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Kostenauflösung
Außerdem kann sie für Zwecke der Deckungsbeitragsrechnung in Form der Grenzkostenrechnung und für die Break-even-Analyse herangezogen werden. Eine …
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Zweck und Grundidee
Kostenauflösung, auch Kostenspaltung oder Kostenzerlegung genannt, bezeichnet in der Betriebswirtschaftslehre die Aufteilung der Gesamtkosten in Fixkosten und variable Kosten. Variable Kosten hängen vom Beschäftigungsgrad ab, fixe Kosten dagegen nicht. Die Aufteilung ist notwendig, um eine Kostenfunktion aufstellen zu können.
Ausgangspunkt sind die bei einem bestimmten Beschäftigungsgrad entstandenen Gesamtkosten. Sie setzen sich aus variablen Gemeinkosten und fixen Einzelkosten zusammen. Bei „unechten Gemeinkosten“ handelt es sich um variable, jedoch nicht einzeln zurechenbare Kosten. Daher können Gemeinkosten sowohl variable als auch fixe Bestandteile enthalten, die durch die Kostenauflösung getrennt und identifiziert werden müssen.
Verfahren der Kostenauflösung
Zur Kostenauflösung gibt es analytische, statistische und buchtechnische Verfahren:
- Die analytische oder mathematische Kostenauflösung ermittelt die variablen Kosten aus unterschiedlichen Beschäftigungsgraden x₁ und x₂ sowie den dazugehörigen Gesamtkosten K₁ und K₂.
- Beim Differenzen-Quotienten-Verfahren gilt: kᵥ = (K₁ − K₂) / (x₁ − x₂). Die Kostendifferenz geteilt durch die Beschäftigungsdifferenz ergibt den proportionalen Satz.
- Weitere analytische Verfahren sind die Methode der kleinsten Quadrate und die einstufige analytische Kostenauflösung.
- Die buchtechnische Kostenauflösung, auch synthetische Methode genannt, untersucht, wie sich die Kosten in der Vergangenheit bei Beschäftigungsänderungen verhalten haben.
- Zu den statistischen beziehungsweise graphischen Verfahren gehören das Streupunktverfahren und das Reihenhälften-Verfahren, auch Methode der halben Durchschnitte genannt.
Verfahren der planmäßigen Kostenauflösung prüfen, ob Plankosten auch bei einem Beschäftigungsgrad von „Null“ anfallen, wenn die Betriebsbereitschaft aufrechterhalten wird. Die mathematische Kostenauflösung ist heute nur noch von nachrangiger Bedeutung.
Wirtschaftliche Bedeutung und Einsatz
Die Kenntnis der ermittelten fixen und variablen Kosten ist eine wichtige Voraussetzung, um beurteilen zu können, wie sich Beschäftigungsänderungen auf die Gesamtkosten auswirken. Eine Kostenauflösung kann sowohl für tatsächlich in der Vergangenheit angefallene Kosten (Istkosten) als auch für Plankosten durchgeführt werden.
Sie dient insbesondere:
- der Bestimmung der kurzfristigen Preisuntergrenze,
- der Kostenkontrolle innerhalb der Plankostenrechnung,
- der Ermittlung variabler Kalkulationssätze für die Grenzplankostenrechnung im Rahmen der Teilkostenrechnung,
- der Deckungsbeitragsrechnung in Form der Grenzkostenrechnung,
- der Break-even-Analyse.