Zum Inhalt springen
L

Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Knoten (Chemie)

Unter einem Knoten versteht man in der Quantenchemie eine ebene oder gekrümmte Fläche, an der sich das Vorzeichen einer Wellenfunktion ändert (Nullstelle …

Knoten in Atomorbitalen

Ein Knoten ist in der Quantenchemie eine ebene oder gekrümmte Fläche, an der eine Wellenfunktion ihr Vorzeichen ändert. Er ist damit eine Nullstelle der Wellenfunktion. In der Umgebung eines Knotens ist die Aufenthaltswahrscheinlichkeit von Elektronen gering.

Atomorbitale besitzen insgesamt stets n-1 Knotenflächen, wobei n die Hauptquantenzahl ist. Davon gehören l Knoten zum winkelabhängigen Teil der Wellenfunktion; l ist die Nebenquantenzahl und gilt l<n. Diese Knoten verlaufen durch den Atomkern und sind bei der Ausbildung kovalenter Bindungen wichtig. Die übrigen Knoten liegen im radialen Teil der Wellenfunktion. Ihre Zahl ist (n-1)-l=n_r, wobei n_r\geq 0 die radiale Quantenzahl ist.

Für die Orbitaltypen gilt: s-Orbitale sind kugelsymmetrisch, haben l=0 und n-1 radiale Knoten; sie bilden \sigma-Bindungen. p-Orbitale sind hantelförmig, haben l=1 und n-2 radiale Knoten; möglich sind \sigma- und \pi-Bindungen. d-Orbitale sind gekreuzte Doppelhanteln, haben l=2 und n-3 radiale Knoten; sie können \sigma-, \pi- und \delta-Bindungen bilden. f-Orbitale sind rosettenförmig, haben l=3 und n-4 radiale Knoten; ihre Bindungstypen sind \sigma, \pi, \delta und \phi.

Beispielsweise ist beim p_y-Orbital die xz-Ebene ein winkelabhängiger Knoten. Das Orbital (n=5,l=3,m=0) hat n-1-l=1 Knotenfläche im Radialteil, die kreisförmig ist, sowie l=3 Knotenflächen im winkelabhängigen Teil, die entlang von Kegelflächen verlaufen.

Lernvideos zu Knoten (Chemie)

Weiterlesen

Fläche (Mathematik) Ein Maß für die Größe einer Fläche ist der Flächeninhalt. Umgangssprachlich wird der Flächeninhalt oftmals ebenfalls als „Fläche“ bezeichnet. Dieser Artikel … Vorzeichen (Zahl) Eine negative Zahl wird immer mit dem Minuszeichen versehen, während einer positiven Zahl ein Pluszeichen optional vorangestellt werden kann. Die Zahl Null wird … Wellenfunktion Bei genügend hoher Teilchenenergie kann die Wellenfunktion einen Streuzustand bilden, der aus zwei Komponenten besteht: einer ungestört einlaufenden Welle und … Nullstelle Nullstelle ist ein Begriff der Mathematik im Zusammenhang mit Funktionen. Nullstellen graphisch: einfache Nullstelle mit Vorzeichenwechsel (also mit … Elektron Elektronen sind Bestandteile von Atomen und damit von jeder Art gewöhnlicher Materie. Sie sind an den Atomkern gebunden und bilden die Elektronenhülle des Atoms … Atomorbital Im Orbitalmodell für Atome mit mehreren Elektronen nimmt man an, dass die Elektronen sich unter Berücksichtigung des Pauli-Prinzips auf die Orbitale verteilen. Knotenfläche Knotenfläche nennt man in der Physik das feststehende Interferenzminimum einer stehenden Welle in drei Raumdimensionen. Bei stehenden Wellen sind drei Fälle … Atomkern Der Atomkern ist der innerste, positiv geladene Teil eines Atoms. Die Unterteilung eines Atoms in Atomkern und Atomhülle geht auf Ernest Rutherford zurück, … Kovalente Bindung Die Atome bilden zwischen sich mindestens ein Elektronenpaar aus. Dieses Elektronenpaar hält zwei (Zweizentrenbindung) oder mehr (Mehrzentrenbindung) Atome … Molekülorbitaltheorie Die Molekülorbitaltheorie (kurz MO-Theorie) ist neben der Valenzbindungstheorie (VB-Theorie) eine von zwei komplementären Möglichkeiten, …