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Grundvollzug
Als Grundvollzüge bezeichnet die Theologie, die sich in der Kontinuität zur Alten Kirche sieht (v. a. Römisch-Katholische Kirche, Evangelisch-Lutherische …
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Bedeutung der Grundvollzüge
Als Grundvollzüge bezeichnet die Theologie in der Tradition der Alten Kirche die Hauptaufträge der Kirche. Dies gilt vor allem für die Römisch-Katholische Kirche, evangelisch-lutherische Kirchen und orthodoxe Kirchen. Die Grundvollzüge begründen und legitimieren Sinn und Zweck der Kirche als institutionell organisierte Gemeinschaft der christlichen Gläubigen. Sie gelten daher als Wesensmerkmale der Kirche. Ohne eine Organisation der Gemeinde könnten diese Aufgaben nicht oder nur eingeschränkt erfüllt werden.
Die drei Grundvollzüge
Die katholische Tradition unterscheidet drei Grundvollzüge:
- Zeugnis (altgriechisch martyría): Zeugnis, Verkündung und Verbreitung des Evangeliums.
- Liturgie (altgriechisch leiturgía): Gottesdienst und gemeinsames Gebet, besonders die Feier der Eucharistie.
- Diakonie (altgriechisch diakonía): Dienst an den Menschen, zum Beispiel durch die Linderung von Not und Armut in der Welt.
Theologische Grundlage und Gemeinschaft
Die drei Grundvollzüge knüpfen an die theologische Tradition des dreifachen Amtes Christi an: Christus hat eine Sendung als Prophet, Priester und Hirte. Durch Taufe und Firmung haben das ganze Volk Gottes und alle seine Glieder Anteil an diesen Ämtern.
Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil beschreibt die römische Kirche außerdem eine vierte Grunddimension: die Gemeinschaft (lateinisch communio, altgriechisch koinonía). Auch in ihr findet die christliche Gemeinde ihren Ausdruck.