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Variable Kosten
Fixe und variable Kosten. Kosten, die – anders als die variablen Kosten – von der Ausbringungsmenge unabhängig sind, nennt man Fixkosten. Im Gegensatz zu …
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Begriff und Einordnung
Variable Kosten, auch veränderliche, bewegliche oder mengenabhängige Kosten genannt, sind in der betriebswirtschaftlichen Kostenrechnung der Teil der Gesamtkosten, der sich bei einer Änderung einer Bezugsgröße ebenfalls ändert. Meist ist die Bezugsgröße der Beschäftigungsgrad, also das Ausmaß der betrieblichen Ausbringung oder Tätigkeit.
Im Gegensatz dazu sind Fixkosten von der Ausbringungsmenge unabhängig. Variable Kosten können verursachungsgerecht auf einzelne Produkteinheiten verteilt werden, um die Stückkosten zu ermitteln. Dabei unterscheidet man fixe und variable Stückkosten. Mithilfe der Kostenauflösung wird der Anteil der variablen und fixen Kosten an den Gesamtkosten berechnet.
Mischkosten oder semivariable Kosten ändern sich zwar mit der Beschäftigung, folgen aber keinem der typischen Verläufe variabler Kosten. Beispiele sind Instandhaltungskosten, Energiekosten und Abschreibungen.
Abhängigkeit von Entscheidung und Zeitraum
Ob Kosten als variabel oder fix gelten, hängt von zwei Faktoren ab:
- von der konkreten Entscheidungssituation beziehungsweise dem betrachteten Kostenobjekt;
- vom betrachteten Zeithorizont.
Mit zunehmender Länge des Betrachtungshorizonts nimmt die Variabilität der Kosten zu. Langfristig können daher alle Kosten als variabel angesehen werden.
Arten und Verläufe variabler Kosten
Typische variable Kosten sind Kosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die in ein Produkt eingehen, sowie Fertigungslöhne und Frachtkosten. Die vier häufigsten Kostenarten bei den variablen Kosten sind Material, Waren, Provisionen und Fremdleistungen.
Der Verlauf der variablen Kostenfunktion kann proportional, degressiv, progressiv oder – selten – regressiv sein:
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Proportional oder linear: Die gesamten variablen Kosten K_v ändern sich im selben Verhältnis wie die Bezugsgrößenmenge x. Die variablen Stückkosten k_v bleiben unabhängig von der Ausbringungsmenge konstant und sind identisch mit den Grenzkosten. Es gilt: k_v = K_v / x.
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Degressiv oder unterproportional: Die variablen Gesamtkosten steigen bei zunehmender Beschäftigung langsamer. Deshalb sinken die variablen Stückkosten bei wachsender Ausbringungsmenge, beispielsweise durch Nachlässe bei hoher Mengenabnahme.
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Progressiv oder überproportional: Die variablen Gesamtkosten steigen bei zunehmender Beschäftigung stärker. Die variablen Stückkosten nehmen zu, beispielsweise durch Überstunden.
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Regressiv: Sowohl die variablen Gesamtkosten als auch die variablen Stückkosten sinken bei steigender Beschäftigung. Als Beispiel nennt der Artikel Heizkosten in Veranstaltungsräumen bei steigender Besucherzahl.
In der betriebswirtschaftlichen Praxis wird meist ein proportionaler Verlauf der variablen Kosten angenommen.