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Knotenfläche

Knotenfläche nennt man in der Physik das feststehende Interferenzminimum einer stehenden Welle in drei Raumdimensionen. Bei stehenden Wellen sind drei Fälle …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Bedeutung von Knotenflächen
  2. 2. Knoten bei unterschiedlichen Dimensionen
  3. 3. Bedeutung in der mathematischen Physik

Bedeutung von Knotenflächen

Eine Knotenfläche ist in der Physik ein feststehendes Interferenzminimum einer stehenden Welle in drei Raumdimensionen. An ihr ist die Schwingung minimal; sie bleibt im Gegensatz zu den schwingenden Bereichen räumlich unbewegt. Stehende Wellen entstehen hier als Überlagerung zweier gegenläufiger Wanderwellen.

Knoten bei unterschiedlichen Dimensionen

Bei eindimensionalen stehenden Wellen, etwa auf Gitarrensaiten, gibt es nulldimensionale, punktförmige Wellen- oder Schwingungsknoten; sie heißen Knotenpunkte.

Zweidimensionale stehende Wellen, beispielsweise bei Trommel, Gong oder Plattenglocken, besitzen eindimensionale Knotenlinien. Wo sich Knotenlinien schneiden, entstehen ebenfalls Knotenpunkte. Ein Beispiel sind Chladni-Moden einer gewölbten Gitarrendecke mit Knotenlinien und zugehörigen Frequenzen.

Dreidimensionale stehende Wellen haben zweidimensionale Knotenflächen; zusätzlich können Knotenlinien und Knotenpunkte vorkommen. Bei den Aufenthaltswahrscheinlichkeitsdichten der ersten Elektronenschale (1s) und der zweiten Elektronenschale (2s, 2p) sind Knotenflächen der 2p-Orbitale als Einschnürungen erkennbar. Auch die stehende Welle des Abgasstrahls eines Nachbrenners zeigt zweidimensionale Knotenflächen.

Bedeutung in der mathematischen Physik

Knotenpunkte, Knotenlinien und Knotenflächen helfen dabei, ein- oder mehrdimensionale Probleme zu verstehen und Funktionen zu visualisieren. Das ist besonders bei kontinuierlichen gewöhnlichen oder verallgemeinerten Eigenwertproblemen wichtig. Solche Aufgaben treten bei der partiellen Differentialgleichung der freien Schwingung in der Akustik sowie bei der stationären Schrödingergleichung der Quantenmechanik auf. Damit sind sie auch für Atomphysik, theoretische Chemie und Kernphysik bedeutsam.

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