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Liste der RISM-Bibliothekssigel

I-COd = Como, Duomo, Archivio Musicale; I-COs = Como, Seminario Vescovile, Biblioteca; I-COLbarcella = Colombaro, Biblioteca privata Luigi Barcella; I-COPcm …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Zweck und Aktualität der Sigelliste
  2. 2. Aufbau eines RISM-Sigels
  3. 3. Länder, Orte und Einrichtungen

Zweck und Aktualität der Sigelliste

Die Liste erklärt RISM-Bibliothekssigel: standardisierte Abkürzungen für Bibliotheken und Sammlungen. RISM steht für Répertoire International des Sources Musicales, auf Deutsch „Internationales Quellenlexikon der Musik“. Mit den Sigeln wird angegeben, wo sich Musikhandschriften befinden. Sie sind deshalb wichtig, um Quellen in Katalogen eindeutig zu lokalisieren.

Der Band „RISM-Bibliothekssigel. Gesamtverzeichnis“ („RISM Library Sigla. Complete Index“) erschien 1999 und wurde 2008 erweitert; auf dieser Fassung beruht die Liste im Wesentlichen. Seit 2011 lassen sich die Informationen vollständig in einer Datenbank auf der RISM-Website abfragen. Gedruckte oder als PDF vorliegende Sigellisten werden seitdem nicht mehr aktualisiert und können daher falsche Informationen enthalten.

Aufbau eines RISM-Sigels

Ein Sigel folgt grundsätzlich dem Schema Landeskürzel/Ortskürzel/Bibliothekskürzel. Die Teile werden in der tatsächlichen Schreibweise mit Bindestrichen verbunden. Großbuchstaben kennzeichnen das Land und den Ort; unmittelbar anschließende Kleinbuchstaben bezeichnen die jeweilige Bibliothek oder Sammlung.

Beispiel: „D-KNa = D + KN + a“ steht für Deutschland, Köln und das Historische Archiv der Stadt. „F-Pn = F + P + n“ steht für Frankreich, Paris und die Bibliothèque nationale, also die Französische Nationalbibliothek.

Die Liste bewahrt die ursprünglichen RISM-Schreibweisen der Einrichtungen. Deutsche Übersetzungen werden gegebenenfalls in Klammern ergänzt, etwa nach dem Muster „Bibliothèque du Musée de Hérat (Bibliothek des Museums von Herat)“. Die internationalen Länderkürzel orientieren sich teils an englischen Ländernamen, zum Beispiel „CDN“ für Canada; die Länderübersicht ist dennoch nach deutschen Ländernamen alphabetisch angeordnet.

Länder, Orte und Einrichtungen

Die eigentliche Übersicht ordnet Sigel nach Ländern und darunter meist nach Orten. Sie umfasst im vorliegenden Text unter anderem Afghanistan, Ägypten, Argentinien, Aserbaidschan, Australien, Bangladesch, Belgien, Bolivien, Bosnien und Herzegowina, Brasilien, Bulgarien, die Volksrepublik China, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Georgien, Griechenland, Großbritannien, Guatemala, Indien, Iran, Irland, Island, Israel und Italien.

Für jeden Eintrag nennt die Liste das Sigel, den Ort und die zugehörige Institution. Erfasst werden nicht nur National-, Staats-, Stadt- und Universitätsbibliotheken, sondern auch Archive, Museen, Musikhochschulen, Konservatorien, Kirchen, Klöster, Diözesen, Theater, Rundfunkarchive, Verlage und Privatsammlungen. Zusätze wie „In:“ oder „Dpt. in:“ weisen darauf hin, dass sich ein Bestand in einer anderen genannten Einrichtung befindet. Angaben wie „siehe“ verweisen von einem älteren, abweichenden oder doppelten Sigel auf den maßgeblichen Eintrag.

Deutschland nimmt einen besonders großen Teil ein und ist zusätzlich alphabetisch nach Ortsanfangsbuchstaben von A bis Z gegliedert. Beispiele für zentrale Einträge sind D-B für die Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung, D-Dl für die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, D-Mbs für die Bayerische Staatsbibliothek, Musikabteilung in München, und D-W für die Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel, Musikabteilung.

Auch andere Länder zeigen die gleiche Logik: F-Pn bezeichnet in Paris die Bibliothèque nationale de France, Département de la Musique; GB-Lbl die British Library in London; IL-J die Israelische Nationalbibliothek in Jerusalem. Die Übersicht enthält außerdem zahlreiche Einrichtungen mit historischen, kirchlichen oder privaten Beständen. Sie dient somit als Nachschlagewerk, um ein bibliografisches RISM-Sigel einer konkreten aufbewahrenden Institution zuzuordnen.

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