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Investitionsausgaben

Investitionsausgaben (auch CAPEX, für englisch capital expenditure; umgangssprachlich auch "Investitionskosten") werden die bei einer Investition getätigten …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Begriff und Abgrenzung
  2. 2. Betriebliche Behandlung
  3. 3. Steuern und Sonderfall Forschung
  4. 4. Bedeutung in der Volkswirtschaft
  5. 5. Arten volkswirtschaftlicher Investitionen

Begriff und Abgrenzung

Investitionsausgaben sind Ausgaben für längerfristig genutzte Anlagegüter, zum Beispiel Betriebs- und Geschäftsausstattung, Fahrzeuge, Immobilien oder Maschinen. Sie werden auch CAPEX genannt; umgangssprachlich ist von „Investitionskosten“ die Rede.

Davon zu unterscheiden sind die laufenden Aufwendungen des operativen Geschäftsbetriebs: die Betriebskosten oder OPEX. Zusammen ergeben CAPEX und OPEX die TOTEX, also die gesamten Ausgaben.

Betriebliche Behandlung

Investitionsausgaben entstehen bei Erweiterungs-, Ersatz-, Rationalisierungs- und immateriellen Investitionen. Da Investitionen langfristig ausgelegt sind, wird ihr Wert normalerweise nicht sofort vollständig vom Gewinn abgezogen. Bei Gebäuden und Produktionsanlagen verteilt man die Abschreibungen über die Nutzungsdauer. Eine Abschreibung erfasst die Wertminderung eines Wirtschaftsguts, etwa durch Abnutzung, als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Betriebswirtschaftlich gelten Investitionsausgaben nicht als Kosten. Sie gehen in die Anlagenbuchhaltung ein und beeinflussen die Abschreibungen. Zugleich sind sie liquiditätswirksam: Bei Barzahlung wird ein Vermögenswert gegen einen anderen getauscht, etwa Bankguthaben gegen eine Maschine; dies heißt Aktivtausch. Erfolgt die Finanzierung aus Eigenkapital oder durch einen Kredit, kommt es zu einer Bilanzverlängerung.

Steuern und Sonderfall Forschung

Auch steuerrechtlich sind Investitionen grundsätzlich keine Kosten beziehungsweise Betriebsausgaben, sondern eine Umwandlung von Vermögen: Umlaufvermögen wie Bankguthaben oder Kassenbestand wird in Anlagevermögen umgewandelt. Erst die während der Nutzung eintretende Wertminderung wird durch Abschreibungen als Aufwand berücksichtigt.

Forschungs- und Entwicklungskosten können wirtschaftlich ebenfalls als Investitionsausgaben verstanden werden. Buchhalterisch stellen sie jedoch in der Regel eine Kostenart dar und werden im Jahr der Ausgabe vollständig vom Gewinn abgesetzt. Eine mögliche Abweichung betrifft die Aktivierung von Eigenleistungen.

Bedeutung in der Volkswirtschaft

In der Volkswirtschaftslehre sind die Investitionsausgaben I neben Konsum C, Sparen S und Einkommen Y eine wichtige Größe. Marktgleichgewicht besteht, wenn nachträglich betrachtet I = S gilt, also sämtliche Ersparnisse in Investitionen fließen.

Da sowohl Sparen als auch Investitionen aus dem Einkommen stammen, gelten die Beziehungen:

Y = C + I

Y = C + S

Beiden liegt die Definitionsgleichung Y = C + (Y − C) zugrunde.

Arten volkswirtschaftlicher Investitionen

Das Statistische Bundesamt (Destatis) unterscheidet drei Arten:

• Ausrüstungsinvestitionen: Unternehmen kaufen Maschinen oder Kraftfahrzeuge oder stellen sie für den Eigenbedarf her.

• Bauinvestitionen: Investitionen in alle Arten von Gebäuden.

• Vorratsinvestitionen: Güter werden auf Lager genommen.

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