezogene Aspekte der Rechte des geistigen Eigentums (TRIPS).

Internationale Ländergruppen

Bei den Industrieländern nennt die Liste die G8 und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Die G8 diente regelmäßigen Konsultationen der Staats- oder Regierungschefs der sieben wichtigsten Industrieländer, also der G7, plus Russland.

Zu den Gruppen von Entwicklungs- und Schwellenländern gehört die AKP-Gruppe afrikanischer, karibischer und pazifischer Staaten, die mit der Europäischen Union das Lomé-Abkommen abgeschlossen haben. Die G20 der Entwicklungsländer ist eine lose Gruppe von ursprünglich 20 Entwicklungs- und Schwellenländern. Sie vertritt bei Verhandlungen der Welthandelsorganisation deren Interessen gegenüber den Industrieländern.

Davon zu unterscheiden ist die G20 als Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Weitere länderübergreifende Zusammenschlüsse sind die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC), die International Cocoa Organization (ICCO), die BRICS-Staaten und die Association of Certified International Investment Analysts (ACIIA).

Europa und Afrika

In Europa bestehen mehrere Freihandels-, Wirtschafts- und Integrationsräume. Zur Central European Free Trade Agreement (CEFTA) gehören laut Liste Nordmazedonien, Albanien, Bosnien-Herzegowina, Moldawien, Montenegro, Serbien und das Kosovo. Die European Free Trade Association (EFTA) umfasst Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz. Der Europäische Wirtschaftsraum (EWR) verbindet die Mitgliedstaaten der EU und der EFTA, allerdings ohne die Schweiz.

Weitere europäische Einrichtungen sind die Europäische Union (EU), die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD), die Europäische Patentorganisation (EPO), die Europäische Atomgemeinschaft (EAG beziehungsweise EURATOM) und die UN-Wirtschaftskommission für Europa (UNECE). Die Europäische Gemeinschaft (EG), früher Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), wurde 2009 aufgelöst und ging in der EU auf. Die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS beziehungsweise Montanunion) lief 2002 aus und ging in der EG auf. Der Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW beziehungsweise Comecon), die Wirtschaftsorganisation der Ostblock-Staaten, wurde 1991 aufgelöst.

Die Eurasische Wirtschaftsgemeinschaft (EAEC) wird mit der Russischen Föderation, Belarus, Kasachstan, Tadschikistan und Kirgisistan aufgeführt. Als Mitglieder der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) nennt der Europa-Abschnitt die Russische Föderation, Belarus, Kasachstan, Armenien und Kirgisistan.

Afrikanische Regionalorganisationen sind die Zentralafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion (CEMAC), die Gemeinschaft der Sahel-Saharanischen Staaten (CEN-SAD), der Gemeinsame Markt für das Östliche und Südliche Afrika (COMESA), die Ostafrikanische Gemeinschaft (EAC), die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS), die Zollunion des Südlichen Afrika (SACU), die Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC) und die Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA). Hinzu kommt die UN-Wirtschaftskommission für Afrika (ECA).

Amerika, Asien und Ozeanien

In Amerika nennt die Liste die Bolivarianische Alternative für Amerika (ALBA), die Andengemeinschaft (CAN), den Gemeinsamen Markt Südamerikas (Mercosur beziehungsweise Mercosul), das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA) und die Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR). Die Karibische Gemeinschaft (CARICOM) ist ein Zusammenschluss von 15 karibischen Staaten. Die UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik heißt CEPAL beziehungsweise ECLAC. Die Free Trade Area of the Americas (ALCA beziehungsweise FTAA) war das historische Konzept einer panamerikanischen Freihandelszone.

Im asiatisch-pazifischen Raum ist die Asiatisch-Pazifische wirtschaftliche Zusammenarbeit (APEC) eine lockere Kooperation asiatischer, ozeanischer und amerikanischer Anrainerstaaten des Pazifischen Ozeans. Ihr langfristiges Ziel ist die Bildung einer Freihandelszone. Der Verband Südostasiatischer Nationen (ASEAN) ist eine Gemeinschaft südostasiatischer Länder, die laut Artikel über eine Freihandelszone verhandelt.

Zur Economic Cooperation Organization (ECO) gehören Afghanistan, Aserbaidschan, Iran, Kasachstan, Kirgisistan, Pakistan, Tadschikistan, die Türkei, Turkmenistan und Usbekistan. Außerdem werden der Golf-Kooperationsrat (GCC), die UN-Wirtschafts- und Sozialkommission für Asien und den Pazifik (ESCAP) sowie die UN-Wirtschafts- und Sozialkommission für Westasien (ESCWA) genannt.

EAEC und EAWU erscheinen wegen ihres eurasischen Bezugs sowohl im europäischen als auch im asiatisch-ozeanischen Teil. Bei der EAWU widersprechen sich die Angaben: Der asiatisch-ozeanische Abschnitt nennt nur die Russische Föderation, Belarus und Kasachstan, während der europäische Abschnitt zusätzlich Armenien und Kirgisistan aufführt.

Weiterführende Übersichten

Als verwandte Übersichten nennt der Artikel die Liste zwischenstaatlicher Organisationen und die Liste internationaler Umweltabkommen.

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